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Denn was von mir ein Esel spricht

Spruchbild: Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

Bedeutung

Johann Wilhelm Ludwig Gleim formuliert in diesen Versen eine selbstbewusste Überzeugung über Kritik und Urteil: Was ein Esel über ihn sagt, kümmert ihn nicht. Das ist eine heitere Form der Immunisierung gegen unqualifiziertes Urteil: Wer nicht kompetent ist zu urteilen, dessen Meinung zählt nicht. Gleim, der selbst als Dichter Kritik erfuhr und in der Gesellschaft seines Jahrhunderts Freund wie Feind kannte, beschreibt damit eine pragmatische Haltung: Man kann nicht jeden Kommentar ernst nehmen – nur den der Urteilsfähigen.

Verwendung

Passend als Gleim-Zitat in humorvollen Texten über Kritik, Urteil und die kluge Gelassenheit gegenüber unqualifizierten Kommentaren sowie für Beiträge über Selbstbewusstsein, Anakreontik und den Umgang mit Kritik. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Kunst, den richtigen Kritiker vom falschen zu unterscheiden.

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Über Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Über den Autor

Dichter · 1719 - 1803

Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719–1803) war Dichter der Aufklärung, der als Anakreontiker „deutscher Anakreon" und als Autor patriotischer Kriegslyrik „preußischer Grenadier" genannt wurde.

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Gleim wirkte als Literaturmäzen und Sammler in Halberstadt und galt am Ende des 18. Jahrhunderts als Patriarch der deutschen Literatur, weshalb man ihn liebevoll „Vater Gleim" nannte. Er war ein zentraler Vertreter der Freundschaftskultur der Aufklärung und pflegte ein weitreichendes Netzwerk zu den bedeutendsten Dichtern seiner Zeit.

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Quadratisches Spruchbild: Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

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