
Ich bin so froh', dass ich keine Rede nicht halten brauch!, sondern das Maul.
Bedeutung
Ludwig Thoma, der bayerische Schriftsteller und Satiriker, äußert in diesem Zitat mit unverhohlener Erleichterung, dass er keine Rede halten muss – sondern stattdessen seinen Mund halten kann. Das ist weit mehr als bloßes Schweigen: Thoma, bekannt für seine beißende Gesellschaftskritik, drückt damit seine Skepsis gegenüber hohlem Reden und Pflichtveranstaltungen aus. Wer keine Rede halten muss, spart sich Aufwand und Heuchelei. Die bewusst grammatikalisch fehlerhafte Formulierung 'keine Rede nicht' unterstreicht den dialektalen, volkstümlichen Ton und gibt dem Zitat seine charakteristische Schärfe.
Verwendung
Passend als humorvolles Ludwig-Thoma-Zitat für Texte über Schweigen, Reden und die Tugend der Kürze. Auch geeignet als heiter-ironisches Wort bei Veranstaltungen, in Reden über Meinungsfreiheit oder als volkskundliches Zitat in Beiträgen über bayerische Sprachkultur und Volkswitze. Für volkskundliche Sammlungen, bayerische Sprachkultur-Texte oder Reden über Schweigen als Tugend bietet dieses Thoma-Zitat einen einprägsamen, humorvoll-kritischen Beitrag.
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Über Ludwig Thoma
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1867 - 1921
Ludwig Thoma (1867–1921) schrieb „Lausbubengeschichten“ und satirische Texte über bayerische Provinz, Kirche und Politik.
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Der Jurist wurde zunächst durch Beiträge im „Simplicissimus“ bekannt und entwickelte eine scharfe, volkstümlich wirkende Prosa. Seine Komödien und Erzählungen leben von genauer Milieukenntnis und sprachlicher Treffsicherheit. Politisch driftete er in seinen späten Jahren stark nach rechts.

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