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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 4

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Die Laster stritten, wer von ihnen am eifrigsten gewesen sei, dem Bösen auf der Welt zu dienen; den Preis erhielt die Heuchelei

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  2. Sieh zu, daß du ein ehrlicher Mensch wirst, denn damit sorgst du dafür, dass es einen Schurken weniger auf der Welt gibt.

    Thomas Carlyle

  3. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist das größte Ereignis der Weltgeschichte.

    Victor-Marie Hugo

  4. Man ist viel wert in der Welt, wenn man sein Fach versteht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  5. Einen interessenlosen Gegenstand gibt es nicht auf dieser Welt, wohl aber Menschen, die sich für nichts interessieren.

    Gilbert Keith Chesterton

  6. Körper, Seele und Geist sind die Elemente der Welt.

    Novalis

  7. Man hört in der Welt leichter ein Echo als eine Antwort

    Jean Paul

  8. Ein einzig böses Weib lebt höchstens in der Welt: Nur schlimm, dass jeder seins für dieses einzge hält.

    Gotthold Ephraim Lessing

  9. Mit Blitzen kann man die Welt erleuchten, aber keinen Ofen heizen.

    Christian Friedrich Hebbel

  10. Wir wollen die Welt ein wenig besser verlassen, als wir sie vorgefunden haben

    Robert Louis Stevenson

  11. Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

    Friedrich von Schiller

  12. Weisst du, was in dieser Welt mir am meisten wohl gefällt? Dass die Zeit sich selbst verzehrt, und die Welt nicht ewig währt.

    Friedrich von Logau

  13. Und obschon die Welt voll Narren ist, so ist keiner darunter, der es von sich dächte, ja nur argwöhnte.

    Baltasar Gracián y Morales

  14. Ist wirklich die Welt so schadenfroh, wie du sie schilderst in scharfen Zügen, was ärgerst du über die Menschen dich so und machst ihnen dadurch soviel Vergnügen?

    Heinrich Leuthold

  15. Die Welt hat allzuwenig Engel, und der Himmel fließt von ihnen über.

    Samuel Taylor Coleridge

  16. Kannst du nicht wie der Adler fliegen, klettre nur Schritt für Schritt bergan; wer mit Mühe den Gipfel gewann, hat auch die Welt zu Füßen liegen.

    Victor Blüthgen

  17. Alle Kraft ist man der Welt schuldig, und dem, der uns am nächsten steht, am ersten.

    Bettina von Arnim

  18. Auf jedes Menschen Angesicht liegt leise dämmernd ausgebreitet ein sanfter Abglanz von dem Licht des Sternes, der sein Schicksal leitet. Der Genius der Harmonie wird dich mit seinen Wundertönen …

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  19. Die Zeit ist die Seele der Welt

  20. Alles Irdische ist vergänglich.

    Joseph Victor von Scheffel

  21. Friede am Herd deiner Hütte wiegt die Feindschaft der Welt auf.

  22. Es erweist sich, daß das, was Weltkenntnis genannt wird, die Menschen eher schlauer als gut macht.

    Samuel Johnson

  23. Die Liebe ist der Endzweck der Weltgeschichte - das Amen des Universums.

    Novalis

  24. Wer die Welt nicht leicht nimmt, dem macht sie Schwierigkeiten.

    Hafis

  25. Wer dem Buche dient, der dient dem Geiste, wer dem Geiste dient, der dient der Welt.

    Ernst von Wildenbruch

  26. Die Welt zerstreut oder engt dich ein, musst in dir selbst zu Hause sein. Der wird von Unrast nicht verschont, der bei sich selbst zur Miete wohnt.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  27. Wie rührend: wenn jemand über die Gemeinheit der Welt klagt, weil die seinige nicht erfolgreich genug ist!

    Otto Weiss

  28. Stille und Ruhe bringen die ganze Welt ins rechte Maß zurück

    Laotse

  29. Wer die Welt rettet, rettet sich selbst.

    Julian Scharnau

  30. Nur in der Träne des Schmerzes spiegelt sich der Regenbogen einer besseren Welt.

    Christian Friedrich Hebbel

  31. An Wundern ist niemals Mangel in dieser Welt, sondern nur am Sich-Wundern-Können

    Gilbert Keith Chesterton

  32. Ich kümmere mich um meine eigenen Angelegenheiten, aber vergiss nicht: Wenn es etwas gibt, was die Welt hasst so ist es eine Frau, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmert.

    Jane Calamitiy

  33. Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklären.

    Alphonse de Lamartine

  34. Das ist's, warum's sich leben läßt trotz alledem auf dieser Erden: Die ganze Welt ist nur ein Nest, doch jedes Nest kann eine Welt Dir werden.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  35. Lebe von der Welt geschieden, und du lebst mit ihr in Frieden. Willst du dich mit ihr befassen, höre, was dir widerfährt: Du musst lieben oder hassen; keines ist der Mühe wert.

    Friedrich Rückert

  36. Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie schön die Welt ist, und wie viel Pracht in den kleinsten Dingen, in irgend einer Pflanze, einem Stein, einer Baumrinde oder einem Birkenblatt sich offenb …

    Rainer Maria Rilke

  37. Was wir mit Freude tun, bringt Freude in die Welt

  38. Gar sehr verzwickt ist diese Welt mich wundert's dass sie wem gefällt.

    Wilhelm Busch

  39. Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über irgend etwas wundert, was im Leben vorkommt.

    Mark Aurel

  40. Es gibt auf der Welt kaum ein schöneres Übermaß als das der Dankbarkeit

    Jean de la Bruyère

  41. Alle Rätsel der Welt, so schwierig sie sich auch entbieten, sind ein Muster an Einfachheit, sobald ihre Lösung bekannt ist.

    Martin Kessel

  42. Geld ist die Welt und die Welt ist Geld.

  43. Der Mensch vermag nicht das Große, er vermag nur das Kleine. Und das Kleine ist wichtiger als das Große. Wir können viel Gutes tun auf der Welt, wenn wir bescheiden sind.

    Friedrich Dürrenmatt

  44. Jedes Kind bringt ein Päckchen Liebe mit auf die Welt.

  45. Ein Träumer ist jemand, der seinen Weg im Mondlicht findet und den Morgen vor dem Rest der Welt sieht.

    Oscar Wilde

  46. Wenn wir aus dieser Welt durch Sterben uns begeben, so lassen wir den Ort, wir lassen nicht das Leben.

    Nikolaus Lenau

  47. Alle Messungen in der Welt wiegen nicht ein Theorem auf, wodurch die Wissenschaft der ewigen Wahrheiten wahrhaft weiter gebracht wird.

    Carl Friedrich Gauß

  48. Denn ich habe dich geheiratet, um dich in Gott und nach dem Bedürfnis meines Herzens zu lieben, und um in der fremden Welt eine Stelle für mein Herz zu haben.

    Otto von Bismarck

  49. Mögen wir noch so viele Eigenschaften haben, die Welt achtet nur auf unsere schlechten.

    Jean-Baptiste Molière

  50. Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.

    Albert Schweitzer

  51. Nach "lieben" ist "helfen" das schönste Zeitwort der Welt.

    Bertha Freifrau von Suttner

  52. Es ist noch immer zu wenig gelacht worden in der Welt, das ist die größte Schuld.

    Friedrich Nietzsche

  53. Der Geduldige hat allen Reichtum der Welt.

  54. Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen: bald siehst du, wenn der Schleier fällt, sen blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.

    Eduard Mörike

  55. Der Geduldige hat allen Reichtum der Welt

  56. Die Seele kommt alt zur Welt, aber sie wächst und wird jung. Das ist die Komödie des Lebens. Der Leib kommt jung zur Welt und wird alt. Das ist die Tragödie unseres Daseins

    Oscar Wilde

  57. Lass einfach die Blume, die du in der Hand hältst, für diesen Moment deine Welt sein.

  58. Die Unendlichkeit der Schöpfung ist groß genug, um eine Welt oder eine Milchstraße von Welten gegen sie anzusehen, wie man eine Blume oder ein Insekt in Vergleichung gegen die Erde ansieht.

    Immanuel Kant

  59. Achtzig Jahre wirst Du heute, da gratulieren alle heute, und wünschen dem rüstigsten Gruftie der Welt Gesundheit und Segen und allzeit viel Geld!

  60. Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.

    Johann Wolfgang von Goethe