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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 7

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Vielleicht wird der Himmel den Laien gehören, aber diese Welt gehört ganz bestimmt den Klerikern.

    George Moore

  2. Durch Schlemmerei und Schlaf und Müßiggang, ward alle Tugend aus der Welt vertrieben

    Francesco Petrarca

  3. Wenn Gift und Galle die Welt dir deut, und du möchtest das Herz dir gesund bewahren: Mach andern Freude! Du wirst erfahren, dass Freude freut.

    Friedrich Vischer

  4. Bet' und arbeit', ruft die Welt. Bete kurz!, denn Zeit ist Geld. An die Türe pocht die Not Bete kurz! denn Zeit ist Brot.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  5. Der Gedanke ist eine Tat, und die fruchtbarste, die auf die Welt wirken kann.

    Emile Zola

  6. Wenn Sie mich, als Künstler, fragen, was ich in dieser Welt zu tun habe, werde ich antworten: Ich bin hier, um laut zu leben.

    Emile Zola

  7. Alles in der Welt ist Torheit, nur nicht die Heiterkeit.

    Friedrich der Große

  8. Diese Welt ist ständig durch zwei Dinge bedroht, Durch Ordnung und Unordnung.

    Paul Valéry

  9. Die Welt, obgleich sie wunderlich, ist mehr als gut genug für mich.

    Wilhelm Busch

  10. Die Welt hat nie eine gute Definition für das Wort Freiheit gefunden.

    Abraham Lincoln

  11. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt, und an der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    Johann Peter Hebel

  12. Alles Geld der Welt ist nicht so viel wert wie zur rechten Stunde ein Becher besten Weines.

  13. Es komme, was da kommen mag! So lang du da bist, ist es Tag. Und geht es in die Welt hinaus, wo du mir bist, bin ich zuhaus. Ich seh dein liebes Angesicht, ich sehe die Schatten der Zukunft nicht …

    Theodor Storm

  14. Das Haus, die Heimat, die Beschränkung, die sind das Glück und sind die Welt.

    Theodor Fontane

  15. Nichts kommt einem doch teurer in der Welt zu stehen als die Humanität.

    Georg Büchner

  16. Nichts in der Welt ist wirklich erstrebenswert, das nicht in der Reichweite liegt eines klaren Verstandes und einer umsichtigen Tatkraft.

    Edmund Burke

  17. Ich fühle mich in der ganzen Welt zuhause, wo es Wolken und Vögel und Menschentränen gibt.

    Rosa Luxemburg

  18. Ob diese Welt ist bös', ob gut, das ist die alte Frage. So ist sie, wie dir's ist zu Mut' an gut' und bösem Tage. Darum, wenn sie dir gut erscheint, o mache sie nicht schlimmer; und meine, wenn …

    Friedrich Rückert

  19. Suchst du dich selbst, so suche draußen in der Welt. Suchst du die Welt, so suche in dir selbst.

    Rudolf Steiner

  20. Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  21. Mach es wie der Weihnachtsbär - der nimmt das Leben nicht so schwer, lässt keine Sorgen durch sein Fell, er liebt die Welt ganz warm und hell. Und sollte Sie mal dunkel sein, geniesst er sie bei …

  22. Ich denk an dich, wenn ein Regenbogen die Welt in buntes Licht taucht.

  23. Es gibt eine Vollkommenheit tief inmitten alles Unzulänglichen. Es gibt eine Stille, tief inmitten aller Ratlosigkeit. Es gibt ein Ziel, tief inmitten aller weltlichen Sorgen und Nöte.

    Buddha

  24. Ich bin der Überzeugung, dass es kaum jemanden gibt, dessen Intimleben die Welt nicht in Staunen und Horror versetzte, wenn es übers Radio gesendet werden würde.

    William Somerset Maugham

  25. Alle weltlichen Dinge sind nur ein Traum im Frühling. Betrachte den Tod als Heimkehr.

    Konfuzius

  26. Wenn ich bei meiner Liebsten bin, dann geht das Herz mir auf; dann bin ich reich in meinem Sinn und biet' die Welt zum Kauf.

    Christian Johann Heinrich Heine

  27. Im Weine wie spiegelt die Welt sich so schön! Wer fastet und klügelt, wird`s nimmer verstehn. Drum Flaschen entsiegelt und Herzen entzügelt und Geister beflügelt zu himmlischen Höhn!

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  28. Durch die Arbeit entsteht aus einem Einfall die Welt

    Friedrich Dürrenmatt

  29. Eine Frau von Welt bleibt selten die Frau ihres Ehemannes.

    Carmen Sylva

  30. Was ein Mensch in der Welt auch tue, und sei es noch so weitwirkend: Hat er nicht seine Pflicht gegen seine Eltern erfüllt, so ist alles andere hinfällig.

    Solon

  31. Mensch, werde wesentlich, denn wenn die Welt vergeht, so fällt der Zufall weg, das Wesen, das besteht

    Angelus Silesius

  32. Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht.

    Ralph Waldo Emerson

  33. Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt ißt Hühnereier

    Henry Ford

  34. Die Welt ist rund und muss sich drehn, was oben war, muss unten stehn.

    Rudolf Baumbach

  35. Dass treulos ist die Welt, bleibt keinem Blick verborgen.

  36. Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hie und da jemand zu wissen, der mir uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben, das macht uns dies …

    Johann Wolfgang von Goethe

  37. Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett, und der Tod ist unser Arzt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  38. In dieser Welt gibt's immer Gefahren für die, die sich fürchten

    George Bernard Shaw

  39. Ihr werden die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und werdet meine Zeugen sein bis an's Ende der Erde.

  40. Die Welt kann man nicht verändern, aber gewisse Sauereien kann man abstellen

    Georg Simmel

  41. Der Dichter ist das Herz der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  42. Hätte die Weltgeschichte ein Sachregister, wie sie ein Namenregister hat, könnte man sie besser benutzen.

    Ludwig Börne

  43. Langsam, Schritt für Schritt, die Treppe weiter hinauf. Wahrlich, die Welt bietet nicht solch ein Übermaß von Genüssen, dass man sie in Sprüngen überfliegen dürfte.

    Wilhelm Raabe

  44. Die Arbeit ist der Eckstein, auf dem die Welt ruht, sie ist die Wurzel unserer Selbstachtung.

    Henry Ford

  45. Auf dieser Welt halte ich zwei Beschäftigungen für besonders nutzlos: Laubsägearbeiten und die Fotografie.

    Anton Tschechow

  46. Wer gesund ist und arbeiten will, hat in der Welt nichts zu fürchten.

    Gotthold Ephraim Lessing

  47. Der Kaufmann hat in der ganzen Welt dieselbe Religion.

    Christian Johann Heinrich Heine

  48. Der schlechten Welt Adieu sagen und im Paradies auf einer Lotusblüte sitzen, so träumt, wer liebt.

  49. Die Erde ist eine Gondel, die an der Sonne hängt und auf der wir aus einer Jahreszeit in die andere fahren.

    Johann Peter Hebel

  50. Lache, und die Welt lacht mit Dir. Schnarche, und du schläfst allein.

  51. Glücklich, wem die Tage fließen, wechselnd zwischen Freud und Leid, zwischen Schaffen und Genießen, zwischen Welt und Einsamkeit.

    Franz Emanuel August Geibel

  52. Ich möchte Weltenbürger sein, überall zu Hause und überall unterwegs.

    Erasmus von Rotterdam

  53. Bevor wir die Reise um die Welt beginnen, sollten wir die Reise um uns selbst beendigen.

    Denis Diderot

  54. Die Welt ist ein Buch, von dem man nur die erste Seite gelesen hat, wenn man nur sein Land gesehen hat.

    Fougeret de Moubron

  55. Gäbe man einem Menschen alle Herrlichkeit der Welt - was hilft's, wenn er keinen Freund hat, dem er es sagen kann?

    Katharina Elisabeth Goethe

  56. Der dunkelste Erdteil ist nicht Afrika, sondern des Menschen Herz

    Max Frommel

  57. Für jedes Ding in der Welt gibt es einen Schlüssel, der es öffnet; und literarische Bildung ist der Schlüssel, der alles öffnet.

    Li Liweng

  58. Der Glaube an Vorurteile gilt in der Welt als gesunder Menschenverstand.

    Claude-Adrien Helvetius

  59. Mit jedem Menschen ist etwas Neues in die Welt gesetzt, was es noch nicht gegeben hat, etwas Erstes, Einziges.

    Martin Buber

  60. Ohne Kinder wäre die Welt eine Wüste.

    Jeremias Gotthelf