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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 6

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. So geht es vielen: Sie flüchten immer wieder in jene ideale Welt, aus der sie immer wieder hinausgeworfen werden.

    Otto Weiss

  2. Auf dieser Welt musst Du nicht nach großem Erfolg streben- keine Fehler begangen haben, das ist schon ein Erfolg.

  3. Wie viele treue und besorgte Blicke aus lieben Augen gehen einem verloren, während man auf das Zwinkern, das Schielen und Blinzeln der Welt rundum nur zu genau achtet!

    Wilhelm Raabe

  4. Und wer, wie der Zugvogel, Rettung sucht durch Wechsel des Ortes, der findet sie nicht, denn für ihn ist die Welt überall gleich.

    Anton Tschechow

  5. Alles in der Welt geht in der Wellenlinie. Jede Landstraße und so weiter. Wehe dem, der überall ein Lineal anlegt!

    Wilhelm Raabe

  6. Öffne deinen Blick und die Welt wird dir zu Füssen liegen!

  7. Da sie nur Lehrer für 600 Mark sich leisten können, bleiben die Völker so dumm, dass sie sich Kriege für 60 Millionen leisten müssen

    Christian Morgenstern

  8. Es geht eine große und ewige Schönheit durch die ganze Welt, und diese ist gerecht über den kleinen und großen Dingen verstreut.

    Rainer Maria Rilke

  9. Jedesmal, wenn ein Baby geboren wird, erhält die Welt neue Möglichkeiten

  10. Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt, ich weiß von nichts als meiner seligen Insel.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  11. Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig

    Arthur Schopenhauer

  12. Dem Dummen ist auf dieser Welt der Dümmere zum Trost gesellt. Drum nie das Selbstvertraun verloren! Der Dümmste ist noch nicht geboren.

    Oscar Blumenthal

  13. Mit bloßen Listen und Kniffen, mit purer Gewalt, mit bloßem Geld und schlauen Praktiken wird die Welt doch nun einmal nicht einzig und allein regiert.

    Adolph Kolping

  14. Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.

    Oscar Wilde

  15. Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat, da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung: Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluß.

    Franz Grillparzer

  16. Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von dummen Fragen.

    Joseph Victor von Scheffel

  17. Leute, die sich in ihren Begriffen von der Freundschaft nicht höher schwingen können, als dass sie alle guten Bekannten für Freunde halten, denken, dass nichts gewöhnlicher in der Welt als die Freunds …

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  18. Jeder von uns ist sein eigener Teufel, und wir machen uns diese Welt zur Hölle.

    Oscar Wilde

  19. Die Häßlichen und die Dummen haben es am besten auf der Welt.

    Oscar Wilde

  20. Was für die äußere Körperwelt das Licht, das ist für die innere Welt des Bewußtseins der Intellekt.

    Arthur Schopenhauer

  21. Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung

    Publius Syrus

  22. Wenn die Welt für nichts anderes gut wäre, so ist sie doch ein ausgezeichneter Gegenstand der Betrachtung.

    William Hazlitt

  23. Lass die Welt ihren Gang nehmen, wenn sie nicht aufgehalten werden kann, wir gehen unseren.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  24. Die besten Entdeckungsreisen macht man nicht in fremden Ländern, sondern indem man die Welt mit neuen Augen sieht

    Marcel Proust

  25. Wo befreundete Wege zusammenlaufen, da sieht eine Stunde lang die Welt wie Heimat aus.

    Bedrich Smetana

  26. Lächeln umarmt den Nächsten, die Welt und den Lächelnden.

    Else Pannek

  27. Was wir brauchen, um frei zu sein, ist die Liebe, die die Kraft hat, die Last der Welt freudig zu tragen.

    Rabindranath Tagore

  28. Betrachte die Welt voller Ruhe. Dann strahlt das Licht des Tages aus Deinen Augen. Sie sind der Spiegel der Welt.

  29. Ohne Freunde wäre die Welt nur Wildnis.

  30. Willst du dich deines Wertes freuen, so musst der Welt du Wert verleihen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  31. Der Mann hatte so viel Verstand, dass er fast zu nichts mehr in der Welt zu gebrauchen war.

    Georg Christoph Lichtenberg

  32. Alles geschieht in der Welt der Poesie wegen, die Geschichte ist der allgemeinste Ausdruck dafür, das Schicksal führt das große Schauspiel auf.

    Achim von Arnim

  33. Durch einen glücklichen Zufall kann ein Mann die Welt eine Zeitlang, aber dank der Liebe kann er sie für immer beherrschen.

    Laotse

  34. Durch Bewegung überwindet man Kälte. Durch Stillhalten überwindet man Hitze. Der Weise vermag es, durch seine Reinheit und Ruhe alle Dinge der Welt ins Gleichmaß zu bringen.

    Laotse

  35. Wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du reicher in Dich selbst zurück; denn wer den Sinn aufs Ganze hält gerichtet, dem ist der Streit in seiner Brust geschlichtet.

    Friedrich von Schiller

  36. Kunst heißt, nicht wissen, dass die Welt schon ist, und eine zu machen

    Rainer Maria Rilke

  37. Die ganze Welt, Herr Jesus Christ, zur Osterzeit jetzt fröhlich ist. Jetzt grünet, was nur grünen kann, die Bäum zu blühen fangen an. So singen jetzt die Vögel all. Jetzt singt und klingt die Nac …

    Friedrich Spee von Langenfeld

  38. Jeder Mensch ist dazu bestimmt, ein Erfolg zu sein. Und die Welt ist dazu bestimmt, dessen Erfolg zu ermöglichen

  39. Ein Jahrmarkt ohne Hiebe, ein Jüngling ohne Liebe, ein Ehestand, der wohlbestellt, sind selt'ne Dinge in der Welt.

    Abraham a Sancta Clara

  40. Ohne die jenseitige Welt ist die diesseitige Welt ein trostloses Rätsel.

    August Strindberg

  41. Alles in der Welt, das man in den Schrank stellt und nicht benutzt, das verliert an seiner Brauchbarkeit.

    Otto von Bismarck

  42. Den Mitmenschen Freude machen ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

    Peter Rosegger

  43. Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird; schwachen Augen freilich nötig, zur Stütze, zur Erhaltung. Aber der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  44. Wer sich behaglich fühlt zuhaus, der rennt nicht in die Welt hinaus.

    Friedrich Rückert

  45. Wir werden die Welt verstehen, wenn wir uns selbst verstehen, weil wir zwei integrante Hälften sind.

    Novalis

  46. Die schönsten Dinge auf der Welt sind die nutzlosesten; zum Beispiel Pfauen und Lilien.

    John Ruskin

  47. Es muß Herzen geben, welche die Tiefe unseres Wissens kennen und auf uns schwören, selbst wenn die ganze Welt uns verläßt.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  48. Gedanken sind in der geistigen Welt, was Empfindung in der sinnlichen Welt ist.

    Bettina von Arnim

  49. Wenn es auf der Erde nur ein einziges Beispiel des Glücks gibt, so findet es sich im rechtschaffenen Menschen.

    Jean-Jacques Rousseau

  50. Wir leben immer in einer Welt, die wir uns selbst einbilden.

    Johann Gottfried Herder

  51. Gott, inbrünstig möcht ich beten, doch der Erde Bilder treten immer zwischen dich und mich.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  52. Wir mögen die Welt kennen lernen, wie wir wollen, sie wird immer eine Tag- und eine Nachtseite behalten.

    Johann Wolfgang von Goethe

  53. Zum Glück gibts nur zwei Wege; entweder sich so hoch erheben, dass einem die Welt kleinwinzig erscheint, oder sich niederlassen in eine tiefe Furche, wo einem jeder Grashalm als etwas Grosses ersc …

    Johann Nepomuk Nestroy

  54. Ein Traum, ein Traum ist unser Leben auf Erden hier. Wie Schatten auf den Wogen schweben und schwinden wir. Und messen unsere trägen Tritte nach Raum und Zeit, und sind (und wissen's nicht) in Mitt …

    Johann Gottfried Herder

  55. Frauen sind für Männer wohl die gefährlichsten Wesen auf der Welt, doch was ist ein Leben ohne Gefahren.

  56. Es ist unmöglich, der ganzen Welt und seinem eigenen Vater zu gefallen.

    Jean de La Fontaine

  57. Jeder sieht ein Stückchen Welt, gemeinsam sehen wir die ganze.

  58. Eine kleine Rebellion ab und zu ist eine gute Sache und ebenso notwendig in der politischen Welt wie Stürme in der Physischen

    Thomas Jefferson

  59. Es gibt doch nichts Schöneres auf der Welt, als ein reines Lachen unter Tränen.

    Rudolf von Tavel

  60. Entwirf deinen Reiseplan im großen - und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.

    Kurt Tucholsky