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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 8

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Der Mensch ist eine Episode, ein Augenblick im Weltschicksal.

    Oswald Spengler

  2. Welches war in der Welt die erste Tasche? Die Plaudertasche. Hätte Eva mit der Schlange nicht geplaudert, hätte ihr die Schlange keinen Apfel angeboten, und wir wären noch alle im Paradies.

    Gottlieb Moritz Saphir

  3. Wenn die Gerechtigkeit untergeht, hat es keinen Wert mehr, dass Menschen auf Erden leben.

    Immanuel Kant

  4. Die Welt schuldet uns nichts - sie war vor uns da!

    Mark Twain

  5. Alles in der Welt lässt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Der Hunger nach Luxus, der uns aus unserem Planeten einen Ziergarten machen ließ, nährt nur die Gier unserer Wünsche.

    Ralph Waldo Emerson

  7. Alles auf der Welt unterliegt der Abnutzung, nur die Frauenzunge nicht.

  8. Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der erste

    Mahatma Gandhi

  9. Freude heißt die starke Feder In der ewigen Natur. Freude, Freude treibt die Räder In der großen Weltenuhr.

    Friedrich von Schiller

  10. Macht Ernst mit euren schönen Worten, so wird das Paradies auf Erden sein.

    Paul de Lagarde

  11. Glaubst du, es gäb' ein Sandkorn in der Welt, das nicht gebunden an die ew'ge Kette von Wirksamkeit, von Einfluss und Erfolg?

    Franz Grillparzer

  12. Nach unserer Ansicht macht sich niemand so um die Welt verdient wie gute Eltern.

    Edward Bellamy

  13. Das wähne nun keiner, dass er sich nicht entbehren ließ; Dein Tod oder meiner macht in der Welt noch keinen Riss.

    Eduard von Bauernfeld

  14. Nicht das Schönste auf der Welt soll dir gefallen, sondern, was dir wohl gefällt, sei dir das Schönste von allem.

    Friedrich Rückert

  15. Die Bücherwelt ist in der Tag nur die Karikatur der wirklichen Welt. Beide entspringen aus der selben Quelle. Jene aber erscheint in einem freieren, beweglicheren Medio.

    Novalis

  16. Vater und Mutter lehrten uns zu sprechen und die Welt, still zu sein.

  17. Nur Geld genug, so ist die Welt zu Kauf! Ein goldner Schlüssel schließt alle Schlösser auf!

    Christoph Martin Wieland

  18. Jeder trägt in sich das Urbild der Schönheit, deren Abbild er in der großen Welt sucht.

    Blaise Pascal

  19. Persönlichkeiten - nicht Prinzipien - prägen die Welt

  20. Der nützlichste Mensch in der nützlichsten Welt würde ewig unbefriedigt bleiben, wenn immer nur für seine Bequemlichkeit gesorgt würde.

    Ralph Waldo Emerson

  21. Gott sei dank, dass der Spaß nicht totzukriegen ist auf dieser so sehr mürrischen Welt!

    Wilhelm Raabe

  22. Ein unvermindert Weiterstreben das ist der herrlichste Gewinn, den kann die Welt dir doch nicht geben, du nimmst ihn frei dir selbst dahin.

    Victor Blüthgen

  23. Im Kampf zwischen dir und der Welt, stelle dich immer auf die Seite der Welt.

    Franz Kafka

  24. Was es auch Großes und Unsterbliches zu erstreben gibt: Dem Mitmenschen Freude zu machen ist doch das Beste, was man auf der Welt tun kann.

    Peter Rosegger

  25. Ist dir an schlechten Tagen, das Herz voll Traurigkeit, lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist schön und weit.

  26. Heute weiß ich, dass Glauben nichts ist als das Hineinleben in die göttliche Welt.

    Carl Friedrich Paul Ernst

  27. Sei ohne Harm und ohne Groll, die Welt ist manchen Zufalls voll. Wenn du stets schaffst in guter Ruh, fällt dir vielleicht ein Glückslos zu.

  28. Hüte Dich vor wirrem Weltgewühle; ohne Staub kommt keiner aus der Mühle.

    Julius Sturm

  29. Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften. Die Welt ist voll Tricks und Betrug. Aber werde nicht blind für das, was dir an Tugend begegnet.

  30. Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.

    Hermann Bahr

  31. Leg's dem Leben nicht zur Last, dünkt sein Wert dich Plunder! Wenn du Märchenaugen hast, ist die Welt voll Wunder.

  32. Ein Fest naht, ein Fest wie kein anderes. Für alle, die guten Willens sind. Ein Fest, dessen Geist die Welt umspannt, und über Berge und Täler verkündet: Christ ist geboren.

    Joachim Ringelnatz

  33. Die zwei größten Tyrannen der Erde: der Zufall und die Zeit.

    Johann Gottfried Herder

  34. Ich glaube nicht an Zufall. Die Menschen, die in der Welt vorwärtskommen, sind die Menschen, die aufstehen und nach dem von ihnen benötigten Zufall Ausschau halten.

    George Bernard Shaw

  35. Christus kam nicht, um die die Welt in einen Himmel zu verwandeln, sondern um den Himmel auf die Erde zu bringen.

    John Henry Newman

  36. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird.

    H. L. Mencken

  37. Die Welt gehört, wie die Frauen, dem, der sie verführt, genießt und mit Füßen tritt.

    Giacomo Leopardi

  38. Es ist geradezu schauderhaft, dass in einer Welt von Frauen der Mann, überdies mit unebenbürtigen Merkmalen versehen, den Ton bestimmt.

    Helene von Druskowitz

  39. Entspanne dich, lass das Steuer los, trudle durch die Welt, sie ist so schön.

    Kurt Tucholsky

  40. Wir sind in diese Welt gekommen nicht nur, dass wir sie kennen, sondern dass wir sie bejahen

    Rabindranath Tagore

  41. Niemand auf der Welt bekommt so viel dummes zu hören wie die Bilder in einem Museum

    Edmond de Goncourt

  42. Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt

    Alfred Friedrich Delp

  43. Kein Eigentümer schuf die Natur, denn taschenlos, ohne Taschen in den Pelzen, kommen wir zur Welt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  44. Für viele ist Gott kaum mehr als eine Berufungsinstanz gegen das Verdammungsurteil der Welt über ihr eigenes Versagen.

    William James

  45. In der Welt fährst du am besten, sprichst du stolz zu stolzen Gästen, mit bescheidenen bescheiden, aber wahr und klar mit beiden.

    Anastasius Grün

  46. Die Welt ist ein Topf, und der Mensch ein Löffel darin.

  47. Ein neues Jahr! Tritt froh herein, mit aller Welt in Frieden; vergiss, wie viel der Plag und Pein das alte Jahr beschieden! Du lebst: Sei dankbar, froh und klug, und wenn drei bösen Tagen ein gu …

    Friedrich Wilhelm Weber

  48. Wenn Unfried ist in aller Welt, gilt der Soldat das meiste Geld.

  49. Es gibt nichts Schwereres auf der Welt als offener Freimut und nichts Leichteres als Schmeichelei.

    Fjodor M. Dostojewski

  50. Indessen ist es bezeichnend für die menschliche Eitelkeit, dass sich jeder einbildet, das ganze All kümmere sich um seine kleinsten Sorgen.

    Jonathan Swift

  51. Ich gebe mich nicht damit ab, zu sagen, was in der Welt zu tun ist - damit geben sich genug andre ab - sondern ich sage, was ich in ihr tue

    Michel de Montaigne

  52. Alles in der Welt endet durch Zerfall oder Ermüdung

    Christian Johann Heinrich Heine

  53. Man ruht nicht still im Glücke, solang man rastlos wallt; die Welt ist eine Brücke und nicht ein Aufenthalt.

    Hieronymus Lorm

  54. Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  55. Nur die Ruhe in der Bewegung hält die Welt und macht den Mann.

    Gottfried Keller

  56. Sphären ineinander lenkt die Liebe, Weltsysteme dauern nur durch sie

    Friedrich von Schiller

  57. Wer die Welt vernünftig ansieht, den sieht auch sie vernünftig an.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  58. Es ist merkwürdig: die Welt ist das größte Wunder und gerade an dieses wollen die Frommen nicht glauben.

    Daniel Spitzer

  59. Es gibt wohl niemanden auf der Welt, der nicht Freude daran hat, Rat zu erteilen.

    John Steinbeck

  60. Schlummer nicht in den Zelten deiner Väter. Die Welt rückt vor.

    Giuseppe Mazzini