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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 10

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Die Welt hat einen Augenblick stillgestanden und ein Stern wurde geboren! Herzlichen Glückwunsch zur Geburt

  2. Die Welt ist ein Sardellensalat; er schmeckt uns früh, er schmeckt uns spat.

    Johann Wolfgang von Goethe

  3. Ich habe dich geliebt und liebe dich noch! Und fiele die Welt zusammen, aus ihren Trümmern stiege noch hervor meiner Liebe Flammen.

    Christian Johann Heinrich Heine

  4. Zur Geburt Ein kleiner Mensch kam auf die Welt und ein Traum wurde wahr...

  5. Die lächerlichsten aller Träume sind die Träumereien der Weltverbesserer.

    Jean-Baptiste Molière

  6. In dieser Welt gibt es nichts sichereres als den Tod und die Steuern.

    Benjamin Franklin

  7. In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder-Oder getan.

    Johann Wolfgang von Goethe

  8. Der Geschmack des Todes ist auf meiner Zunge, ich fühle etwas, das nicht von dieser Welt ist.

    Wolfgang Amadeus Mozart

  9. Glücklicher Säugling! Dir ist ein unendlicher Raum noch die Wiege. Werde Mann, und dir wird eng die unendliche Welt!

    Friedrich von Schiller

  10. Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.

    Albert Schweitzer

  11. 20 Jahre ist die Schule aus, uns zog es in die Welt hinaus. Was jeder aus seinen Träumen machte und das Glück so einem brachte, das möchten wir jetzt alle wissen und niemanden bei unserem Wieders …

  12. Jedes Kind, das zur Welt kommt, predigt sogleich das Evangelium der Liebe.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  13. Wer Glück hat und eine Nußschale voll Witz, der kann die halbe Welt regieren.

  14. Wir rufen in die Welt hinaus: Hier ist euer Hochzeitsstrauß! Es soll sich keiner daran wagen, an eurem Glück herumzunagen.

  15. Nichts ist so schwarz wie die Nacht, nichts so weiß wie der Schnee gemacht. Vielmehr müssen wir begreifen, dass die Welt ganz grau mit Streifen!

  16. So viel Haare wie ein Schäferhund, so viele Jahre bleib gesund, werde glücklich, werde alt, bis die Welt in Stücke knallt!

  17. Blick nicht trostlos in die Welt wie die dummen Kälber: Das Gesicht ist dir geschenkt, lachen mußt du selber.

  18. Leihst du einem Freunde Geld, musst du dich sogleich entschließen - leider ist's der Lauf der Welt - eins von beiden einzubüßen.

  19. Auf seinem hohen Throne sitzend, spricht Salomo, der Weise: mit unsrer Welt geht's nimmer vorwärts; sie dreht sich nur im Kreise!

  20. Die Welt lohnt wie der Bock, wenn er Hörner kriegt.

  21. Die Welt hat sich umgekehrt, drum habe ich arme Esel pfeifen gelehrt.

  22. Die Welt schaltet, Gott waltet.

  23. Gott grüßt alle Welt, aber wenige danken ihm.

  24. Was alle Welt verdrießt, verdrießt auch Gott.

  25. Liebe erfüllt die Welt und mehrt den Himmel.

  26. Auf Lieb und Gewinn steht aller Welt Sinn.

  27. Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.

    Joseph Victor von Scheffel

  28. Welcher Raum in der Welt ist nicht schon voll von unserem Mühen?

    Vergil

  29. Die Welt verstehen nenne ich der Welt gewachsen sein.

    Oswald Spengler

  30. Überhaupt ist in der Welt nichts so schwierig wie das Heiraten.

    Friedrich Schleiermacher

  31. Tiefe Seelen brauchen keinen Weltraum, Welteroberer brauchen keine Seelentiefe.

    Oswald Spengler

  32. Die Welt ist wahrhaft zu ernsthaft, um damit zu spaßen.

    Achim von Arnim

  33. Wer nicht die Welt in seinen Freunden sieht, verdient nicht, dass die Welt von ihm erfahre.

    Johann Wolfgang von Goethe

  34. Wo ein Begeisterter steht, ist der Gipfel der Welt.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  35. Die Welt verstehen heißt für einen Menschen: Sie auf das Menschliche zurückführen, ihr ein menschliches Siegel aufdrücken.

    Albert Camus

  36. Nicht die Sittlichkeit regiert die Welt, sondern eine verhärtete Form derselben: Die Sitte.

    Berthold Auerbach

  37. Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, vernutzen und verbrauchen die Welt.

    Friedrich Georg Jünger

  38. Die Welt ist wie ein Meer; ein jeder geht und fischt, nur dass den Walfisch der, den Stockfisch er erwischt.

    Friedrich von Logau

  39. Alle Welt klagt über den Journalismus, und jedermann möchte ihn für sich benutzen.

    Gustav Freytag

  40. Wer in der Welt gefallen will, muss sich entschließen, eine Menge Dinge zu lernen, die man von Leuten erfährt, die sie nie gelernt haben.

    Nicolas Chamfort

  41. Für die Welt, die dunkel, in Leid verloren, ein Licht zu bringen, bist du geboren.

  42. Ich habe stets beobachtet, dass man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen oder weise sein muss

    Charles-Louis de Montesquieu

  43. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Feuer machen kann, und das hat ihm die Herrschaft über die Welt gegeben.

    Antoine de Rivarol

  44. Dreißig Jahre das sind nicht zu viele, jedoch schon ferne liegen Teenagerspiele. Fast die halbe Welt steht Dir jetzt offen, eine gute Wahl zu treffen, wir für Dich hoffen.

  45. Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen, deswegen haltet euch nicht wie Schlaraffen: Harte Bissen gibt es zu kauen; wir müssen erwürgen oder verdauen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  46. Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.

    Friedrich Rückert

  47. Diese Welt ist doch die beste, und sie lebt sich ziemlich gut mit Gesundheit, Geld und Tugend und ein bisschen Übermut.

    Eduard von Bauernfeld

  48. Kinderland, du Zauberland, Haus und Hof und Hecken. Hinter blauer Wälderwand spielt die Welt verstecken.

    Detlef von Liliencron

  49. Wer die Welt zuviel liebt, kommt nicht dazu, über sie nachzudenken; wer sie zu wenig liebt, kann nicht gründlich genug über sie denken.

    Christian Morgenstern

  50. Ich male schöne Bilder, weil es schon genug Hässliches auf der Welt gibt.

    Auguste Renoir

  51. Nur in der Jugend ist man Weltbürger. Die besten unter den Alten sind nur Erdenbürger.

    Ludwig Börne

  52. Es ist mit der Weltenuhr wie mit der des Zimmers. Am Tage sieht man sie wohl, aber hört sie fast gar nicht. Des Nachts aber hört man sie gehen wie ein großes Herz.

    Christian Morgenstern

  53. Immer wieder, wenn wir sinnen, stürzt die Welt in wilde Stücke; immer wieder, still von innen, fügen wir die schöne Brücke.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  54. Wir müssen ein Schiff bauen, mit dem wir die Raumozeane des Weltalls befahren können.

    Johannes Kepler

  55. Alle Spekulationen, vielleicht alles Philosophieren ist nur ein Denken in Spiralen: Wir kommen wohl höher, aber nicht eigentlich weiter, und dem Zentrum der Welt bleiben wir immer gleich fern.

    Arthur Schnitzler

  56. Die Waage gleicht der großen Welt: Das Leichte steigt, das Schwere fällt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  57. Die nicht zivilisierte, unverdorbene Welt ist das beste Verjüngungsmittel.

    Paul Gauguin

  58. Die Weltgeschichte geht von Osten nach Westen, denn Europa ist schlechthin das Ende der Weltgeschichte, Asien der Anfang.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  59. Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  60. Die Weltgeschichte ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel