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Sprüche über Welt

711 Sprüche — Seite 11

Weit mehr als bloße Umgebung ist die Welt der Raum, in dem Sehnsucht, Erfahrung und Erkenntnis aufeinander treffen. Sie erscheint groß und verwirrend, schön und unerbittlich zugleich und fordert den Menschen immer wieder heraus, seinen Platz in ihr zu verstehen. Darum wird sie in Sprüchen oft zugleich betrachtet und befragt.

Was dabei entsteht, ist keine Beschreibung von außen, sondern eine Auseinandersetzung von innen. Die Welt, über die nachdenkende Menschen schreiben, ist nie nur das, was vor Augen liegt – sie ist das, was ein Mensch in ihr erkennt, erträgt, bestaunt oder nicht versteht, und genau darin liegt der bleibende Wert dieser Gedanken.

  1. Selbst die tiefste Erkenntnis ändert nichts am Wesen der Welt, so wenig wie Selbsterkenntnis am eigenen Wesen.

    Ernst Hohenemser

  2. Österreich ist eine kleine Welt, in der die große ihre Probe hält.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  3. Auf einem guten Grunde läßt sich ein gutes Gebäude aufführen, und der beste Grund und Boden der Welt ist das Geld.

  4. Eine seltsamere Ware als Bücher gibt es wohl schwerlich in der Welt. Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen; von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen; gebunden, rezensiert und gelesen v …

    Georg Christoph Lichtenberg

  5. Der Mensch muss sich in der Welt selbst forthelfen. Dies ihn zu lehren ist unsere Aufgabe

    Johann Heinrich Pestalozzi

  6. Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.

    Jean Paul

  7. Ihrer wahren Wesensbestimmung nach ist die Wissenschaft das Studium der Schönheit der Welt.

    Simone Weil

  8. Die Arbeit ist die zuverlässigste Seligkeit der Erde.

    Ernst Wiechert

  9. Niemand ist nur Individuum, das heißt ein Wesen, das mit der Geburt in die Welt tritt und mit dem Tod endet. Wie bei Einzelmenschen gibt es auch in den Familien Auf- und Abstieg. Genauso ist es in der …

    John Knittel

  10. Ein Mann mir regelmäßiger Tätigkeit sieht wenig von der normalen Tageswelt.

    John Steinbeck

  11. Wenn die Menschen auf Staatsangelegenheiten, Politik und auch auf ihre eigenen Geschäfte so viel Denken, Sorge, Erwägung verwenden würden, wie sie darauf verschwenden, was sie zu einem Maskenball anzi …

    John Steinbeck

  12. Durch albernes Geheule wird nie was in er Welt gebessert.

    Wilhelm Raabe

  13. Aber es ist nun einmal auf der Welt so eingerichtet, dass ein Mann, der den anderen das Brot gibt, zugleich sein Herr ist.

    Jack London

  14. Wir leben in einer Welt, in der ein jeglicher bei weiten mehr auf die Schwächen, Laster und Untugenden des anderen angewiesen ist als auf seine Tugenden.

    Wilhelm Raabe

  15. Es sieht der Mensch die Welt fast immer durch die Brille des Gefühls, und je nach der Farbe des Glases erscheint sie ihm finster oder purpurhell.

    Hans Christian Andersen

  16. Das Beste auf der Welt ist die Redefreiheit.

    Diogenes von Apollonia

  17. Die Farbe ist der Ort, wo unser Gehirn und das Weltall sich begegnen. Darum erscheint sie den wahren Malern durchaus dramatisch

    Paul Cezanne

  18. Ehre vor der Welt ist Schaden im Beutel

  19. Wir bedürfen eines kleinen Kreises, um groß zu sein, und wir sind klein, wenn wir die Welt umfassen wollen.

    Theodor Fontane

  20. Ich ging bis an die äußerste Grenze der Welt, gleichzeitig an die innerste Grenze meines Ich!

    Reinhold Messner

  21. Das Bergsteigen findet in einer Welt statt, wo jeder die Verantwortung für sich selber zu tragen hat.

    Reinhold Messner

  22. Die Tyrannei der Vernunft, vielleicht die eifrigste von allen, steht der Welt noch bevor. Feuer und Wasser sind nichts gegen das Übel, welches die Vernunft ohne Gefühl stiften wird.

    Johann Georg Adam Forster

  23. Bei fleißiger Arbeit und guter Verdauung verbessert sich auch deine Weltanschauung.

    Eduard von Bauernfeld

  24. Die Welt ist eine kindische Dame, die selbst für ihre lächerlichen Vorurteile eine Art Verehrung fordert.

    Johann Nepomuk Nestroy

  25. Der Gedanke ist eine Tat, und die fruchtbarste, die auf die Welt wirken kann.

    Emile Zola

  26. Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.

    Aristophanes

  27. Nichts auf der Welt ist elender, als eine reiche Frau zu haben

  28. Hat dich das Leben wund geschlagen und ist der Himmel heut auch grau, verzage nicht, denn nach dunklen Tagen, erstrahlt die Welt in schönstem blau

  29. Wie weit die kleine Kerze Schimmer wirft! So scheint die gute Tat in arger Welt

    Johann Wolfgang von Goethe

  30. Nackt einst kam ich zur Welt, nackt wandle ich unter die Erde. Solch ein nacktes Geschick ist es der Mühen wohl wert?

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  31. Gier macht den Menschen allezeit arm, und die Fülle dieser Welt macht ihn nicht reich.

  32. Schau in die Welt mit wachen Sinnen, wirst immer Neues ihr abgewinnen.

    Oscar Blumenthal

  33. Die Made hält ihren Käse für die Welt

    Daniel Sanders

  34. Darum liebe ich die Kinder, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Phantasie sehen.

    Theodor Storm

  35. Die Liebe bringt die Erde nicht zum Drehen. Aber es ist die Liebe, die es lohnenswert macht, ein paar Runden mitzudrehen.

    Franklin P. Jones

  36. Der Hauptwert des Geldes besteht in der Tatsache, dass man in einer Welt lebt, in der es überbewertet wird

    H. L. Mencken

  37. Alles, was der Gesellschaft, das heißt dem Menschengeschlecht und der Welt nützt, ist ehrenvoll, alles, was ihr schädlich ist, schändlich.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  38. Gib der Welt das Beste was Du hast und das Beste wird zu Dir zurückkehren.

    Madeline Bridges

  39. Eine große Landstraß' ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.

    Christian Johann Heinrich Heine

  40. Herzliche Freunde finden sich wirklich in der Welt, und sind gar nicht so selten.

    Giacomo Leopardi

  41. Alles auf der Welt hat sein zweites Gesicht: die Natur, die Kultur, die Religion, die Kunst, die Politik, die Liebe, alles, alles. Wer das nicht weiß, ist glücklich, ich weiß es.

    Hermann Löns

  42. Glück ist bloß ein Hund, der sich auf einem Stein sonnt. Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu sein. Wir sind hier, um Großes zu erleben.

    Samuel Taylor Coleridge

  43. Mache einen anständigen Menschen aus dir selbst - und du kannst sicher sein, dass ein Schuft weniger auf der Welt ist

    Thomas Carlyle

  44. Die Meinung ist die Königin der Welt, weil die Dummheit die Königin der Schwachköpfe ist

    Nicolas Chamfort

  45. Ich habe oft gedacht, wie traurig diese Welt ohne Kinder wäre, und wie unmenschlich ohne die Alten.

    Samuel Taylor Coleridge

  46. Wenn alle Welt den Armen verlässt, und wenn kein Herz ihm bliebe, am ew'gen Himmel stehst du fest Stern heil'ger Mutterliebe!

    Carl Leberecht Immermann

  47. Was wär' die Erde ohne Frauen? Das fühlt das Herz, ist's Auge blind; Ein Garten wär' sie anzuschauen, in welchem keine Blumen sind.

    Justinus Andreas Christian Kerner

  48. Dem Manne ist die Welt das Herz. Dem Weibe ist das Herz die Welt.

    Christian Dietrich Grabbe

  49. Die Männer regieren die Welt und die Frauen ihre Männer. Was wollen sie noch mehr?

    Bogumil Goltz

  50. Die Welt ist ein Meer - unsere Herzen sind die Küste.

  51. Wo Engel hausen, da ist der Himmel - und sei es auch mitten im Weltgetümmel.

    Hafis

  52. Wenn die Sonne ihre Strahlen verbirgt, zieht auch die Welt ihre Freude zurück

    Hildegard von Bingen

  53. Das Firmament ist der Thron aller Schönheit, wie auch der Mensch seinen Thron hat, die Erde nämlich

    Hildegard von Bingen

  54. Eine Welt in einem Sandkorn zu sehen und einen Himmel in einer Wildblume, die Unendlichkeit in einer Hand zu halten und die Ewigkeit in einer Stunde

    William Blake

  55. Die Welt ist ein Schauplatz: Du kommst, du siehst und gehst vorüber

    Matthias Claudius

  56. Es gibt so viele Leute auf der Welt und so wenig Menschen.

    Alfons Petzold

  57. Das Herrlichste auf der Welt ist, einen neuen Tag werden zu sehen!

    Maxim Gorki

  58. Eine Welt, wo so viel gelacht wird, kann so schlecht nicht sein.

    Friedrich Vischer

  59. Nur jene Lügen, die glaubwürdig genug sind, die ganze Welt zum Guten umzukrempeln, lohnen einen moralischen Fehltritt.

    Christa Schyboll

  60. Die Welt, auf der wir leben, ist nicht vollkommen und der Mensch ist nicht vollkommen. Aus diesen beiden Minusfaktoren entsteht die Problematik des Menschen.

    Nikolaus B. Enkelmann