
Ein einzig böses Weib lebt höchstens in der Welt: Nur schlimm, dass jeder seins für dieses einzge hält.
Bedeutung
Gotthold Ephraim Lessing, der Aufklärer und Dramatiker, formuliert in diesem Epigramm eine witzige und tiefe Beobachtung über das Klagen über böse Frauen: Es gebe höchstens eine einzige böse Frau auf der Welt – aber jeder Mann glaube, diese einzige sei seine Frau. Das ist eine Satire auf eheliches Klagen und männliche Selbstgerechtigkeit: Wer über seine Frau klagt, tut so, als sei das Böse auf eine Person konzentriert, die er das Pech hatte zu heiraten. Lessing entlarvt damit die Universalität des ehelichen Missvergnügens und seinen komischen Charakter.
Verwendung
Passend als Lessing-Zitat in humorvollen Texten über Ehe, eheliches Klagen und die Komik männlicher Selbstgerechtigkeit sowie für Beiträge über Aufklärung, Satire und die humorvolle Betrachtung menschlicher Schwächen. Auch geeignet als augenzwinkerndes Wort in Reden über Ehe und den universalen Charakter des Klagens.
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Über Gotthold Ephraim Lessing
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1729 - 1781
Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) war Dichter der Aufklärung, dessen Dramen und theoretische Schriften dem Toleranzgedanken verpflichtet sind.
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Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz in der Oberlausitz geboren und starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Er gilt als erster deutscher Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen auf Theaterbühnen aufgeführt wird. Mit seinen Dramen und Schriften beeinflusste er die Entwicklung des deutschsprachigen Theaters und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig.

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