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Die Welt ist vollkommen überall

Spruchbild: Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

Bedeutung

Friedrich von Schiller formuliert in diesen Versen eine naturphilosophische Überzeugung: Die Welt ist vollkommen – aber nur dort, wo der Mensch sie nicht mit seinem Leid und seiner Qual berührt hat. Das ist eine doppelt lesbare Aussage: Einerseits ein Lob der Natur als vollkommene Ordnung; andererseits eine Gesellschaftskritik, die den Menschen als das Störende, Zerstörende und Quälende in dieser Ordnung sieht. Schiller, der das Ideal einer harmonischen Natur dem zerrissenen Menschen entgegenstellte, beschreibt damit eine Spannung, die bis heute aktuell ist.

Verwendung

Passend als Schiller-Zitat in Texten über Natur, Menschheit und das Verhältnis zwischen menschlichem Eingriff und natürlicher Vollkommenheit sowie für Beiträge über Romantik, Ökologie und die Ambivalenz menschlicher Zivilisation. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Naturschutz und das Verhältnis des Menschen zur Welt.

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Über Friedrich von Schiller

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1759 - 1805

Friedrich von Schiller (1759–1805) war deutscher Dichter, Historiker und Arzt, der Dramen, Lyrik und Essays in der Weimarer Klassik vereinte.

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Geboren in Marbach am Neckar, erhielt Schiller 1802 den Adelstitel „von Schiller". Er starb 1805 in Weimar, wo er eng mit Goethe zusammenarbeitete. Als Arzt ausgebildet, widmete er den Großteil seines Lebens dem literarischen und philosophischen Schaffen.

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Quadratisches Spruchbild: Die Welt ist vollkommen überall, wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual.

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