Sprüche über Besitz
707 Sprüche — Seite 3
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Etwas muß er sein Eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen.
— Friedrich von Schiller
Nicht der Besitz an materiellen Gütern erhellt die Kinderjahre, sondern die Liebe und Gemütsverfassung der Eltern.
— Rudolf von Tavel
Ein gutes Gedächtnis ist nicht so viel wert wie blasse Tinte
Wahrer Reichtum ist nur der innere Reichtum der Seele.
— Lukian
Der beste Anker ist das Haus
Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstaubt.
— William Shakespeare
Der ärmste Mensch, den ich kenne, ist der, der nichts hat außer Geld.
— John D. Rockefeller
Mit tierischer Geschäftigkeit häuft man einen Berg von Reichtum an, das Leben aber bleibt dabei arm.
— Epikur
Von vier Dingen hat der Mensch mehr, als er weiß: von Sünden, Schulden, Jahren und Gegnern.
Geld verdienen ist schon schwer, Geld erhalten noch viel mehr
— Wilhelm Busch
Die Fähigkeit, auf welche die Menschen den meisten Wert legen, ist die Zahlungsfähigkeit
— Oscar Blumenthal
Im Leben ist es besser, zu wollen, was man nicht hat, als zu haben, was man nicht will.
— Jonathan Swift
Es gibt zählbare und fühlbare Reichtümer
— Else Pannek
Täten nur Versprechen wohl, hätt' ich eine Scheune voll.
— Bernhard Freidank
Tu was du kannst, mit dem was du hast, da wo du bist.
Das ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch, dass dieser auch ein Sonntagskleid hat.
— Martin Luther
Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.
— Arthur Schopenhauer
Reich ist, wer so viel besitzt, dass er nichts mehr wünscht.
— Marcus Tullius Cicero
Missgunst ist die Trauer, die wir bei fremden Reichtümern empfinden.
— Zenon von Kition
Eine lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast voller Mäuse ist.
Man muss in seinem Garten einen verbotenen Baum haben. Man muss in seinem Leben etwas haben, was man nicht berühren darf. Das ist das Geheimnis, wie man auf immer jung und glücklich bleibt.
— Gilbert Keith Chesterton
Reich macht dich nicht die Summe deiner Einkünfte - sondern die Summe der von dir gebrachten Opfer.
— Antoine de Saint-Exupéry
Ist ein Buch lesenswert, ist es auch wert gekauft zu werden.
— John Ruskin
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.
Wer Geld besitzt, dem drohen Diebe, er schlummert nie in Sicherheit, viel sichrer schläft die Zärtlichkeit bei Aktien der Liebe.
— Anna Luise Karsch
Der Geizige hat keinen, der Verschwender einen unnützen Genuß von dem Seinen.
— Johann Peter Hebel
Almosen, das von Herzen kommt, dem Geber wie dem Nehmer frommt.
Wo Sparsamkeit haushält, wächst der Speck am Balken.
Die Liebe, die wir geben, ist die einzige, die wir behalten.
— Elbert Green Hubbard
Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes
— Karl Julius Weber
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
— Theodor Fontane
Besser arm in Ehren als reich mit Schanden.
Es wird keiner arm, als der nicht rechnen kann.
Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.
— Theodor Fontane
Die Geiz'gen und die Reichen mag man mit dem Meer vergleichen; Wieviel des Wassers geht zum Meer, doch hätt' es Wassers gern noch mehr.
— Bernhard Freidank
Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand
— Ludwig Erhard
Es ist schwer, die Liebe zu definieren. In der Seele ist sie eine Leidenschaft zu herrschen, im Verstande Sympathie, im Körper ein geheimnisvoller Drang zu besitzen
— François de la Rochefoucauld
Es gibt Dinge, die wir wegwerfen würden, fürchteten wir nicht, dass andere sie aufheben
— Oscar Wilde
Wohlstand ist eine Grundlage, aber kein Leitbild für die Lebensgestaltung. Ihn zu bewahren ist noch schwerer, als ihn zu erwerben.
— Ludwig Erhard
Es ist besser, die Armen sitzen vor deiner Tür, als du vor ihrer.
Wer irdisch' Glück zu hoch geschätzt, wird beim Verlust sehr tief verletzt.
— Heinrich Martin
Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch, wenn der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch.
— Friedrich von Schiller
Eine auserlesene Büchersammlung ist der vortrefflichste Hausrat.
— Francesco Petrarca
Das Geld, das man besitzt ist das Mittel zur Freiheit - dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.
— Jean-Jacques Rousseau
Wer sieben gute Bücher hat, braucht keine Menschen mehr.
— Karl Friedr. Hieronymus Freiherr v. Münchhausen
Vermögen um den Preis der Gesundheit zu erwerben, heißt, sich die Füße abschneiden, um dafür ein paar Stiefel zu kaufen.
— Prentice Mulford
Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.
— Charles Haddon Spurgeon
Das Lesen versieht den Geist nur mit dem Material für das Wissen; erst das Denken macht das Gelesene zu unserem Eigentum
— John Locke
Das Vermögen, das du benutzt, geht zu Ende. Wissen, wenn du es benutzt, vermehrt sich.
Der wahre Preis einer Sache ist die Mühe und Plage, ihn zu erarbeiten.
— Adam Smith
Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".
— Platon
Willst du etwas los sein, leihe es einem guten Freund.
— Titus Maccius Plautus
Geld kann dir nur Jener geben, der es hat. Anders verhält es sich mit dem Ehrenwort.
— Eleonore van der Straten-Sternberg
Freue dich, trinke ein Glas, betrachte die Gegenwart als dein Eigentum, alles andere überlasse dem Schicksal.
— Euripides
Wer nimmt, was er nicht will, dem wird reichlich gegeben. Nur nicht das, was er braucht.
— Else Pannek
Alles, was schön ist, das will so ein Mann genießen, und um es zu genießen, muss er es besitzen.
— John Knittel
Geld hat nicht nur kein Herz, sondern auch keine Ehre und kein Gedächtnis. Geld wird von selbst ehrenwert, wenn man es eine Zeitlang in Besitz hat.
— John Steinbeck
Ein guter Minister sollte an seinem Lebensende reicher an Ruhm und guten Taten geworden sein als an Vermögen.
— Nicolaus Machiavelli
Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird das Glück erkauft
— Fjodor M. Dostojewski