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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 3

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Etwas muß er sein Eigen nennen, oder der Mensch wird morden und brennen.

    Friedrich von Schiller

  2. Nicht der Besitz an materiellen Gütern erhellt die Kinderjahre, sondern die Liebe und Gemütsverfassung der Eltern.

    Rudolf von Tavel

  3. Ein gutes Gedächtnis ist nicht so viel wert wie blasse Tinte

  4. Wahrer Reichtum ist nur der innere Reichtum der Seele.

    Lukian

  5. Der beste Anker ist das Haus

  6. Man schätzt den Staub, ein wenig übergoldet, weit mehr als Gold, ein wenig überstaubt.

    William Shakespeare

  7. Der ärmste Mensch, den ich kenne, ist der, der nichts hat außer Geld.

    John D. Rockefeller

  8. Mit tierischer Geschäftigkeit häuft man einen Berg von Reichtum an, das Leben aber bleibt dabei arm.

    Epikur

  9. Von vier Dingen hat der Mensch mehr, als er weiß: von Sünden, Schulden, Jahren und Gegnern.

  10. Geld verdienen ist schon schwer, Geld erhalten noch viel mehr

    Wilhelm Busch

  11. Die Fähigkeit, auf welche die Menschen den meisten Wert legen, ist die Zahlungsfähigkeit

    Oscar Blumenthal

  12. Im Leben ist es besser, zu wollen, was man nicht hat, als zu haben, was man nicht will.

    Jonathan Swift

  13. Es gibt zählbare und fühlbare Reichtümer

    Else Pannek

  14. Täten nur Versprechen wohl, hätt' ich eine Scheune voll.

    Bernhard Freidank

  15. Tu was du kannst, mit dem was du hast, da wo du bist.

  16. Das ist der Unterschied zwischen Tier und Mensch, dass dieser auch ein Sonntagskleid hat.

    Martin Luther

  17. Vorhandenes Vermögen soll man betrachten als eine Schutzmauer gegen die vielen möglichen Übel und Unfälle, nicht als eine Erlaubnis oder gar Verpflichtung, die Plaisiers der Welt heranzuschaffen.

    Arthur Schopenhauer

  18. Reich ist, wer so viel besitzt, dass er nichts mehr wünscht.

    Marcus Tullius Cicero

  19. Missgunst ist die Trauer, die wir bei fremden Reichtümern empfinden.

    Zenon von Kition

  20. Eine lahme Katze ist mehr wert als ein schnelles Pferd, wenn der Palast voller Mäuse ist.

  21. Man muss in seinem Garten einen verbotenen Baum haben. Man muss in seinem Leben etwas haben, was man nicht berühren darf. Das ist das Geheimnis, wie man auf immer jung und glücklich bleibt.

    Gilbert Keith Chesterton

  22. Reich macht dich nicht die Summe deiner Einkünfte - sondern die Summe der von dir gebrachten Opfer.

    Antoine de Saint-Exupéry

  23. Ist ein Buch lesenswert, ist es auch wert gekauft zu werden.

    John Ruskin

  24. Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  25. Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.

  26. Wer Geld besitzt, dem drohen Diebe, er schlummert nie in Sicherheit, viel sichrer schläft die Zärtlichkeit bei Aktien der Liebe.

    Anna Luise Karsch

  27. Der Geizige hat keinen, der Verschwender einen unnützen Genuß von dem Seinen.

    Johann Peter Hebel

  28. Almosen, das von Herzen kommt, dem Geber wie dem Nehmer frommt.

  29. Wo Sparsamkeit haushält, wächst der Speck am Balken.

  30. Die Liebe, die wir geben, ist die einzige, die wir behalten.

    Elbert Green Hubbard

  31. Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes

    Karl Julius Weber

  32. Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.

    Theodor Fontane

  33. Besser arm in Ehren als reich mit Schanden.

  34. Es wird keiner arm, als der nicht rechnen kann.

  35. Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.

    Theodor Fontane

  36. Die Geiz'gen und die Reichen mag man mit dem Meer vergleichen; Wieviel des Wassers geht zum Meer, doch hätt' es Wassers gern noch mehr.

    Bernhard Freidank

  37. Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand

    Ludwig Erhard

  38. Es ist schwer, die Liebe zu definieren. In der Seele ist sie eine Leidenschaft zu herrschen, im Verstande Sympathie, im Körper ein geheimnisvoller Drang zu besitzen

    François de la Rochefoucauld

  39. Es gibt Dinge, die wir wegwerfen würden, fürchteten wir nicht, dass andere sie aufheben

    Oscar Wilde

  40. Wohlstand ist eine Grundlage, aber kein Leitbild für die Lebensgestaltung. Ihn zu bewahren ist noch schwerer, als ihn zu erwerben.

    Ludwig Erhard

  41. Es ist besser, die Armen sitzen vor deiner Tür, als du vor ihrer.

  42. Wer irdisch' Glück zu hoch geschätzt, wird beim Verlust sehr tief verletzt.

    Heinrich Martin

  43. Von des Lebens Gütern allen ist der Ruhm das höchste doch, wenn der Leib in Staub zerfallen, lebt der große Name noch.

    Friedrich von Schiller

  44. Eine auserlesene Büchersammlung ist der vortrefflichste Hausrat.

    Francesco Petrarca

  45. Das Geld, das man besitzt ist das Mittel zur Freiheit - dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.

    Jean-Jacques Rousseau

  46. Wer sieben gute Bücher hat, braucht keine Menschen mehr.

    Karl Friedr. Hieronymus Freiherr v. Münchhausen

  47. Vermögen um den Preis der Gesundheit zu erwerben, heißt, sich die Füße abschneiden, um dafür ein paar Stiefel zu kaufen.

    Prentice Mulford

  48. Es geht nicht darum, wie viel wir besitzen, sondern wie viel wir genießen, das sorgt für Glücksgefühl.

    Charles Haddon Spurgeon

  49. Das Lesen versieht den Geist nur mit dem Material für das Wissen; erst das Denken macht das Gelesene zu unserem Eigentum

    John Locke

  50. Das Vermögen, das du benutzt, geht zu Ende. Wissen, wenn du es benutzt, vermehrt sich.

  51. Der wahre Preis einer Sache ist die Mühe und Plage, ihn zu erarbeiten.

    Adam Smith

  52. Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. "Gut" leben ist soviel wie "edel und gerecht".

    Platon

  53. Willst du etwas los sein, leihe es einem guten Freund.

    Titus Maccius Plautus

  54. Geld kann dir nur Jener geben, der es hat. Anders verhält es sich mit dem Ehrenwort.

    Eleonore van der Straten-Sternberg

  55. Freue dich, trinke ein Glas, betrachte die Gegenwart als dein Eigentum, alles andere überlasse dem Schicksal.

    Euripides

  56. Wer nimmt, was er nicht will, dem wird reichlich gegeben. Nur nicht das, was er braucht.

    Else Pannek

  57. Alles, was schön ist, das will so ein Mann genießen, und um es zu genießen, muss er es besitzen.

    John Knittel

  58. Geld hat nicht nur kein Herz, sondern auch keine Ehre und kein Gedächtnis. Geld wird von selbst ehrenwert, wenn man es eine Zeitlang in Besitz hat.

    John Steinbeck

  59. Ein guter Minister sollte an seinem Lebensende reicher an Ruhm und guten Taten geworden sein als an Vermögen.

    Nicolaus Machiavelli

  60. Es gibt kein Glück im Wohlstand, durch Leiden wird das Glück erkauft

    Fjodor M. Dostojewski