Sprüche über Besitz
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Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand
— Ludwig Erhard
Die Geiz'gen und die Reichen mag man mit dem Meer vergleichen; Wieviel des Wassers geht zum Meer, doch hätt' es Wassers gern noch mehr.
— Bernhard Freidank
Der Gewöhnlichkeit gehört die Welt. Es tangiert mich aber nicht, solang ich ein Bett und ein Glas Tee habe.
— Theodor Fontane
Es wird keiner arm, als der nicht rechnen kann.
Besser arm in Ehren als reich mit Schanden.
Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht, kommen sie nicht mehr zurück.
— Theodor Fontane
Eine ausgewählte Büchersammlung ist und bleibt der Brautschatz des Geistes und Gemütes
— Karl Julius Weber
Die Liebe, die wir geben, ist die einzige, die wir behalten.
— Elbert Green Hubbard
Wo Sparsamkeit haushält, wächst der Speck am Balken.
Almosen, das von Herzen kommt, dem Geber wie dem Nehmer frommt.
Der Geizige hat keinen, der Verschwender einen unnützen Genuß von dem Seinen.
— Johann Peter Hebel
Wer Geld besitzt, dem drohen Diebe, er schlummert nie in Sicherheit, viel sichrer schläft die Zärtlichkeit bei Aktien der Liebe.
— Anna Luise Karsch
Großen Frieden trennt ein klein Säcklein mit Gold.
Man braucht den Appetit des Armen, um das Vermögen des Reichen zu genießen.
— Antoine de Rivarol
Kaum hat mal einer ein bissel was, gleich gibt es welche, die ärgert das
— Wilhelm Busch
Das Schicksal kann Reichtümer, doch nicht den Geist rauben.
— Seneca
Manchmal muß man Freunde besuchen, um seine Bücher wiederzusehen.
— William Hazlitt
Danke Gott, dass du geben kannst - und nicht davon abhängig bist, was andere dir geben.
Ihr gebt nur wenig, wenn ihr von eurem Besitz gebt. Erst wenn ihr von euch selber gebt, gebt ihr wahrhaft.
— Khalil Gibran
Eine verheiratete Frau darf nicht den Reis von zwei Männern essen.
Wer einen Unterschied zwischen Leib und Seele macht, besitzt keines von beiden.
— Oscar Wilde
Tausend und Abertausend Ströme fließen in das Meer, aber das Meer ist nie voll; und könnte der Mensch Stein zu Gold verwandeln, sein Herz ist nie zufrieden.
Geld ist die Welt und die Welt ist Geld.
Unsere Wünsche sind wie kleine Kinder: Je mehr man ihnen nachgibt, um so anspruchsvoller werden sie
— Christian Morgenstern
Denke daran, dass etwas, was Du nicht bekommst, manchmal eine wunderbare Fügung des Schicksals sein kann.
— Dalai Lama
Neid ist die Angewohnheit, statt der eigenen Glücksgüter die der anderen zu zählen.
— Ernst von Feuchtersleben
Sage nicht, du kennst einen Menschen, bevor du ein Erbe mit ihm geteilt hast.
— Johann Kaspar Lavater
Jeder sehnt sich nun einmal nach dem, was nicht für ihn bestimmt ist.
— Carl Friedrich Paul Ernst
Der Geduldige hat allen Reichtum der Welt.
Der Besitz besitzt. Er macht die Menschen kaum unabhängiger.
— Friedrich Nietzsche
Der Reichtum ist wie der Mist. Angehäuft stinkt er. Über das Land hin verteilt, macht er die Erde fruchtbar.
Für Leute, die nur einen Hammer als Werkzeug haben, ist jedes Problem ein Nagel.
Zeit ist kostbarer als Gold.
Den Wert von Diamanten und Menschen kann man erst ermitteln, wenn man beide aus der Fassung bringt
— Marie von Ebner-Eschenbach
Es ist keine Kunst, ein ehrlicher Mann zu sein, wenn man täglich Suppe, Gemüse und Fleisch zu essen hat.
— Georg Büchner
Der Juristentraum vom Himmel : Alle beanspruchen bei der Auferstehung ihr Vermögen, und jeder versucht, es von seinen Vorvätern wiederzuerlangen.
— Samuel Butler
Wenn wir bewahren wollen, was wir haben, müssen wir vieles ändern
— Johann Wolfgang von Goethe
Die Armut liesse sich rasch beseitigen, wenn sich die Wohlhabenden dadurch bereichern könnten.
— Emanuel Wertheimer
Frauen können Not, nicht aber Wohlstand teilen.
Vermögen und Ehre sind die beiden Dinge, deren Verletzung die Menschen am meisten kränkt.
— Nicolaus Machiavelli
Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
— Epikur
Man versehe mich mit Luxus, auf alles Notwendige kann ich verzichten.
— Oscar Wilde
Wenn wir glauben, dass der Himmel unsere Heimat ist, dann sollen wir auch unsere Reichtümer dahin schaffen, statt sie hier zurückzuhalten, wo sie uns bei plötzlichem Aufbruch verlorengehen könnten.
— Johannes Calvin
Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt, zu leben.
— Antoine de Saint-Exupéry
Der Reichtum der Zukunft ist nicht Geld und Besitz, sondern Raum und Zeit
Vertrauen ist für alle Unternehmungen das große Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann
— Albert Schweitzer
Wer jetzt nicht reich ist, da der Sommer geht, wird immer warten und sich nie besitzen.
— Rainer Maria Rilke
Von dem, was man erworben, ist das Beste die Erinnerung, wie man's erworben
— August von Kotzebue
Nicht was der Mensch ist, nur was er tut, ist sein unverlierbares Eigentum.
— Christian Friedrich Hebbel
Glücklich sein hängt nicht davon ab, dass wir bekommen, was wir nicht haben, sondern davon, wie gut wir nutzen, was wir haben.
— Thomas Hardy
Der Wege, sich zu bereichern, sind viele. Sparsamkeit ist einer der besten.
— Francis Bacon
Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.
— Franklin D. Roosevelt
Der Mund ist ein kleines Loch, doch er verschlingt Haus und Hof.
Ein Idealist ist ein Mensch, der anderen Menschen dazu verhilft, zu Wohlstand zu gelangen.
— Henry Ford
Aller Besitz ist vom Schicksal geborgt.
— Seneca
Besäße der Mensch Gelassenheit, so wäre ihm fast nichts unmöglich.
Um ein Darlehen zu bekommen, muss man erst beweisen, dass man keines braucht
Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.
— Max Pallenberg
Das Geld schließt die Hölle auf.
Ehrgeiz ist Habsucht auf Stelzen und maskiert.
— Walter Savage Landor