Sprüche über Besitz
707 Sprüche — Seite 8
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Eine Sache, welche vielen gehört, wird schlechter verwaltet als eine Sache, die einem Einzelnen gehört
— Aristoteles
Ein Fußgänger ist ein Mann, der Frau und Tochter, aber nur zwei Autos hat
Der Besitz wird durch das Besitzen meistens geringer.
— Friedrich Nietzsche
Wer der Gerechtigkeit folgen will durch dick und dünn, muss lange Stiefel haben. Habt ihr welche? Habe ich welche? Ach meine Lieben! Lasset uns mit den Köpfen schütteln!
— Wilhelm Busch
Hätt' ich Geld, ich wäre fromm genug.
Die Aktiengesellschaft ist eine raffinierte Einrichtung zur persönlichen Bereicherung ohne persönliche Verantwortung.
— Ambrose Bierce
Das Vermögen soll durch Mittel erworben werden, die von Unsittlichkeit frei sind. Erhalten aber soll man es durch Genauigkeit und Sparsamkeit.
— Marcus Tullius Cicero
Was nicht griffbereit ist, was man nicht nachts um zwei Uhr finden kann, das besitzt man nicht.
— Kurt Tucholsky
Alles, was Ihr habt, wird eines Tages gegeben werden; daher gebt es jetzt, dass die Zeit des Gebens Eure ist und nicht die Eurer Erben.
— Khalil Gibran
Deine Kinder sind nicht deine Kinder, sie kommen durch dich, aber nicht von dir, sie sind bei dir, aber sie gehören dir nicht.
— Khalil Gibran
Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.
— Jean Paul
Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag; sie wohnen in schönen Häusern, sie tragen zierliche Kleider, sie haben feiste Gesichter und reden eine eigene Sprache.
— Georg Büchner
Was der Sozialismus will, ist nicht Eigentum aufheben, sondern im Gegenteil individuelles Eigentum, auf Arbeit gegründetes Eigentum erst einführen.
— Ferdinand Lassalle
Eigen Haus und Herd und Kind, Machen auch das Leid gelind.
— Felix Dahn
Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht; kein anderes Tier tut dies - kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen.
— Adam Smith
Gute Nacht, Tugend: hab ich Geld, so bin ich lieb.
Wer gut wirtschaften will, sollte nur die Hälfte seiner Einnahmen ausgeben, wenn er reich werden will, sogar nur ein Drittel.
— Francis Bacon
Den Acker und die Frau gib an niemand weiter.
Viel haben ist nicht reich. Der ist ein reicher Mann, der alles was er hat, ohn' Leid verlieren kann.
— Angelus Silesius
Geld ist der Adel, Geld ist ohne Tadel.
Wo Geld ist, da ist der Teufel, wo keins ist, da ist er zweimal.
Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.
— Benjamin Franklin
Gott, gib mir ein reines Herz, lass mich nicht aus dem Blickfeld deines Auges verschwinden. Segne meine Kinder, meine Frau und segne meine Habe und mein Vieh.
Was du verlieren kannst, hat keinen Wert.
— Emil Gött
Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.
Geld allein macht nicht glücklich, man muss es auch haben
Weisheit übertrifft jeden Reichtum.
— Sophokles
Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.
— Robert Musil
Was andre mag ergötzen, das kümmert wenig mich, sie leben in den Schätzen, in Freuden lebe ich.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten.
— John D. Rockefeller
Es ist gar nicht auszusprechen, wie schätzenswert es ist, etwas sein Eigen nennen zu dürfen.
— Aristoteles
Wo kein Geld ist, da ist auch keine Vergebung der Sünden.
Wo Geld und Gut da ist kein Mut.
Für die Reichen ist die Langeweile die große Geißel.
— Jean-Jacques Rousseau
Ein Mann mit Geschäft mag über Philosophie reden; ein Mann, der keines besitzt, mag sie anwenden
— Jonathan Swift
Die Liebe ist das Reich der Frauen
— Jean-Jacques Rousseau
Bekommt der Arme ein Stück Brot, so reisst es ihm der Hund aus der Hand.
Aller Fortschritt beruht auf dem allgemeinen inneren Wunsch eines jeden Organismus, über sein Einkommen hinaus zu leben.
— Samuel Butler
Zwischen Armut und Reichtum ist das beste Leben.
Was aus Armut geschieht, soll man leicht vergeben.
Wie kann man die Liebe einer Frau behalten? Indem man sie nicht zurückgibt.
Geld behält das Feld spielt den Meister in der Welt.
Der Staat kann uns nichts geben, ohne uns anderer Dinge zu berauben
— Christian Johann Heinrich Heine
Der Weg zum Reichtum hängt hauptsächlich an zwei Wörtern: Arbeit und Sparsamkeit.
— Benjamin Franklin
Das liebe Geld kann alles.
Für Geheimnis und anvertrautes Gut gelten die gleichen Regeln.
— Nicolas Chamfort
Einsame alte Damen beanspruchen allein stehende Töchter, als seien sie deren einziger Lebensinhalt.
— Else Pannek
Das Glück der Menschen liegt nicht in Geld und Gut, sondern es liegt in einem Herzen, das eine wahrhafte Liebe und Zufriedenheit hat.
— Adolph Kolping
Kein Mensch kann seine Mutter besitzen, keiner kann die Erde zu seinem Eigentum machen.
Geld kann nicht Unrecht tun.
Geld ist rund und bleibt nicht liegen, aber Bildung bleibt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Geld verloren, nichts verloren. Vertrauen verloren, alles verloren
— Robert Bosch
Was einer nicht hat, kann er anderen nicht geben.
Mit Geld und Worten kann man alles bekommen.
Vor fremden Gut bewahr' die Hände, sonst nimmst du bald ein schlimmes Ende.
Wer viel kauft, was er nicht braucht, muss bald verkaufen, was er braucht.
Mancher kommt erst zum Brot, wenn er keine Zähne mehr hat.
Geld im Beutel vertreibt die Schwermut.
Hast du Geld, so tritt herfür, hast du keins, so such die Tür.
Wer kein Geld hat, dem entfällt keine Münze.