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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 7

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Wenn du hundert Yen hast, kaufe dir für fünfzig Yen Brot, für die anderen fünfzig aber Hyazinthen für die Seele.

  2. Man kann nicht die Kuh verkaufen und die Milch behalten.

  3. Hat einer Geld, so ist er ein Held, und der mit goldenen Äpfeln werfen kann, behält das Feld.

  4. Wo Gold redet, da gilt all andre Rede nicht.

  5. Der Freund gibt sich durch den andern, was er selbst nicht besitzt.

    Ludwig Andreas Feuerbach

  6. Der Weise ist besorgt, sein Vermögen zu erhalten, auch wohl zu vermehren. Daher er unnützen Aufwand meidet, um die Mittel zu haben zu unvorhergesehenen Ausgaben.

    Karl Julius Weber

  7. Wer den Armen leiht, dem zahlt Gott die Zinsen.

  8. Wenn Bescherung ist, soll man den Sack auftun und das Zuknüpfen nicht vergessen.

  9. Manche klavierspielende Frau wäre ein Engel, wenn sie daheim keinen Flügel hätte.

    Max Pallenberg

  10. Gute Tiere, spricht der Weise, musst du züchten, musst du kaufen, doch die Ratten und die Mäuse, kommen ganz von selbst gelaufen.

    Wilhelm Busch

  11. Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.

    Daniel Defoe

  12. Geld her, Geld her, klingen die Glocken, wenn gleich der Pfaff tot ist.

  13. Wo Geld kehrt und wendt, hat die Freundschaft bald ein End.

  14. Schlecht geht der Kranke mit sich selbst um, der den Arzt als Erben einsetzt.

    Publius Syrus

  15. Das Glück ist nicht in den Dingen die wir besitzen, sondern in den Dingen die zu besitzen wir glauben.

    Georg Simmel

  16. Jeder weiß, dass Gold und Silber nur Reichtümer der Einbildung sind.

    Charles-Louis de Montesquieu

  17. Wir zerstören Millionen Blüten, um ein Schloss zu errichten, dabei ist eine einzige Distelblüte wertvoller als tausend Schlösser.

    Leo Tolstoi

  18. Wenn du nicht Güter hast und dennoch Leibeserben, bring' ihnen Künste bei, sich Güter zu erwerben.

    Martin Opitz

  19. Der Reiche setzt eher sein Leben für seinen Reichtum als seinen Reichtum für sein Leben aufs Spiel.

    Frank Wedekind

  20. Bildung ist ein unentreißbarer Besitz

    Menander

  21. Wer Geld und keine Kinder hat, der ist nicht wirklich reich , wer Kinder und kein Geld hat, der ist nicht wirklich arm .

  22. Geld ist der größte Held.

  23. Genug zu haben,ist Glück, mehr als genug zu haben, ist unheilvoll. Das gilt von allen Dingen, aber besonders vom Geld.

    Laotse

  24. Geld im Säckel duzt den Wirt.

  25. Wer dein Haus zur Ruine macht, möchte sicherlich, dass du den Himmel siehst

    Robert Louis Stevenson

  26. Nur was ich selbst hervorgebracht und immer wieder aufs Neue mir erwerbe, ist für mich Besitz.

    Friedrich Schleiermacher

  27. Wenn du aber gar nichts hast, ach, so lasse dich begraben, denn ein Recht zum Leben', Lump, haben nur, die etwas haben.

    Christian Johann Heinrich Heine

  28. Was wir ausgaben, hatten wir, was wir verließen, verloren wir, was wir gaben, haben wir.

  29. Nur was wir ersehnen, ist unser Eigentum. Was wir besitzen, haben wir schon verloren.

    Karl Gustav Adolf von Harnack

  30. Jeder will ein Stückchen Land, braucht nicht viel zu sein. Bloß so viel, dass man was Eigenes hat.

    John Steinbeck

  31. Die Welt gehört, wie die Frauen, dem, der sie verführt, genießt und mit Füßen tritt.

    Giacomo Leopardi

  32. Ich hab' nicht viel hienieden, Ich hab' nicht Geld noch Gut; Was vielen nicht beschieden, Ist mein: - der frische Mut.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  33. Kein Eigentümer schuf die Natur, denn taschenlos, ohne Taschen in den Pelzen, kommen wir zur Welt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  34. Dein ist nichts als die Stunde, in der du lebst.

  35. Die Kultur der Menschheit besitzt nichts Ehrwürdigeres als das Buch, nichts Wunderbareres und nichts, das wichtiger wäre.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  36. Wir unterschätzen das, was wir haben, und überschätzen das, was wir sind.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  37. Geld schweigt nicht, wo es ist.

  38. Geld führt den Krieg.

  39. Geld genommen, um Freiheit gekommen.

  40. Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.

  41. Es kostet ja kein Geld, hat der Bauer gesagt, da walkte er seinen Jungen durch.

  42. Erbettelter Pfennig ist besser denn gestohlener Taler.

  43. Wer seine Schuld bezahlt, verringert sein Gut nicht.

    Christoph Lehmann

  44. Du trägst sehr leicht, wenn du nichts hast; aber Reichtum ist eine leichtere Last.

    Johann Wolfgang von Goethe

  45. Wir sind nie entfernter von unseren Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  46. Wir betrachten die Geliebte als unser Eigentum, weil nur wir allein sie glücklich machen können.

    Stendhal

  47. Geld regiert die Welt, Gut macht Mut, oft Übermut und Armut ist arm an Mut.

    Karl Julius Weber

  48. Weshalb um Gold weinen, wenn du den Tulpenbaum hast?

  49. Sobald wir verstanden haben, dass das Geheimnis des Glücks nicht im Besitz liegt, sondern im Geben, werden wir, indem wir um uns herum glücklich machen, selbst glücklich werden.

    André Gide

  50. Ich habe viele Millionen verdient, aber das Glück haben sie mir nicht gebracht

    John D. Rockefeller

  51. Arm oder reich - der Tod macht alles gleich.

  52. Begrabner Schatz, verborgner Sinn bringen niemand Gewinn.

  53. Gute Muße ist besser als gute Geschäfte. Nichts gehört unser als nur die Zeit, in welcher selbst der lebt, der keine Wohnung hat

    Baltasar Gracián y Morales

  54. Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.

    Peter Sirius

  55. Glück ist ein Wunderding. Je mehr man gibt, desto mehr hat man.

    Germaine Madame de Stael

  56. Was die Perle für die Muschel, das ist die Liebe für manches Frauenherz – sein einziger Schatz, aber auch seine einzige unheilbare Krankheit.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  57. Nicht in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein.

    Friedrich von Schiller

  58. Die Erde gehört sowohl denen, die nach uns kommen, wie auch uns.

    John Ruskin

  59. Das fremde Korn und die eigenen Kinder scheinen immer besser.

  60. Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren, weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen, die uns das Leben erleichtern.

    Julius Caesar