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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 11

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Das beste Einkommen ist Redlichkeit

  2. Wer will wohl und selig sterben, lass sein Gut den rechten Erben

  3. Viele Erben machen schmale Teile.

  4. Wer einen Heller erbt, muss einen Taler bezahlen.

  5. Du hast noch kein Erbe mit ihnen geteilt!

  6. Wenn nicht viel im Fass ist, kann man nicht viel daraus zapfen

  7. Man soll nicht feilschen, was man nicht kaufen will

  8. Gib nie das Fell, wo du mit der Wolle zahlen kannst

  9. Mit Haben, Gewinnen, Besitzen, Genießen schließt der Ideenkreis eine Kette um den Menschen, die ihn an Staub und Erde fesselt.

    Johann Georg Adam Forster

  10. Selig sind die Rücksichtslosen, denn sie werden das Erdreich besitzen.

    Peter Hille

  11. Die Liebe zum Profit beherrscht die ganze Welt.

    Aristophanes

  12. Wo ein schöner Fleck ist, da schmeißt der Teufel ein Kloster hin oder einen Edelmann

  13. Was die Frau erspart, ist so gut, als was der Mann erwirbt

  14. Wenn der Mann einlöffelt und die Frau ausscheffelt, muss die Wirtschaft zugrunde gehen

  15. Eine Frau kann mit dem Fingerhut mehr verschütten, als der Mann mit dem Eimer schöpfen kann

  16. Die Frau kann mit der Schürze mehr aus dem Hause tragen, als der Mann mit dem Erntewagen einfährt.

  17. Freiheit und eigener Herd sind großes Geldes wert

  18. Man muss mit fremden Sachen behutsamer umgehen als mit seinen eigenen

  19. Eine Kuh im Frieden ist besser als drei im Kriege

  20. Besser ein Ei im Frieden als ein Ochs im Kriege

  21. Fried und ein neugebautes Haus sind nimmer zu teuer

  22. Horoskope liest, wer nicht hat, was er braucht. Die Horoskope bringen's nicht.

    Else Pannek

  23. Ein Reicher ohne Freigebigkeit ist ein Baum, der weder Früchte noch Schatten gibt.

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  24. Jedermann beklagt sich über die äußerste Teurung und fährt doch fort, Geld auszugeben und den Luxus zu vermehren, über den er sich beschwert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  25. Mit Geld kann man einen guten Hund kaufen, aber es wird nicht das Wedeln des Schwanzes erworben.

    Joseph Billings

  26. Reich ist, wer viel hat. Reicher ist, wer wenig braucht. Am reichsten ist, wer viel geben kann.

    Gerhard Tersteegen

  27. Gerechtigkeit ist die Versicherung, die auf unserem Leben und auf dem Vermögen ruht. Gehorsam ist die Prämie, die wir dafür bezahlen.

    William Penn

  28. Den Geist? Als ob es Weiber gäbe, die ihn liebten. Schöne Gestalt gefällt ihnen und Reichtum.

    Ulrich von Hutten

  29. Gefragt, was auf Erden das Seltenste sei, antwortet einer: was allen gehört, der gemeine Verstand.

    Giacomo Leopardi

  30. Freunde haben. Es ist ein zweites Dasein. Jeder Freund ist gut und weise für den Freund, und unter ihnen geht alles gut ab.

    Baltasar Gracián y Morales

  31. Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Leute reich

  32. Es wird sehr oft vergessen, dass es weit schwerer ist, zu erhalten und zu verwalten, als zu erobern.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  33. Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum

  34. Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich

  35. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  36. Das köstlichste Gut, das ein vernünftiger Mensch besitzt, ist seine freie Zeit

    Carl Friedrich Paul Ernst

  37. Dem Vogel ein Nest, der Spinne ein Netz, dem Menschen - Freundschaft

    William Blake

  38. Reichtümer sind nicht das Ziel des Lebens, sondern ein Mittel zum Leben.

    Henry Ward Beecher

  39. Die Kunst, reich zu werden, ist im Grunde nichts anderes, als die Kunst, sich des Eigentums anderer Leute mit ihrem guten Willen zu bemächtigen.

    Christoph Martin Wieland

  40. Wenn das Leben vollendet ist, gehen wir mit leeren Händen fort.

  41. Keine zauberwirkende Rune ist wunderbarer als ein Buch. Bücher sind das auserlesene Besitztum der Menschen.

    Thomas Carlyle

  42. Vergiß nicht, Glück hängt nicht davon ab, wer du bist, oder was du hast, es hängt nur davon ab, was du denkst.

    Andrew Carnegie

  43. Das Wichtigste ist Charakter, wichtiger als Geld oder Besitz oder irgendwas sonst.

    John Pierpont Morgan

  44. Wer Glück will muss erwerben, was ihm kein Schicksalsschlag entreißen kann.

    Augustinus

  45. Man muss nicht erst sterben, um ins Paradies zu gelangen, solange man einen Garten hat.

  46. Freunde dich mit eines Mannes guten Eigenschaften, nicht mit seinem Vermögen an

  47. Ein Taler, der in deinem Beutel, wird dich vor anderen mehr erheben als zwanzig, die du ausgegeben.

    Barthold Heinrich Brockes

  48. Technik kann jeder Schafskopf haben, kann jeder lernen.

    Arnold Böcklin

  49. Wer Geld hat, ist ein Drache, wer keines hat, ein Wurm

  50. Ob Mann oder Frau: Immer werden Besitz und Person gemeinsam die ganze Persönlichkeit ausmachen. Werden sie aber getrennt, bleibt von beiden nichts.

    Gottfried von Strassburg

  51. Ein Grundirrtum der Eltern ist, dass sie die Kinder als ihr Eigentum, ihre Leib- und Seeleneigenen betrachten, von denen und an denen zu zehren ihr Recht ist.

    Hedwig Dohm

  52. Damit die Bürger wohlhabend werden, ist zweierlei nötig: Arbeit und Sparsamkeit.

    Thomas Hobbes

  53. Ein Ziel im Leben ist das einzige Vermögen, das sich zu erwerben lohnt.

    Robert Louis Stevenson

  54. Wenn du fragen musst, wieviel es kostet, kannst du es dir nicht leisten.

    John Pierpont Morgan

  55. Eine Insel ist nicht mehr wert als das Festland, wenn sie zu groß ist.

    David Herbert Lawrence

  56. Geld ist eine Art Instinkt. Geld machen ist eine Art Naturveranlagung im Menschen.

    David Herbert Lawrence

  57. Die Menschen streben nach Dingen, die sie nicht brauchen, und vernachlässigen ihre wahren Segnungen: das Geschenk ihrer Sinne, die wir mit Fug und Recht unser eigen nennen können.

    Mary Wortley Montagu

  58. Es ist die Natur des Reichtums, dass mit seinem Wachsen auch der Durst nach ihm, die Armut, wächst

    Francesco Petrarca

  59. Wer die See beherrscht, beherrscht den Handel dieser Welt; wer den Handel der Welt beherrscht, herrscht über die Reichtümer dieser Welt und damit über sie selbst

    Sir Walter Raleigh

  60. Das Wissen kommt und geht, die Weisheit bleibt.

    Alfred Lord Tennyson