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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 6

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.

  2. Einer hat's, der andere hat's gehabt, der Dritte hätte es gern.

  3. Was hinter uns liegt und was vor uns liegt, ist relativ unbedeutend, verglichen mit dem, was in uns liegt.

    Oliver Wendell Holmes

  4. Leute, die sich stets um ihre Gesundheit sorgen, sind wie Geizhälse die Schätze horten und nie den Geist aufbringen, sich daran zu erfreuen.

    Laurence Sterne

  5. Die Blumen des eigenen Gartens duften nicht so stark wie die wilden Blumen. Dafür halten sie länger.

  6. Wer von seinem Vater einen Hügel geerbt hat, sollte ihn erklimmen.

  7. Wenn du mit den Früchten deines Baumes Ball spielst, wird er im nächsten Jahr keine tragen.

  8. Geld schwor einen Eid, dass niemand es haben sollte, der es nicht liebte.

  9. Reich sind die, die wahre Freunde haben.

    Thomas Fuller

  10. Es gibt jene, die wenig besitzen und alles geben. Das sind diejenigen, die an das Leben und den Überfluss des Lebens glauben, und ihre Hilfsquellen versiegen nie.

    Khalil Gibran

  11. Vier eigene Wände machen einen Menschen frei.

  12. Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

  13. Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  14. Der Besitz der Wahrheit ist nicht schrecklich, sondern langweilig, wie jeder Besitz.

    Friedrich Nietzsche

  15. Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns wirklich gehört.

    Blaise Pascal

  16. Gott hat mir's gegeben, und der Teufel soll es mir nicht nehmen.

  17. Kinder hast du nicht, du bekommst sie nur für eine gewisse Zeit geborgt. Und diese Zeit kann sehr lang werden

    Pearl S. Buck

  18. Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.

    Jean Anouilh

  19. Zwei werden nicht satt: Wer Wissen und wer Reichtum sucht.

  20. Wer ein öffentliches Amt übernimmt, sollte sich als öffentliches Eigentum betrachten.

    Thomas Jefferson

  21. Wie wenig irdischen Besitz man auch hat, der Mensch soll doch nicht mit seinem Herzen an ihm hängen.

    Mechthild von Magdeburg

  22. Die Kunst gehört keinem Lande an, sie stammt vom Himmel

    Michelangelo

  23. Ein Bücherschatz ist wie ein geistiger Baum, der Bestand hat und seine köstlichen Früchte spendet von Jahr zu Jahr, von Geschlecht zu Geschlecht.

    Thomas Carlyle

  24. Der hat ein schweres Los, der mit einer silbernen Reisschale betteln muss

  25. Vielleicht wird der Himmel den Laien gehören, aber diese Welt gehört ganz bestimmt den Klerikern.

    George Moore

  26. Wer unaufhörlich gibt, wird unaufhörlich haben.

    Rudyard Kipling

  27. Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.

    Albert Schweitzer

  28. Schöner als der vollste Besitz ist die Erwartung des Glücks.

    Franz Emanuel August Geibel

  29. Der Großvater kauft, der Vater baut, der Sohn verkauft, der Enkel geht betteln.

  30. Erinnerung, Sehnsucht, Hoffnung sind die Begleiter der ersten Frühlingsboten, und Sehnsucht beglückt oft mehr als Besitz.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  31. Die kluge Frau wünscht sich immer ein bißchen mehr als ihr Mann ihr bieten kann, aber niemals so viel, dass er entmutigt wird.

    Sarah Bernhardt

  32. Hüte dich, alles, was du besitzest, als dein Eigentum zu betrachten!

    Benjamin Franklin

  33. Die Güter der Welt gleiten uns durch die Finger wie der Sand der Dünen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  34. Mit anderer Leut's Sach ist gut leben.

  35. Geld ist die beste Ware, sie gilt im Sommer und Winter.

  36. Wo Gold vorregnet, da regnet es Laster nach.

  37. Wer den Kreuzer nicht achtet, wird keinen Gulden wechseln.

  38. Der Mensch hat immer eine Heimat und wär es nur der Ort, wo er gestern war und heute nicht mehr ist. Entfernung macht Heimat, Verlust Besitz.

    Alexander von Villers

  39. Mit Geld kann man sogar Götter bestechen.

  40. Hüte dich vor dem, der nur ein Buch besitzt.

    Thomas von Aquin

  41. Das Leben ist ein ewiges Wechselspiel aus Nehmen und Behalten.

    Henry Ford

  42. Wer der Meinung ist, dass für Geld alles haben kann, gerät leicht in den Verdacht, dass er für Geld alles zu tun bereit ist.

    Benjamin Franklin

  43. Mit dem Reichtum fertig zu werden ist auch ein Problem.

    Ludwig Erhard

  44. Man ist kein Milliardär, wenn man seine Millionen noch zählen kann.

    René Descartes

  45. Geliehene Bücher wiedergeben, wird oft versäumt von Jungen und Alten. Denn leichter ist es,die Bücher selber, als was drin steht zu behalten.

    Otto Banck

  46. Das Recht hat die merkwürdige Eigenschaft, dass man es behalten kann, ohne es zu haben.

    Joseph Unger

  47. Besitz verlockt zur Sünde, und die Anhäufung von Reichtümern entsittlicht den Menschen; nur die einfache Arbeit gibt Glück und Zufriedenheit.

    Leo Tolstoi

  48. Wer Diener hat, hat unverhohlene Feinde.

  49. Doch wenn ich arm bin, habe ich nur meine Träume. Die Träume breite ich aus vor deinen Füßen. Tritt leicht darauf du trittst auf meine Träume.

    William Butler Yeats

  50. Wer Diebe fasst, soll auch die Beute fassen. Wer Ehebrecher fasst, soll immer beide fassen

  51. Wer den Palast des Sultans sieht, zerstört seine Hütte.

  52. Geld im Beutel kommt nie aus der Mode.

    Thomas Fuller

  53. Jede Liebe verzehnfacht jede Kraft… Dieses Besitzergreifen, zu zweien, einer neuen Wahrheit macht der Besitz doppelt sicher, den Begriff doppelt klar.

    Bertha Freifrau von Suttner

  54. Erfreue dich deines Besitzes, als stürbest du morgen. Aber verbrauch ihn mit Maß, als lebtest du lange.

    Lukian

  55. Man prahlt eben mit dem, was man hat, und je weniger man hat, desto mehr neigt man wohl zum Prahlen.

    John Steinbeck

  56. Es ist ganz einerlei, was man macht und was die Leute von einem denken, solange man Geld in der Tasche hat.

    John Knittel

  57. Freiheit geht über Silber und Gold

  58. Vermögen zu haben ist ein Stück Freiheit.

    Ludwig Erhard

  59. Gold ist eine Kostbarkeit. Jedem, der es besitzt, erfüllt es alle Wünsche dieser Welt und verhilft den Seelen ins Paradies

    Christopher Columbus

  60. Wenn einer Geld hat, darf er so dumm sein wie er will

    Ovid