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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 5

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Ich glaube, dass jedes Recht eine Verantwortung, jede Gelegenheit eine Aufgabe und jeder Besitz eine Verpflichtung auferlegt.

    John D. Rockefeller

  2. Alle lieben das Schöne, wenige leisten es sich

    Georges Clemenceau

  3. Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.

    Max Pallenberg

  4. Das Geld schließt die Hölle auf.

  5. Für Geld und gute Worte kann man alles haben.

  6. Gold ist Sold, dem ist man hold.

  7. Geld wird nicht gehenkt.

  8. Wenn Zeit Geld ist, dann lebt jeder über seine Verhältnisse.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  9. Wenn man durch Arbeit zu Reichtum gelangen könnte, gehörten die Mühlen den Eseln.

  10. Aus viel Beuteln ist gut Geld zählen.

  11. Wenn der Diener reich wird und der Herr arm, so taugen beide nichts.

  12. Wer sich verlässt aufs Erben, mag als ein Narr versterben

  13. Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber der Verdienst gebührt den Vorfahren.

    Plutarch

  14. Die Menschen haben keine Freunde, weil sie diese nicht in den Kaufhäusern kaufen können.

    Antoine de Saint-Exupéry

  15. Ehrgeiz ist Habsucht auf Stelzen und maskiert.

    Walter Savage Landor

  16. Geld bringt Gunst, aber nicht Kunst.

  17. Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist

    Mark Twain

  18. Gerechtigkeit entspringt dem Neide, denn ihr oberster Satz ist: Allen das gleiche.

    Walter Rathenau

  19. Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.

  20. Furcht und Habgier sind die Ursachen der Grausamkeit.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  21. Wer kein Geld hat, muss mit der Haut bezahlen.

  22. So nah sich Brüder sind, Besitz und Vorteil halten sie auseinander.

  23. Es gibt Dinge, die jeder leicht haben kann, er muß sich nur danach bücken

    Adalbert Stifter

  24. Was hilft das Geld in der Kiste, wenn der Teufel den Schlüssel dazu hat?

  25. Geh zu deines reichen Freundes Haus, wenn du gerufen bist! Zu des armen Freundes Haus geh ungerufen!

  26. Es ist nun einmal so, dass man immer dem glaubt, der Gutes verspricht. Daher kommt es auch, dass man den Ärzten so viel Vertrauen schenkt und dass man oft, indem man ihnen glaubt, die eigene Habe verl …

    Nicolaus Machiavelli

  27. Wer nichts verlangt, hat alles. Wer alles tut verlangen, der hat in Wahrheit noch nicht einen Stiel empfangen.

    Angelus Silesius

  28. Irgendeinen Gegenstand pflegt jeder Mensch zu haben, den er überschätzt und überschätzt sehen will.

    Adolph Freiherr von Knigge

  29. Miss deinen Besitz nach seinem Wert — und du bist arm. Miss ihn an dem, was er dir bedeutet — und du bist reich.

    Else Pannek

  30. Die Menschen gebrauchen im allgemeinen nur einen kleinen Teil der Macht, die sie besitzen.

    William James

  31. Muße ist der schönste Besitz von allen.

  32. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.

  33. Der Philosoph wie der Hausbesitzer hat immer Reparaturen.

    Wilhelm Busch

  34. Streben, seine Wünsche nach Besitz zu befriedigen, heißt Feuer mit Stroh löschen.

  35. Das höchste Gut ist die seelische Harmonie mit sich selbst

    Seneca

  36. Ohne Freunde möchte niemand leben, auch wenn er alle übrigen Güter besäße.

    Aristoteles

  37. Für beides danken: Für das, was wir haben, und für das, was wir nicht brauchen

  38. Ein Nachbar ist ein Mensch, der die geliehene Schneeschaufel zurückbringt, wenn er sich den Rasenmäher ausleiht

  39. Wahrheit ist unser kostbarster Besitz. Laßt uns sparsam mit ihr umgehen.

    Mark Twain

  40. Zart ist der Faden der Freundschaft, doch unzertrennlich wie jede Kette, die Himmel und Meer und die Gestirne umschlingt, aber auch dehnbar wie Gold, er windet in lieblichen Knoten selbst um die Freun …

    Novalis

  41. Es gibt Leute, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld

    Ludwig Börne

  42. Tu, was du kannst, mit dem, was du hast, wo immer du bist.

    Franklin D. Roosevelt

  43. Ein Tag Leben ist wertvoller als ein Berg Gold

  44. Nur wenige Muscheln haben Perlen

    Theodor Storm

  45. Nur wer Geist hat, sollte Besitz haben: sonst ist der Besitz gemeingefährlich.

    Friedrich Nietzsche

  46. Die Welt ist kein Machwerk, und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig

    Arthur Schopenhauer

  47. Eine Investition in Wissen bringt noch immer die besten Zinsen.

    Benjamin Franklin

  48. Die Mutter ein Hur, der Vater ein Dieb, hast du Geld, so bist du lieb.

  49. Die Sterne, die begehrt man nicht, man freut sich ihrer Pracht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  50. Geld vor - Recht nach.

  51. Und all das Geld und all das Gut gewährt zwar viele Sachen; Gesundheit, Schlaf und guten Mut kann's aber doch nicht machen.

    Matthias Claudius

  52. Für sich selbst genügt ein einziger treuer Freund, und es bedeutet viel, ihn zu besitzen. Um anderen gefällig zu sein, kann man nie genug Freunde haben.

    Jean de la Bruyère

  53. Der Geizige leidet Mangel an dem, was er hat, wie an dem, was er nicht hat.

    Publius Syrus

  54. Die Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man sie nicht einmal für Geld kaufen kann

  55. Liebe ist die größte Weisheit, und die größte Weisheit selbst im ernsten Sinn des Predigerbuches ist und bleibt Liebe. Liebe ist unser Königreich aus dem Paradiese; worüber wir mit Liebe herrsch …

    Johann Gottfried Herder

  56. Alle Männer sind so, sie schätzen gering, was sie besitzen, und kehren begierig zu dem zurück, was sie durch eigene Schuld verloren haben.

    Alfred de Musset

  57. Sobald das Geld im Kasten klingt, alsbald die Seel in Himmel springt.

  58. Zu dem, "was einer hat", rechnete ich Frau und Kinder nicht, da er von diesen vielmehr gehabt wird.

    Arthur Schopenhauer

  59. Mit einer Unze Gold kann man keine Unze Zeit kaufen.

    Ferruccio Busoni

  60. Auf Angst und Schweiß folgt Ruh und Preis.

    Abraham a Sancta Clara