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Sprüche über Angst

409 Sprüche — Seite 2

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. Schon immer beruhten die meisten menschlichen Handlungen auf Angst oder Sturheit

    Albert Einstein

  2. Viel Kälte ist unter den Menschen, weil sie nicht wagen, sich so herzlich zu geben, wie sie sind.

    Albert Schweitzer

  3. Es gibt keine Grenzen. Nicht für den Gedanken, nicht für die Gefühle. Die Angst setzt die Grenzen.

    Ingmar Bergman

  4. Die Übereifrigen im Vorpreschen sind auch schnell im Rückzug.

  5. Man soll immer das Beste hoffen, aber auf das Schlimmste gefasst sein.

  6. Jeder neue Tag hat zwei Griffe. Wir können ihn am Griff der Ängstlichkeit oder am Griff der Zuversicht halten.

    Henry Ward Beecher

  7. Wer vor sich selber flieht, wird immer eingeholt.

    Ernst Wiechert

  8. Es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen.

    Jean-Paul Sartre

  9. Ein Mensch, der leidet, bevor es nötig ist, leidet mehr als nötig ist.

    Seneca

  10. Wer die Wahrheit nicht fürchtet, braucht auch die Lüge nicht zu fürchten.

    Thomas Jefferson

  11. Wenn uns Gewohntes hold und lieb geworden, so ängstigt uns, so schmerzt uns fast das Neue.

    Rupert Johann Hammerling

  12. Die größte Gefahr im Leben ist, dass man zu vorsichtig wird.

    Alfred Adler

  13. Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung

    Franz von Sales

  14. Je mehr nun aber einem die Furcht in Ruhe lässt, desto mehr beunruhigen ihn die Wünsche, die Begierden und Ansprüche

    Arthur Schopenhauer

  15. Wie nahe Furcht und Mut zusammenwohnen, das weiss vielleicht am besten, wer sich dem Feind entgegenwirft.

    Christian Morgenstern

  16. Musst nicht widerstehn dem Schicksal, aber musst es auch nicht fliehen! Wirst du ihm entgegengehn, wird's dich freundlich nach sich ziehen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  17. Man flieht nicht, weil man Angst hat, sondern man hat Angst, weil man flieht.

    William James

  18. Extreme Idealisten sind immer Feiglinge. Sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.

    Jakob Bosshart

  19. Sorgen sind wie Gespenster: Wer sich nicht vor ihnen fürchtet, dem können sie nichts anhaben

  20. Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen

    Dietrich Bonhoeffer

  21. Den Tod fürchten die am wenigsten, deren Leben den meisten Wert hat.

    Immanuel Kant

  22. Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht.

  23. Fürchte das Alter, denn es kommt nicht allein.

  24. Hass ist die Rache des Feiglings dafür, dass er eingeschüchtert ist.

    George Bernard Shaw

  25. Wer die Einsamkeit fürchtet, sollte nicht heiraten.

    Anton Tschechow

  26. Gerechtigkeitsliebe ist bei den meisten Menschen nur die Angst, Ungerechtigkeit zu erleiden

    François de la Rochefoucauld

  27. Wer nichts riskiert, kann nicht einmal scheitern...

    Reinhold Messner

  28. Die Sterne fürchten sich nicht, wie Leuchtkäfer zu erscheinen.

    Rabindranath Tagore

  29. Tue das was du fürchtest, und das Ende der Furcht ist gewiss.

    Ralph Waldo Emerson

  30. Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne ständigen Antrieb bestehen; sie hört auf zu leben, sobald sie aufhört zu hoffen oder zu fürchten.

    François de la Rochefoucauld

  31. Jammere nicht über ein Unglück, das noch gar nicht eingetroffen ist.

  32. Wer das Leiden fürchtet, leidet bereits an dem, was er fürchtet

    Michel de Montaigne

  33. Man unternehme das Leichte, als wäre es schwer, damit das Selbstvertrauen uns nicht sorglos macht; und das Schwere, als wäre es leicht, damit die Zaghaftigkeit uns nicht mutlos macht.

    Baltasar Gracián y Morales

  34. Nichts auf der Welt wird so gefürchtet wie der Einfluß von Männern, die geistig unabhängig sind

    Albert Einstein

  35. Fürchte nicht die, die nicht mit dir übereinstimmen, sondern die, die nicht mit dir übereinstimmen und zu feige sind, es dir zu sagen.

    Napoleon

  36. Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind, sondern diejenigen, die anderer Meinung sind, aber zu feige, es zu sagen.

    Napoleon

  37. Laß dich nicht ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber.

    Theresia von Avila

  38. Wer Angst hat vor der Zukunft, hat in der Vergangenheit nicht richtig gelebt.

  39. Ein bißchen Furcht vor etwas Bestimmten ist gut... sie dämpft die viel größere Furcht vor etwas Unbestimmten

    Robert Musil

  40. Wer wünscht, dass man ihn fürchtet, erreicht nur, dass man ihn hasst.

    Charles-Louis de Montesquieu

  41. Denn wer begehrt, der fürchtet auch. Und wer in Furcht lebt, ist für mich nicht frei.

    Horaz

  42. Wer gar zu viel bedenkt, wird wenig leisten.

    Friedrich von Schiller

  43. Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhält und ernährt, ist die Furcht.

    Baruch de Spinoza

  44. Die Schrift hat Stellen genug, um alle Stände zu trösten und alle Stände zu erschrecken.

    Blaise Pascal

  45. Tapferkeit heißt, der einzige zu sein der weiß, dass man Angst hat.

    Franklin P. Jones

  46. Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren

    Bertolt Brecht

  47. Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.

    James Thurber

  48. Stehenbleiben, Warten, Nichtstun ist der schlimmste von allen Entschlüssen.

    August Graf von Werder

  49. Immer wenn Aristoteles eine gute Idee hatte, lies er einen Ochsen schlachten. Seitdem haben alle Ochsen Angst vor guten Ideen.

  50. Die Kunst des Bergsteigens ist es, die Grenzen zwischen Feigheit und Wahnsinn zu erkennen. Mit anderen Worten - den grösstmöglichen Schwierigkeiten mit grösstmöglicher Vorsicht zu begegnen.

    Reinhold Messner

  51. Viele wären Feiglinge, wenn sie ausreichend Mut hätten.

    Thomas Fuller

  52. Unglaublich dummes Zeug spricht dieser und jener, aus Furcht, ungebildet zu erscheinen!

    Otto Weiss

  53. Schüchternheit ist ein Fehler, den man nicht tadeln darf, wenn man ihn heilen will.

    François de la Rochefoucauld

  54. Angst erfasst des Diebes Gemüt, wenn er die Leute flüstern sieht.

    Bernhard Freidank

  55. Ein Mensch, der Angst hat, wird zum reißenden Tier.

    John Steinbeck

  56. Die Furcht schützt die Tempel besser als alle Mauern.

    Gustave Flaubert

  57. Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  58. Die Gefolterten sagen zu allem ja und weil sie dann nicht zu widerrufen wagen, müssen sie alles mit dem Tode besiegeln.

    Friedrich Spee von Langenfeld

  59. Versuche nie vor etwas die Flucht zu ergreifen. Ein Mensch, der die Flucht ergreift, ist ein Drückeberger. Und ein Drückeberger kommt nie von etwas los.

    John Steinbeck

  60. Die Angst vor einer Gefahr kann manchmal die größte der Gefahren sein.

    Niccolò Tommaseo