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Sprüche über Angst

409 Sprüche — Seite 3

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. Die sich lieben, die fürchten sich nicht.

    Theodor Fontane

  2. Versuche nie vor etwas die Flucht zu ergreifen. Ein Mensch, der die Flucht ergreift, ist ein Drückeberger. Und ein Drückeberger kommt nie von etwas los.

    John Steinbeck

  3. Ein Mensch, der Angst hat, wird zum reißenden Tier.

    John Steinbeck

  4. Die Furcht schützt die Tempel besser als alle Mauern.

    Gustave Flaubert

  5. Die Angst vor einer Gefahr kann manchmal die größte der Gefahren sein.

    Niccolò Tommaseo

  6. Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.

    James Thurber

  7. Kluge Leute sind selten mutig. Sie sind vorsichtig und maßvoll, also eigentlich feige. Wirklichen Mut haben nur die Narren.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  8. Viele wären Feiglinge, wenn sie ausreichend Mut hätten.

    Thomas Fuller

  9. Stehenbleiben, Warten, Nichtstun ist der schlimmste von allen Entschlüssen.

    August Graf von Werder

  10. Wer von den ungewissen Ereignissen der Zukunft nichts erhofft und nichts befürchtet, ist wahrhaft klug.

    Anatole France

  11. Macht korrumpiert nicht. Furcht korrumpiert, vielleicht die Furcht vor dem Machtverlust.

    John Steinbeck

  12. Zaghaftigkeit in der Ausführung macht tollkühne Unternehmungen zunichte.

    Marquis de Vauvenargues

  13. Meine Freunde, bittet Gott um Fröhlichkeit, seid fröhlich wie die Kinder, wie die Vögel des Himmels. Die Sünde der Menschen soll euch nicht bekümmern, fürchtet euch nicht, daß sie euch an der Vollendu …

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Was der Mensch auch gewinnt, er muss es teuer bezahlen, wär es auch nur mit der Furcht, ob er's nicht wieder verliert.

    Christian Friedrich Hebbel

  15. Wovor ich mich am meisten fürchte, ist die Furcht.

    Michel de Montaigne

  16. Faulheit ist die Furcht vor bevorstehender Arbeit

    Marcus Tullius Cicero

  17. Was uns gewöhnlich hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist nicht so sehr Misstrauen gegen sie als gegen uns.

    François de la Rochefoucauld

  18. Es fliehen nicht alle, die den Rücken kehren.

    Christoph Lehmann

  19. Jede Furcht rührt daher, dass wir etwas lieben.

    Thomas von Aquin

  20. Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  21. Fürchte dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte dich nur vor dem Stehenbleiben

  22. Domus tutissimum cuique refugium atque receptaculum. Das eigene Haus ist für jeden der sicherste Zufluchtsort.

  23. Fünf Vorsätze für den Tag: Ich will bei der Wahrheit bleiben. Ich will mich keiner Ungerechtigkeit beugen. Ich will frei sein von Furcht. Ich will keine Gewalt anwenden. Ich will in jedem zu …

    Mahatma Gandhi

  24. Wer wirklich gütig ist, kann nie unglücklich sein; wer wirklich weise ist, kann nie verwirrt werden; wer wirklich tapfer ist, fürchtet sich nie.

    Konfuzius

  25. Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst.

  26. Was Macht hat, mich zu verletzen, ist nicht halb so stark wie mein Gefühl, verletzt werden zu können.

    William Shakespeare

  27. Die Sehnsüchte der Menschen sind Pfeile aus Licht. Sie können Träume erkunden, das Land der Seele besuchen, Krankheit heilen, Angst verscheuchen und Sonnen erschaffen.

  28. Ich weiß wohl was ich fliehe, aber nicht was ich suche.

    Michel de Montaigne

  29. Wir müssen Deiche des Mutes bauen gegen die Flut der Furcht.

    Martin Luther King

  30. Kinder, junge Leute und Verrückte fürchten den Tod nicht. Es wäre doch eine Schande, wenn uns die Vernunft nicht dasselbe verschaffen könnte.

    Seneca

  31. Der Mensch kann keine neuen Meere entdecken, bevor er nicht den Mut hat, die Küste aus den Augen zu verlieren.

  32. "Den Schreck dieses Augenblicks werde ich nie vergessen", fuhr der König fort. "Du wirst ihn vergessen", sagte die Königin, "es sei denn, du errichtest ihm ein Denkmal".

    Lewis Carroll

  33. Ein großer Teil der Sorgen besteht aus unbegründeter Furcht.

    Jean-Paul Sartre

  34. Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks, alle Vergangenheiten vergessend, niederlassen kann, wer nicht auf einem Punkte wie eine Siegesgöttin ohne Schwindel und Furcht zu stehen vermag, der w …

    Friedrich Nietzsche

  35. Wer Hass allzu sehr fürchtet, versteht nicht zu herrschen.

    Seneca

  36. Nicht jene, die streiten, sind zu fürchten, sondern jene, die ausweichen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  37. Männer fürchten, dass ihnen die Feder, Frauen, dass ihnen die Moral entgleitet

  38. Nur Feigen, die sich selbst verlassen, legt die Verzweiflung Fesseln an.

    August Friedrich Langbein

  39. Nicht die Angst um die Dauer, sondern um den Sinn unseres individuellen Lebens führt zur Verzweiflung.

    Oswald Spengler

  40. Besser in Ehren sterben, als sich durch feige Flucht retten.

    Roald Amundsen

  41. Die Nacht ist wie ein großes Haus. Und mit der Angst der wunden Hände reißen sie Türen in die Wände - dann kommen Gänge ohne Ende, und nirgends ist ein Tor hinaus.

    Rainer Maria Rilke

  42. Es verrät Schwäche, bei kleinen Anlässen große Hebel in Bewegung zu setzen.

    Ernst von Feuchtersleben

  43. Furcht gibt es in der Liebe nicht. Die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht.

  44. Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel, so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine Verzagtheit.

    Albert Schweitzer

  45. Furcht vor der Gefahr ist schrecklicher als die Gefahr selbst.

  46. Ich verachte Leute, die Hunde halten. Das sind Feiglinge, die sich nicht trauen, die Leute selber zu beißen

    August Strindberg

  47. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  48. Die Angst ist ein Netz, das uns der Böse überwirft, damit wir uns verstricken und zu Fall kommen. Wer Angst hat, ist schon gefallen.

    Dietrich Bonhoeffer

  49. Wovon ich Angst habe ist eine verzweifelte Unglücksseligkeit, die wahnwitzige Unruhe, die Geld mit sich bringt, die falsche Herablassung, den Neid.

    John Steinbeck

  50. Wer neue Heilmittel scheut, muss alte Übel dulden.

    Francis Bacon

  51. Wer seine Bitte nur weiß zitternd vorzutragen, lehret den er bittet, seine Bitte abzuschlagen.

    Barthold Heinrich Brockes

  52. Beherzt ist nicht, wer keine Angst kennt, beherzt ist, wer die Angst kennt und sie überwindet.

    Khalil Gibran

  53. Liebe ist Glut, Hass ist Kälte. Sehnsucht und Angst sind Feuer und Eis. Die ganze Welt der Gefühle liegt dazwischen.

    Oswald Spengler

  54. Jeder Tag hat zwei Henkel. Wir können ihn entweder an dem der Zaghaftigkeit anpacken oder an dem der Zuversicht.

    Dwight "Ike" David Eisenhower

  55. Du meinst du bist am Ende, am Ende bist du nicht, du musst nur durch das Dunkel, danach wird's wieder licht

  56. Wenn man nur die Wahl hat zwischen Feigheit oder Gewalt, würde ich zur Gewalt raten

    Mahatma Gandhi

  57. Furcht, Sehnsucht, Hoffnung drängen uns in die Zukunft.

    Michel de Montaigne

  58. Dem Blöden fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die Glieder.

    Heraklit von Ephesos

  59. Niemand beging einen größeren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte.

    Edmund Burke

  60. Wer fürchtet, dass die Biene sticht, erntet auch den Honig nicht.