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Sprüche über Angst

409 Sprüche — Seite 5

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. Die Menschen, die stets auf Recht und Ordnung pochen, haben am meisten Angst vor dem Leben.

    Rainer Haak

  2. Verzweifelung macht einem Feigling Mut.

    Thomas Fuller

  3. Ein guter Amboss fürchtet keinen Hammer

  4. Gott ist ein Komödiant, der vor einem Publikum spielt, das zu ängstlich zum Lachen ist.

    Voltaire

  5. Das Geheimnis jeder Macht besteht darin, zu wissen, dass andere noch feiger sind als wir.

    Ludwig Börne

  6. Nicht der Tod, sondern das Sterben beunruhigt mich.

    Michel de Montaigne

  7. Wer jeden Schritt vorher lange überlegt, bringt sein ganzes Leben auf einem Bein zu.

  8. Schlimme Ereignisse sollten uns nicht verführen zu denken, es könne nicht noch viel schlimmer kommen.

    Christa Schyboll

  9. Nicht nur die Angst ist ansteckend, sondern auch die Ruhe und die Freude, mit der wir dem jeweils Auferlegten begegnen.

    Dietrich Bonhoeffer

  10. Ein jeder Wechsel schreckt den Glücklichen: Wo kein Gewinn zu hoffen, droht Verlust.

    Friedrich von Schiller

  11. Zu fürchten hat man allein jene Dinge, die Macht besitzen, Schaden zuzufügen; nicht alles übrige - es ist nicht furchtbar.

    Dante Alighieri

  12. Wahres Gold fürchtet das Feuer nicht.

  13. Nur die Weisheit ist es, welche die Traurigkeit aus dem Herzen vertreibt und die uns nicht vor Angst erstarren läßt. Unter ihrem Geleit läßt sich in Seelenfrieden leben.

    Marcus Tullius Cicero

  14. Dem armen Herzen bringt das kleinste Glück Beklemmung, wie dem Ameisenhaus ein Tautropf Überschwemmung.

    Friedrich Rückert

  15. In dieser Welt gibt's immer Gefahren für die, die sich fürchten

    George Bernard Shaw

  16. Wer kein Geld hat, hat auch keinen Mut. Er fürchtet, überall zurückgesetzt zu werden, glaubt, jede Demütigung ertragen zu müssen und zeigt sich allerorten in ungünstigem Licht.

    Adolph Freiherr von Knigge

  17. Es gehört Mut zu dem Bekenntnis, glücklich zu sein, die meisten sind nur aus Furcht bescheiden. Der alte Aberglaube an den Neid der Götter macht viele zu Heuchlern und Verleugnern ihres Frohsinns.

    Carl Ludwig Schleich

  18. Hab keine Angst, dass das Leben einmal zu Ende geht. Hab eher Angst, dass es nie richtig anfängt.

    John Henry Newman

  19. Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: geboren werden, leben und sterben. Aber er merkt nicht, wenn er geboren wird. Er leidet, wenn er stirbt. Und er vergisst zu leben.

    Jean de la Bruyère

  20. Wenn es zum Handeln kommt, dann seit ihr Männer feig, feig wie erschrockene Mäuse.

    John Knittel

  21. Wie oft durchkreuzt die Furcht vor den Lächerlichwerden unsere innersten, zartesten Gefühle.

    Wilhelm Raabe

  22. Die schwach an Mut sind, sind stark an Schläue

    William Blake

  23. Das sichere Gefühl geistiger Überlegenheit verliert sich bei einem Afrika-Urlaub in der Wüste sofort. Bei der Rückkehr in den Touristen-Bus stellt es sich allerdings genauso spontan wieder ein. …

    Karl-Heinz Karius

  24. Wer alle Bäume fürchtet, kommt durch keinen Wald.

  25. Furcht tut nichts Gutes. Darum muss man frei und mutig in allen Dingen sein und fest stehen.

    Martin Luther

  26. Ein Mensch, der in Gefahr an das Risiko denkt, hat die Schlacht schon halb verloren.

    John Knittel

  27. Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!

    Wilhelm Busch

  28. Am schwersten sind Mißgeschicke zu ertragen, zu denen es nie gekommen ist.

    James Russell Lowell

  29. Nach der Tag weiss der Gimpel Rat.

  30. Vor Menschen ein Adler, vor Gott ein Wurm, so stehst du fest im Lebenssturm. Nur wer sich fühlt vor Gott ganz klein, kann vor den Menschen mächtig sein.

    Ernst Moritz Arndt

  31. Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.

    William James

  32. Menschlich mache ich jede, künstlerisch gar keine Konzession; wer zu verlieren fürchtet, ist schon verloren.

    Gustav Mahler

  33. Ergebenheit ist in einem gewissen Grade mit Zuneigung verwandt, obschon sie, hauptsächlich aus Ehrfurcht bestehend, häufig mit Furcht verbunden ist.

    Charles Robert Darwin

  34. Ich bin Grenzgänger und begebe mich in Grenzsituationen, um meine Ängste, Zweifel und Hochgefühle zu erfahren.

    Reinhold Messner

  35. Ein Unglück kommt selten allein

  36. Wer eine Katze hat, braucht das Alleinsein nicht zu fürchten.

    Daniel Defoe

  37. Der Feige stirbt schon viele male vor seinem Tode.

    William Shakespeare

  38. Junggesellen sind die besten Freunde, die besten Herren, die besten Diener; aber nicht immer die besten Untertanen, denn sie sind gleich dabei, fortzulaufen, und fast alle Flüchtlinge gehören ihre …

    Francis Bacon

  39. Es hat nicht jeder Abgrund ein Geländer.

  40. Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.

    Theodor Heuss

  41. Als Soldat fürchte dich nicht vor dem Tod, als Bauer fürchte dich nicht vor dem Dung.

  42. Man kann nicht ohne Furcht sein, wenn man furchterregend aussieht.

    Epikur

  43. Die Liebe gleicht den epidemischen Krankheiten. Je mehr man sie fürchtet, desto eher wird man von ihr befallen.

    Nicolas Chamfort

  44. Nicht jede Wolke erzeugt ein Gewitter.

    William Shakespeare

  45. Vorsicht ist das, was wir bei anderen Feigheit nennen.

    Oscar Wilde

  46. Glück und Freude ein Leben lang; sei immer heiter und niemals bang!

  47. Rufe nicht Hase! er liege denn im Garne.

  48. Begoßne Hunde fürchten das Wasser.

  49. Auch wenn man den Kopf in den Sand steckt, bleibt der Hintern zu sehn

  50. Wer berufen ist, hat Angst, wenn seine Stunde schlägt; denn er weiß, welches Opfer sie von ihm verlangt: Das Opfer seiner Person um seiner Sache willen

    Hermann Bahr

  51. Der Gehorsam heuchelt Unterordnung, so wie die Angst vor der Polizei Anständigkeit heuchelt

    George Bernard Shaw

  52. Furcht macht verächtlich, und Verachtung ist gefahrvoller als Hass.

    Johann Jakob Engel

  53. Angst mahnt zur Vorsicht. Vorsichtige leben länger.

    Wilhelm Hasenclever

  54. Angst ist lebenswichtig, denn sie mahnt zur Vorsicht; Vorsicht aber ist ein Zeichen von Klugheit.

    Wilhelm Hasenclever

  55. Der, welcher Zweifel und Angst besiegt hat, hat auch den Fehlschlag besiegt.

    James Allen

  56. Meide Menschen, die mutlos und abhängig sind und mit ihrer ewigen Erwartung des Unglücks Unglück herbeiziehen.

    Prentice Mulford

  57. Gebrannte Kinder fürchten das Feuer oder vernarren sich darein.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  58. Fürchtet einer das Feuer, so riecht er allenthalben Rauch.

    Jeremias Gotthelf

  59. Wer nein sagen will, soll sich kein Ja abringen lassen

  60. In Ängsten findet manches statt, was sonst nicht stattgefunden hat.

    Wilhelm Busch