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Sprüche über Angst

409 Sprüche — Seite 4

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten.

    Mark Twain

  2. Dem Blöden fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die Glieder.

    Heraklit von Ephesos

  3. Niemand beging einen größeren Fehler als jener, der nichts tat, weil er nur wenig tun konnte.

    Edmund Burke

  4. Furcht, Sehnsucht, Hoffnung drängen uns in die Zukunft.

    Michel de Montaigne

  5. Mancher flieht die Menschen und merkt nicht, dass er vor sich selbst fliehen möchte.

    Peter Sirius

  6. Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen. Gib mir nicht, was ich mir wünsche, sondern, was ich brauche. Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte.

    Antoine de Saint-Exupéry

  7. Mancher will fliegen, ehe er Federn hat

  8. Dem Furchtbaren furchtlos begegnet, so schwindet es von selbst.

  9. Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.

    Victor-Marie Hugo

  10. Der Schuldige flieht, auch wenn er nicht verfolgt wird.

    Annette von Droste-Hülshoff

  11. Die Menschen fürchten den Tod, wie Kinder sich fürchten, im Dunkeln zu gehen

    Francis Bacon

  12. Fürchte nicht, daß der Körper, sondern, daß die Seele altert.

  13. Mancher droht, der selber zittert.

  14. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  15. In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.

    Ludwig Börne

  16. Furcht ist hohl im Mittelpunkt, und ringsherum ist nichts.

  17. Furcht und Habgier sind die Ursachen der Grausamkeit.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  18. Die Liebe ist ein Kind der Ewigkeit. Sie verwischt die Erinnerung an den Anfang und nimmt die Angst vor dem Ende.

    Germaine Madame de Stael

  19. Rechtzeitige und vorsorgliche Angst ist die Mutter der Sicherheit

    Edmund Burke

  20. Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.

    Konrad Adenauer

  21. Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott: Ich stärke dich, ja, ich helfe dir.

  22. Wer nicht täglich seine Furcht überwindet, hat die Lektion des Lebens nicht gelernt.

    Ralph Waldo Emerson

  23. Jeder Verbrecher sträubt sich, seine Verbrechen einzugestehen. So auch die Gesellschaft.

    Christian Friedrich Hebbel

  24. Die Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber ein guter Spion.

  25. Gib uns Frieden, Herr, an dem Tag, der keinen Abend kennt.

    Augustinus

  26. Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit.

    Jean-Jacques Rousseau

  27. Fürchte dich nicht vor der Dunkelheit, denn sie wäre nicht da, wenn das Licht nicht irgendwo anders helfen würde.

  28. Auf Angst und Schweiß folgt Ruh und Preis.

    Abraham a Sancta Clara

  29. Wo das Müssen beginnt, hört das Fürchten auf.

    Otto von Bismarck

  30. Spanne den Bogen, aber schieße den Pfeil nicht ab. Es ist besser, die Leute zu erschrecken, als sie zu treffen.

  31. Das höchste Glück des Menschen ist die Befreiung von der Furcht.

    Walter Rathenau

  32. Es gibt Gefahren, denen zu entfliehen nicht Feigheit ist, sondern höchster Mut, die Kraft, sich selbst zu besiegen.

    Berthold Auerbach

  33. Der unsichere Geist fürchtet, obwohl er zu wissen begehrt

    Seneca

  34. Wir dürfen unsere Fehler nicht verheimlichen, weil der Feind das ausnutzen könnte. Wer das fürchtet, ist kein Revolutionär.

    Wladimir Iljitsch Lenin

  35. Man soll nur dies fürchten, zuviel Furcht zu haben.

    Maria Ward

  36. Die Maus ist ein Tier, dessen Pfad mit in Ohnmacht fallenden Frauen übersät ist.

    Ambrose Bierce

  37. Für jede angenehme Erwartung gibt's mindestens drei unangenehme Möglichkeiten.

    Wilhelm Busch

  38. Angst kann die Hoffnung aussperren. Der Glaube kann die Tür wieder öffnen.

  39. Auf alle Fälle führt die Hoffnung weiter als die Furcht.

    Friedrich Georg Jünger

  40. Wenn das Schwein am fettesten ist, hat es den Metzger am meisten zu fürchten.

    Abraham a Sancta Clara

  41. Wer das Leben liebt und den Tod nicht scheut, geht fröhlich durch die sinkende Zeit.

    Theodor Körner

  42. Nichts ist erbärmlicher als die Resignation, die zu früh kommt.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  43. Die Furcht, als Feigling zu gelten, macht oft zum Feigling.

    Henry de Montherlant

  44. Den Narren erkennst Du an sechs Zeichen: Furcht ohne Grund, Rede ohne Nutzen, Wechsel ohne Fortschritt, Frage ohne Ziel, Vertrauen zu Fremden und Freundschaft mit seinem Feind.

  45. Wir haben vage Hoffnungen, aber klare Befürchtungen.

    Paul Valéry

  46. Klage nicht, dass dir im Leben ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, doch auch meist dich nicht betroffen.

    Friedrich Rückert

  47. Der Schiffbrüchige fürchtet auch die ruhigen Gewässer.

    Ovid

  48. Viele unserer Ängste sind nichts als Riegel vor den Türen zu den Gemächern des Märchenpalastes unserer Seele. Doch kein Riegel kann auf die Dauer unserem Verlangen widerstehen, unsere inneren Wund …

  49. Der Pessimist sieht in jeder Chance eine Bedrohung. Der Optimist in jeder Bedrohung eine Chance.

  50. Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen soll.

    Wilhelm Busch

  51. Nichts fürchtet ein dummer Mann mehr als eine gescheite Frau.

    Christian Johann Heinrich Heine

  52. Feigheit ist der wirksamste Schutz gegen die Versuchung

  53. Wer sich auf das Schlimmste gefaßt macht, überwindet die Angst davor und kann wieder klar denken.

    Andrew Carnegie

  54. Es gibt keinen Frieden für die Furchtsamen und Uneinigen.

    Charles John Huffam Dickens

  55. Glück und Glas - wie leicht bricht das

  56. Hunde die bellen, beißen nicht

  57. Die Angst vor der Langeweile ist die einzige Entschuldigung für die Arbeit.

    Jules Renard

  58. Wer auf den Zehen steht, steht nicht fest. Wer mit gespreizten Beinen geht, kommt nicht voran.

    Laotse

  59. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm. Furcht gibt es nicht in der Liebe, die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Wer sich fürchtet, ist in der Li …

  60. Man muss sich einer Gefahr nicht bewusst sein, um sich zu fürchten. Es sind die unbekannten Gefahren, die uns die größte Angst einflößen.

    Alexandre Dumas