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Sprüche über Angst

409 Sprüche — Seite 6

Kaum ein Gefühl greift tiefer in das Leben ein als die Angst. Sie warnt, lähmt, schützt und verzerrt zugleich den Blick, weil sie nicht nur vor wirklicher Gefahr entsteht, sondern ebenso aus Vorstellung, Verlust und Unsicherheit erwachsen kann. Deshalb ist dieses Thema so elementar und so menschlich.

Wer ihr begegnet, steht oft vor der Wahl zwischen Rückzug und innerem Wachsen. Die Sprüche zu diesem Thema geben der Angst eine klare Sprache und zeigen, dass Mut nicht ihre Abwesenheit bedeutet, sondern den Weg durch sie hindurch.

  1. Bescheidenheit kann schwerlich als Tugend bezeichnet werden. Sie ist mehr ein Gefühl als eine Neigung. Sie ist eine Art Furcht, dem üblen Ruf zu verfallen.

    Aristoteles

  2. Der Mutmensch kennt den Zorn, der Furchtmensch die Wut und den Ärger

    Walter Rathenau

  3. Lieber fünf Minuten feige, als ein Leben lang tot.

  4. Eigentlich müßte man sich fürchten, aus dem Haus zu treten.

    Franz Kafka

  5. Es liegt in diesem Vergänglichkeitsgedanken, der wohl jeden in der letzten Jahresstunde erfasst, etwas Ungeheueres, wovor unsere Seele erschrickt.

    Theodor Storm

  6. Lass dir Leben und Tod gleich wichtig sein, und dein Verstand wird ohne Angst sein.

    Laotse

  7. Wer in Gefahr ist, Pessimist zu werden, sollte eine Rose betrachten

    Edmond Rostand

  8. Keinem ist das Leben so süß wie dem, der jede Todesfurcht verloren hat

    Samuel Smiles

  9. Vor nichts muss sich das Alter mehr hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit hinzugeben.

    Marcus Tullius Cicero

  10. Es gibt viele Dinge, die aus der Ferne gesehen schrecklich, unerträglich, ungeheuerlich erscheinen. Nähert man sich ihnen, werden sie menschlich, erträglich, vertraut. Darum ist die Furcht größer a …

    Nicolaus Machiavelli

  11. Heutzutage hat jeder vor sich selbst Angst.

    Oscar Wilde

  12. Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

    Benjamin Franklin

  13. Er steht bei der Wahrheit wie der Has bei der Pauke.

  14. Willst du dass dir kein Leid geschieht vom bösen Volk, so sing ihr Lied und werde selbst zum Bösewicht, so hassen sie dich länger nicht.

    Gottfried von Strassburg

  15. Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper

    Maxim Gorki

  16. Wer über seine Leidenschaften, Begierden und Ängste herrscht, ist mehr als ein König

    John Milton

  17. Wenn man sich beim Leben allzusehr auf die Finger sieht, lebt man nicht mehr. Der Blick schafft sich dann das, was er sucht, und man wird zu dem, was zu sein man sich einredet.

    André Gide

  18. Dieses Leben ist grausam, ringsum Bomben und Brand. Wer den Kopf in den Sand steckt, wird am Hintern erkannt.

  19. Ein Feigling vergibt nie.

    Laurence Sterne

  20. Man darf niemals "zu spät" sagen. Auch in der Politik ist es nie zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang

    Konrad Adenauer

  21. Warum gleich lumpig einhergehn und es jedermann merken lassen, dass die Bilanzen ein Defizit aufweisen?

    Wilhelm Busch

  22. Er geht darüber hin wie der Hahn über die Kohlen.

  23. Sobald eine Frau ihrem Mann ein Kind schenkt, wächst ihre Fähigkeit, sich Sorgen zu machen: Sie hört mehr Einbrecher, sie riecht mehr Verbranntes, im Theater oder beim Tanz fragt sie nach, ob ihr …

    James Thurber

  24. Nur nicht zaghaft dem neuen Jahr entgegenstreben, wir müssen stets auf's Neue am Lebensteppich weben

  25. Wenn das Glück groß ist, muss man das Unglück fürchten.

  26. Wer Rosen brechen will, scheue die Dornen nicht.

  27. Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht.

    Michel de Montaigne

  28. Sei schlicht und wahr, blick der Gefahr frei ins Gesicht: fürchte dich nicht!

  29. Es gefällt ihm wie den Eulen das Tageslicht und die Dieben die Laternen.

  30. Wer einen Hasen im Busen trägt, der fliehe.

  31. Verzagter Hund bellt am meisten.

  32. Lamm, Lamm! ist des Wolfes Vesperglocke.

  33. Das Löwenmaul hat ein Hasenherz.

  34. Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.

  35. Die gezählten Schafe frißt der Wolf auch.

  36. Über Vergangenes mache dir keine Sorge, dem Kommenden wende dich zu.

  37. Einem Dieb ist immer ängstlich zumute.

  38. Wer ohne Beil los zieht, dem kann im Walde nicht wohl sein

    Gottfried Keller

  39. Wenn der Mensch in Angst und Not ist und in Furcht gejagt worden, so läuft er in Schrecken weiß nicht wohin, um Hilfe zu suchen. Das Tier, wenn es gejagt wird, springt ja auch ins Wasser und ersäuft, …

    Johann Heinrich Pestalozzi

  40. Es ist sonderbar, dass der Mensch sich nicht vor sich selbst fürchtet.

    Friedrich von Schlegel

  41. Was der Mensch fliehen will, das bringt er mit an den Ort, an den er flieht

    Carl Friedrich Paul Ernst

  42. Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns nur Zwergobst.

    Georg Christoph Lichtenberg

  43. Man darf nicht das Gras wachsen hören, sonst wird man taub.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  44. Manche Leute haben nichts weiter von ihrem Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.

    Antoine de Rivarol

  45. Ich hatte Angst, dich zu verlieren. Als ich mich traute, dir das zu sagen, hörtest du mir zu, und wir gewannen einander neu.

  46. Deserteure müsste man gleichzeitig wegen Feigheit erschießen und wegen Klugheit auszeichnen.

    Charles de Talleyrand

  47. Nur wer verzagend das Steuer loslässt, ist im Sturm verloren

    Franz Emanuel August Geibel

  48. Lass Argwohn, willst du nicht in Angst und Kummer schweben; denn Furcht und Argwohn sind ein steter Tod im Leben.

    Martin Opitz

  49. Es gibt Zärtlichkeiten, die ehrliche Menschen abweisend und vorsichtige ängstlich machen.

    Niccolò Tommaseo

  50. Der Tor hat Angst vorm Schicksal, der Weise trägt es.

    Publius Syrus

  51. Jeder glaubt gar leicht, was er fürchtet und was er wünscht.

    Jean de La Fontaine

  52. Die Leiden sind wie Gewitterwolken, in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns kaum grau.

    Jean Paul

  53. Frauen vermögen Angst besser zu verbergen wie Männer.

    John Steinbeck

  54. Nimm keinen Rat von deinen Ängsten

    George Smith Patton

  55. Angst und Schrecken bringen den Lahmen auf die Beine.

  56. Die Zukunft beunruhigt uns - die Vergangenheit hält uns fest. Deshalb entgeht uns die Gegenwart.

    Gustave Flaubert

  57. Ängste beeinflussen die Entwicklung. — Entfaltung geschieht im Freisein von Angst.

    Else Pannek

  58. Toleranz ist möglich — im Freisein von Angst.

    Else Pannek

  59. Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung.

    Otto Ludwig

  60. Die Liebe zu verlieren ist der einzige Verlust, den wir in diesem Leben fürchten müssen