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Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt

Spruchbild: Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt,  erhält und ernährt, ist die Furcht.

Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhält und ernährt, ist die Furcht.

Bedeutung

Spinoza erklärt Aberglauben aus Furcht. Angst bringt ihn hervor, erhält ihn und ernährt ihn: Die dreifache Bewegung zeigt, dass Furcht nicht nur ein Auslöser ist, sondern den Aberglauben dauerhaft mit Energie versorgt. Gemeint ist, dass Menschen in Unsicherheit nach Zeichen, Mächten oder Erklärungen greifen, die Kontrolle versprechen. Der Satz ist religionskritisch zugespitzt, aber vor allem eine Analyse von Angst und Bedürfnis nach Sicherheit in Krisen.

Verwendung

Passend für philosophische Texte, Religionskritik, Aufklärung, Psychologie oder Diskussionen über Angst und Irrationalität. Der Spruch eignet sich, wenn Aberglaube als Reaktion auf Unsicherheit erklärt werden soll. In religiösen Kontexten sollte klar sein, dass er Aberglauben, nicht jeden Glauben, adressiert.

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Über Baruch de Spinoza

Über den Autor

Philosoph · 1632 - 1677

Baruch de Spinoza (1632–1677) war ein niederländischer Philosoph, Sohn sephardischer Einwanderer aus Portugal, und gilt als einer der Begründer der modernen Bibel- und Religionskritik.

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Spinoza wurde am 24. November 1632 in Amsterdam geboren und wuchs mit Portugiesisch als Erstsprache auf. Als Vertreter des Rationalismus entwickelte er ein streng systematisches Weltbild, in dem Gott und Natur als ein und dasselbe begriffen werden. Er starb am 21. Februar 1677 in Den Haag, wo er als Linsenschleifer seinen Lebensunterhalt verdient hatte.

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Quadratisches Spruchbild: Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt,  erhält und ernährt, ist die Furcht.

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