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Wer das Leiden fürchtet

Spruchbild: Wer das Leiden fürchtet,  leidet bereits an dem, was er fürchtet

Wer das Leiden fürchtet, leidet bereits an dem, was er fürchtet

Bedeutung

Michel de Montaigne beschreibt die sich selbst verstaerkende Natur von Leidensangst: Wer das Leiden fuerchtet, empfindet die Furcht davor bereits als eine Form des Leidens. Die Vorwegnahme des Schmerzes ist selbst schmerzhaft und zehrt an Kraften und Lebensfreude. Das Zitat weist darauf hin, dass viele Leiden im Kopf beginnen - in der Imagination und Erwartung - und dort auch wirksam beendet werden koennten. So wird Angst selbst zur Belastung.

Verwendung

Passend fuer Texte ueber Angst, Resilienz und stoisches Umgehen mit Ungewissheit. Geeignet fuer psychologische Ratgeber oder Beitrage ueber den Umgang mit Zukunftssorgen und Erwartungsangst. Spricht Menschen an, die unter chronischer Angst leiden und verstehen moechten, wie das gedankliche Vorwegnehmen von Schmerz diesen bereits konkret erzeugt.

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Über Michel de Montaigne

Über den Autor

Philosoph · Französisch · 1533 - 1592

Michel de Montaigne (1533–1592) war französischer Jurist, Skeptiker und Humanist – vor allem aber Begründer der Essayistik als eigenständige Literaturgattung.

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Als dem katholischen Glauben verbundener Politiker bewegte er sich im Umfeld der französischen Monarchie in der Spätrenaissance und der beginnenden Gegenreformation. Seine auf Schloss Montaigne im Périgord verfassten „Essais" gelten als Geburtsstunde einer bis heute lebendigen Schreibform, die das eigene Denken und Erleben in den Mittelpunkt stellt.

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