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Nichts verhindert den rechten Genuss so wie der Überfluss

Spruchbild: Nichts verhindert den rechten Genuss so wie der Überfluss.

Nichts verhindert den rechten Genuss so wie der Überfluss.

Bedeutung

Montaigne beschreibt eine Paradoxie des Überflus: Was rar ist, macht Freude – man nimmt es bewusst wahr, genießt es. Was im Überfluss vorhanden ist, verliert seinen Reiz: Man schätzt es nicht mehr, konsumiert es mechanisch, ohne echten Genuss. Das ist eine Warnung: Mehr haben bedeutet oft weniger genießen. Der Satz gewinnt Profil, weil er eine klare innere Bewegung beschreibt: weg von bloßer Behauptung, hin zu einer Haltung, die im Alltag geprüft werden kann. Dadurch bleibt die Aussage greifbar und nicht nur allgemein klug.

Verwendung

Als Reflexion über Konsum und Genuss. Passend in Gesprächen über Luxus und Bescheidenheit, als Argument für bewussten Konsum statt Überfluss oder als Einladung, seltener und dafür bewusster zu genießen. Passend ist er für persönliche Nachrichten, kurze Reden oder Reflexionen, wenn der Anlass die Aussage wirklich trägt. Ein konkreter Bezug macht den Spruch wärmer und weniger austauschbar.

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Über Michel de Montaigne

Über den Autor

Philosoph · Französisch · 1533 - 1592

Michel de Montaigne (1533–1592) war französischer Jurist, Skeptiker und Humanist – vor allem aber Begründer der Essayistik als eigenständige Literaturgattung.

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Als dem katholischen Glauben verbundener Politiker bewegte er sich im Umfeld der französischen Monarchie in der Spätrenaissance und der beginnenden Gegenreformation. Seine auf Schloss Montaigne im Périgord verfassten „Essais" gelten als Geburtsstunde einer bis heute lebendigen Schreibform, die das eigene Denken und Erleben in den Mittelpunkt stellt.

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Quadratisches Spruchbild: Nichts verhindert den rechten Genuss so wie der Überfluss.

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