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November Sprüche

1057 Sprüche — Seite 24

  1. Wer eine neue wissenschaftliche Wahrheit entdeckt, musste vorher fast alles, was er getan hatte, zerstören.

    José Ortega y Gasset

  2. Lass uns heute Träume pflücken von dem Lebensbaum. Morgen ist es vielleicht zu spät, und alles bleibt ein Traum.

  3. Ein Tontopf wird früher oder später brechen, ein Feldherr früher oder später fallen.

  4. Viele Werke der Alten sind Fragmente geworden. Viele Werke der Neueren sind es gleich bei der Entstehung.

    Friedrich von Schlegel

  5. Rosen pflücke, Rosen blühn Morgen ist nicht heut! Keine Stunde laß entfliehen, Flüchtig ist die Zeit!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  6. Was wäre das Leben ohne Hoffnung? Ein Funke, der aus Kohle springt und verlischt.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  7. Schönheit ist Gesetzmäßigkeit. Schönheit erscheint, solange die Gesetzmäßigkeit empfunden wird. Sie schwindet, wenn unsere Sinne die Gesetzmäßigkeit nicht mehr erkennen.

    Walter Rathenau

  8. Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen.

    Friedrich von Schiller

  9. Das Leben besteht nicht aus siebzig Jahren, sondern die siebzig Jahre bestehen aus einem fortwehenden Leben, und man hat allemal gelebt und genug gelebt, man sterbe, wann man will.

    Jean Paul

  10. Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.

    Friedrich Rückert

  11. Alles, was in der Welt verdorben worden ist, das ist aus guten Gründen verdorben worden.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  12. Gebraucht die Zeit, sie geht so schnell von hinnen, doch Ordnung lehrt euch Zeit gewinnen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Ein jeder Tag bricht dir was ab von deiner Schönheit bis ins Grab.

    H. J. Christoph von Grimmelshausen

  14. Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein anderer Tag.

    Theodor Fontane

  15. Sobald die Demokratie das, was sie sucht, die Gleichheit, erreicht hat, so gibt sie wohlfreien Preises die Freiheit auf

    Francois René de Chateaubriand

  16. Tadel ist dem Künstler weit nützlicher als Lob: wer vom Tadel zu Grunde geht, war dieses Unterganges wert. Nur wen er fördert, hat die wahre innere Existenzberechtigung.

    Richard Wagner

  17. Das Glück ist kein Geschenk- nur ein Darlehen.

    Theodor Fontane

  18. Ein jeder Kelch verschäumt, das Schönste welkt, und nichts auf Erden währt.

    Rupert Johann Hammerling

  19. Helden leben gern. Sie wissen wie kostbar und verletzlich Leben ist, haben Herz und Rückgrat es zu schützen.

    Else Pannek

  20. Republiken enden durch Luxus, Monarchien durch Armut

    Charles-Louis de Montesquieu

  21. Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen

    Theodor Körner

  22. Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht und Undank wird!

    Sophokles

  23. Wehe, die Welt ist alt, und der Abend für die menschlichen Dinge ist gekommen; und wer jetzt geboren wird, erhält Vernunft und Bewegung zu spät.

    Giacomo Leopardi

  24. Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage.

    Hans Christian Andersen

  25. Man glaub gewöhnlich, es gibt keine Steigerungsform von tot. Diese gibt es aber doch: ausgestorben

    Martin Kessel

  26. Wie schnell alle Sterne verschwinden, sobald sich die Sonne erhebt.

    Friedrich von Bodenstedt

  27. Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit

    Anatole France

  28. Wir sind das, was dann übrig bleibt, wenn das Vergängliche von uns genommen ist.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  29. Das Leben ist wie ein geschicktes Zahnausziehen. Man denkt immer, das Eigentliche sollte erst kommen, bis man plötzlich sieht, das alles vorbei ist

    Otto von Bismarck

  30. Auch Quellen und Brunnen versiegen, wenn man zu oft aus ihnen schöpft

    Demosthenes

  31. Liebe verhungert nicht, aber sie stirbt oft an Verdauungsstörung.

    Anne Lenclos

  32. Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss zu springen. Auch wenn wir in dieselben Flüsse steigen, fließt immer anderes Wasser herbei

    Heraklit von Ephesos

  33. Das Geschwätz zweier Menschen kann Häuser zum Einsturz bringen.

  34. Karriere ist ein Pferd, das ohne Reiter vor dem Tor der Ewigkeit anlangt.

    Thomas Hobbes

  35. Selbst ein dickes Seil fängt an einem Faden zu faulen an

  36. Vor der Ewigkeit ist alles nichtig.

    Michail Bakunin

  37. Wer die Zeit verklagen will, dass so zeitig sie verraucht, der verklage sich nur selbst, dass er sie nicht zeitig braucht

    Friedrich von Logau

  38. Wie kurz ist das Leben. Und warum wollen wir es mit unseren Beängstigungen noch mehr verkürzen?

    Ludwig Tieck

  39. Einer schlechten Sache müssen ihre Gegner nur unbegrenzten Spielraum lassen, sich selbst zugrunde zu richten.

    Richard Rothe

  40. Die Lust der Zerstörung ist gleichzeitig eine schaffende Lust.

    Michail Bakunin