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Sprüche über Verlust

451 Sprüche — Seite 2

Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.

Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.

  1. Wenn ein Künstler seine herrlichen Gaben versäuft und verludert, nennt man's geniales Leben, der Schreiner, der seinen Hobel vertrinkt, ist dagegen ein Lump.

    Emil Gött

  2. Glanz und Ehren mit Hochmut gepaart, ziehen sich selbst ins Verderben.

    Laotse

  3. Was die Ebbe nimmt, bringt die Flut wieder.

  4. Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.

    Honoré de Balzac

  5. Wer Tiere quält ist unbeseelt, weil Gottes guter Geist ihm fehlt

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Was Du erlebt, kann Dir kein Gott mehr rauben.

    Rupert Johann Hammerling

  7. Beten ohne Andacht heisst dem Teufel ein Opfer gebracht.

  8. Mach keine schlechten Gewinne, sie sind so schlimm wie Verluste.

    Hesiod

  9. Gebet ohne Innigkeit ist verlorene Arbeit.

  10. Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das kostbarste stehlen: die Zeit.

    Napoleon

  11. Wer besitzt, der lerne verlieren, wer im Glück ist, lerne Schmerz.

    Friedrich von Schiller

  12. Das Leben hat nur einen wirklichen Charme: Das Spiel. Aber wenn es einem gleichgültig ist, zu verlieren oder zu gewinnen?

    Charles Baudelaire

  13. Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.

    Otto von Bismarck

  14. Ein gutes Leben hat nur selten einen Menschen ruiniert. Was den Menschen ruiniert, glaubt mir, sind die dummen Geschäfte.

    Carl Fürstenberg

  15. Geduld ist die Stütze der Schwäche, Ungeduld der Ruin der Stärke.

    Charles Caleb Colton

  16. Eines Arbeiters Lohn kommt zur Tür herein und verschwindet im Kamin.

  17. Man trägt oft am schwersten an dem, was man weggeworfen hat.

    Peter Sirius

  18. Respekt und Achtung verlieren sich am schnellsten in der Wut.

    Julian Scharnau

  19. Man sollte keine Zeit dafür verlieren, über vergangene Fehler nachzubrüten, sondern aus den Fehlern lernen und vorwärts gehen.

  20. Gewinn anderer wird fast wie Verlust empfunden

    Wilhelm Busch

  21. Verlieren kann die Ehre nur, wer keine hat.

    Publius Syrus

  22. Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen.

    William Shakespeare

  23. Ein alter und erfahrener Lotse verliert sein Schiff durch zu große Selbstsicherheit. Ein junger Lotse verliert es aus Unkenntnis und Mangel an Erfahrung.

    Daniel Defoe

  24. Die Liebe kann, wie das Feuer, nicht ohne ständigen Antrieb bestehen; sie hört auf zu leben, sobald sie aufhört zu hoffen oder zu fürchten.

    François de la Rochefoucauld

  25. Wahre Liebe beginnt erst nach dem Verlust sämtlicher Illusionen und zaubert doch neue hervor.

    Martin Kessel

  26. Das Geld wird abgeschafft. Ich kenn´ schon einen, der nichts mehr hat.

    Karl Marx

  27. Wer gewinnen kann, ist Sieger über andere. Wer verlieren kann, ist Sieger über sich selbst.

    Rainer Haak

  28. Der größte Verlust für das Leben ist das Hinausschieben.

    Seneca

  29. Wollt ihr die Unterschiede vernichten, hütet euch, daß ihr nicht das Leben tötet.

    Leopold von Ranke

  30. Ein Freund ist schwer zu finden und leicht zu verlieren.

  31. Der Egoismus stellt sich als bester Freund vor und verscheucht dir alle Freunde.

    Eleonore van der Straten-Sternberg

  32. Übel gewonnen - übel zerronnen.

  33. Der Appetit kommt beim Essen; der Durst schwindet beim Trinken.

    Francois Rabelais

  34. Wenn die Gemeinheit Genie hat und der Anstand Talent, ist der Anstand verloren.

    Emil Gött

  35. Manches Vergnügen besteht darin, dass man mit Vergnügen darauf verzichtet.

    Peter Rosegger

  36. Auf das Schöne, das keine Freude bringt, verzichte ich gern und verachte auch seine törichten Anbeter.

    Epikur

  37. Die Gesundheit ist wie das Salz: Man bemerkt nur, wenn es fehlt.

  38. Zerstören geht schnell, aber das Bauen langsam.

  39. Was die Schelme nicht stehlen, das verderben die Narren.

    Annette von Droste-Hülshoff

  40. Während der Tiger nicht aufhören kann, Tiger zu sein, sich nicht enttigern kann, lebt der Mensch in ständiger Gefahr, sich zu entmenschlichen.

    José Ortega y Gasset

  41. Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.

    Platon

  42. Männer und Frauen, die zu viel geliebt worden sind, verlieren oft die Fähigkeit, selber zu lieben.

    Otto von Leixner

  43. Auch eine nur leicht inflationäre Entwicklung ist so etwas wie eine entschädigungslose Enteignung zugunsten der Öffentlichen Hand

    Ludwig Erhard

  44. Ein guter Name geht in Augenblicken verloren; ein schlechter wird in Jahren nicht zu einem guten.

    Jeremias Gotthelf

  45. Das Erste, was im Krieg auf der Strecke bleibt, ist die Wahrheit.

    Samuel Johnson

  46. Es gleicht, wer jedem zu raten, statt einem zu helfen, wählt, einer tüchtig sausenden Mühle, der es an Steinen fehlt.

    Christian Friedrich Hebbel

  47. Das Vermögen, das du benutzt, geht zu Ende. Wissen, wenn du es benutzt, vermehrt sich.

  48. Was der Mensch auch gewinnt, er muss es teuer bezahlen, wär es auch nur mit der Furcht, ob er's nicht wieder verliert.

    Christian Friedrich Hebbel

  49. Wahrheit und wahrhaftiger Frieden bleiben auf der Strecke, niemand nimmt diese Werte mehr ernst.

    Dalai Lama

  50. Wehe der Liebe, die an den Blicken der Menschen stirbt.

    Frank Wedekind

  51. Wenn man seine Gesundheit durch ein zügelloses Leben verdorben hat, will man sie durch Arzneimittel wiederherstellen.

    Jean-Jacques Rousseau

  52. Man läuft Gefahr zu verlieren, wenn man zuviel gewinnen möchte.

    Jean de La Fontaine

  53. Kraft erschöpft sich — du spürst es, wenn du sie verbraucht.

    Else Pannek

  54. Manche Menschen gehen mit dem Geld um, als müsste es vernichtet werden.

    Else Pannek

  55. Der, der angreift, verliert.

  56. Man ist nie so sehr bei sich, als wenn man sich verliert.

    Robert Musil

  57. Wenn der Sünder seine Ehre verliert, so schleudert er ihr in seiner Verzweiflung nur zu oft die ganzen Überreste seiner Tugend nach.

    Thomas Babington Macaulay

  58. Nicht einmal ein Narr verkauft mit Verlust, um den Leuten zu gefallen.

  59. Wer irdisch' Glück zu hoch geschätzt, wird beim Verlust sehr tief verletzt.

    Heinrich Martin

  60. Wer sich weigert, eine einmalige Gelegenheit wahrzunehmen, verliert den Preis so sicher als ob er gescheitert wäre

    William James