Sprüche über Verlust
451 Sprüche — Seite 6
Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.
Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.
Wer seine Schuld bezahlt, verringert sein Gut nicht.
— Christoph Lehmann
Eine Nacht der Anarchie verursacht mehr Schaden als 100 Jahre von Tyrannei.
Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.
Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.
— Peter Sirius
Nichts von dem, was wir an Erfahrung, gewonnen haben, wird jemals verloren gehen.
— William Ellery Channing
Könnten wir alles mit eigener Kraft, wie bald wär Gott aus dem Himmel geschafft
— Wilhelm Müller
Der Spott endet, wo das Verständnis beginnt
— Marie von Ebner-Eschenbach
Wenn ein Mann seinen Kopf verliert, wird er von einer Frau wiedergefunden
Bewahre die Liebe in Deinem Herzen. Ohne sie ist das Leben wie ein Garten ohne Sonne, aus dem die Blumen verschwunden sind.
— Oscar Wilde
Der Besitz wird durch das Besitzen meistens geringer.
— Friedrich Nietzsche
So schnell du dein Baby an die Flasche gewöhnst, so schnell wird dieses Kind dich verlassen.
Wenn ich aufhören werde, mich zu entrüsten, werde ich zu altern begonnen haben.
— André Gide
Wir haben das Leben nicht verloren. Es wohnt vor uns im Gotteslicht.
Und als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sich ihre Anstrengungen.
— Mark Twain
Ein Schiff, auf dem sich zwei Kapitäne befinden, geht unter.
Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.
— Jean Paul
Die Übertreibung ist eine Wahrheit, welche die Ruhe verloren hat.
— Khalil Gibran
Die Ehe ist ein Vertrag, bei dem der Mann auf die Hälfte seiner Lebensmittel verzichtet, damit man ihm die andere Hälfte kocht;
— Franklin P. Jones
Es mangelt nie Gelegenheit, was Gutes zu verrichten; es mangelt nie Gelegenheit, was Gutes zu vernichten.
— Friedrich von Logau
Viel haben ist nicht reich. Der ist ein reicher Mann, der alles was er hat, ohn' Leid verlieren kann.
— Angelus Silesius
Ich hab es immer gar kläglich gefunden, wenn man Leut von ihrer Heimat ausgetrieben hat, man nimmt ihnen ein gut Stück Leben weg und läßt ihnen ein unklar Träumen…
— Ludwig Anzengruber
Was du verlieren kannst, hat keinen Wert.
— Emil Gött
Man hört immer von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Aber es gibt auch viele, die vor lauter Verstand die Liebe verloren haben.
— Jean Paul
Ein Miteinander zweier Menschen ist eine Unmöglichkeit und, wo es doch vorhanden scheint, eine Beschränkung, eine gegenseitige Übereinkunft, welche einen Teil oder beide Teile ihrer vollsten Fre …
— Rainer Maria Rilke
Mögen Sünden und Verlust im Laufe diesen Tages von mir fern gehalten werden.
Vom zu vielen Schlafen hat die Schlange ihre Füße verloren.
Jeder Feind hat eine Schwachstelle! Wenn man diese erkennt, kann man diesen auch vernichten!
Wenn die Schafe blöken, fällt ihnen das Futter aus dem Maule.
Seit die Vergangenheit aufgehört hat, ihr Licht auf die Zukunft zu werfen, irrt der menschliche Geist in der Finsternis.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Der Staat kann uns nichts geben, ohne uns anderer Dinge zu berauben
— Christian Johann Heinrich Heine
Kein Geld ist vorteilhafter angelegt als das, um das wir uns haben prellen lassen. Denn wir haben dafür Erfahrung eingehandelt.
— Arthur Schopenhauer
Wer Freiheit zugunsten von Sicherheit aufgibt, hat keines von beiden verdient.
— Benjamin Franklin
Geld ist rund und bleibt nicht liegen, aber Bildung bleibt.
— Christian Johann Heinrich Heine
Geld verloren, nichts verloren. Vertrauen verloren, alles verloren
— Robert Bosch
Gibst du viel im kleinen aus, kommst du bald um Hof und Haus.
Wer lange im Bett bleibt, verschläft den Verstand.
An andrer Leute Kindern und fremden Hunden hat man das Brot verloren.
Wer den Aal hält bei dem Schwanz, dem bleibt er weder halb noch ganz.
Wo sich der Esel wälzt, da muss er Haare lassen.
Es ist ihm so leid, als wenn dem Esel der Sack entfällt.
Ich will den Gaul gewinnen oder den Sattel verlieren.
Viele kriegen um das Ei und lassen die Henne fliegen.
Hat der Teufel den Hund geholt, so hol' er auch den Strick.
Man jagt die Katze zu spät vom Speck, wenn er gefressen ist.
Was hilft's, dass die Kuh viel Milch gibt,wenn sie den Kübel umstößt?
Wenn die Kuh den Schwanz verloren hat, merkt sie erst, wozu er gut gewesen ist,
Wenn die Kuh gestohlen ist, sperrt man den Stall.
Was einem nicht soll werden, ist das Liebste auf Erden.
Fremdes Pferd und eigene Sporen haben bald den Wind verloren.
Es war ein gut Roß, da wir's hatten.
An kurzen Rossen und langen Stieren ist nichts zu verlieren.
Ein schlechter Handel, wo niemand gewinnt!
Eine schlimme Kaufmannschaft, wo niemand gewinnt.
Wenn der Mühlgraben trocken steht, ist auch der Mehlkasten leer.
Sind die Hasen erlegt, schlachtet man die Hunde.
Je mehr sich Glück auf Glück häuft, desto mehr Gefahren laufen sie, auszugleiten und alle miteinander niederzustürzen.
— Baltasar Gracián y Morales
Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.
— Friedrich von Schlegel
Manche Leute verstehen unter einem stillen Teilhaber einen Mann, der keinen Krach schlägt, wenn er Geld verliert.
— Henry Ford
Köpfe, die nur den Nutzen und das Brauchbare bedenken, vernutzen und verbrauchen die Welt.
— Friedrich Georg Jünger
Ist das Leben unglücklich, so ist es mühselig zu ertragen, ist es glücklich, so ist es furchtbar, es zu verlieren. Beides kommt aufs gleiche heraus.
— Jean de la Bruyère