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Sprüche über Verlust

451 Sprüche — Seite 7

Nichts macht die Endlichkeit des Lebens so spürbar wie der Verlust. Ob ein Mensch, eine Gewissheit, eine Heimat oder eine Hoffnung schwindet, immer bleibt eine Lücke zurück, die nicht einfach mit Worten geschlossen werden kann. Darum gehört dieses Thema zu den schwersten und zugleich wahrhaftigsten Erfahrungen des Menschseins.

Seine Tiefe liegt darin, dass Verlust nicht nur nimmt, sondern auch den Blick auf das Kostbare schärft. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Leere und Erinnerung und geben jenem Schmerz Ausdruck, der noch lange nach dem Ereignis weiterwirkt.

  1. Der Geizige verbrennt seine Fingernägel, um Leuchtöl zu sparen.

  2. Schönheit ist wie eine Leibrente; wenn die Schönheit stirbt, so hört die Zahlung auf, und sie stirbt immer jung

    August von Kotzebue

  3. Eine vollkommene Ordnung wäre der Ruin allen Fortschritts und Vergnügens.

    Robert Musil

  4. Wenn Du ein Kind verlierst, erleidest Du viele Verluste: Du verlierst ein Stück von Dir, Du verlierst eine Illusion, Deinen Lebenssinn und Deine Lebensvorhersehbarkeit. Die Ordnung Deines Universum …

  5. Wer eine neue wissenschaftliche Wahrheit entdeckt, musste vorher fast alles, was er getan hatte, zerstören.

    José Ortega y Gasset

  6. Manche Leute haben nichts weiter von ihrem Vermögen, als die Furcht es zu verlieren.

    Antoine de Rivarol

  7. Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.

    Friedrich Rückert

  8. Ich hatte Angst, dich zu verlieren. Als ich mich traute, dir das zu sagen, hörtest du mir zu, und wir gewannen einander neu.

  9. Ein Bauer ohne Land ist wie ein Literat ohne Bücher

  10. Tee, Kaffee und Leckerli bringen den Bürger ums Äckerli.

  11. Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.

  12. Wo eine Frau am Ort, da ist die Ruhe fort.

  13. Ohne Gelegenheit ist die Hand des Starken in Fesseln; nützet dem Löwen die Kraft, dem man die Klaue geraubt?

    Johann Gottfried Herder

  14. In deiner Zelle erlangst du wieder, was du draußen häufig verlierst

    Thomas à Kempis

  15. Deine Freunde sind jung, es wird dir mit ihnen ergehen, wie mit den Früchten dem Baum: Reifen sie, fallen sie ab!

    Christian Friedrich Hebbel

  16. Eine einzige offenkundige Lüge des Lehrers gegen seinen Zögling kann den ganzen Ertrag der Erziehung zunichte machen.

    Jean-Jacques Rousseau

  17. Wer sich beständig ausschlussweise mit den Büchern beschäftigt, ist für das praktische Leben schon halb verloren.

    Johann Gottfried Seume

  18. Nur die Künstler verderben die Kunst.

    Franz Grillparzer

  19. Eine Fähigkeit, die nicht täglich zunimmt, geht täglich ein Stück zurück.

  20. Wie viel geht nicht vielen auf so langem Weg verloren: Gesundheit, Kräfte, selbst die Neigung und die Fähigkeit, Einfaches zu genießen.

    Alexander von Villers

  21. Alles auf einmal tun zu wollen zerstört alles auf einmal.

    Georg Christoph Lichtenberg

  22. Das Glück gleicht oft den reichen, verschenderischen Frauen, welche die Häuser ruinieren, denen sie eine große Mitgift zugebracht haben.

    Nicolas Chamfort

  23. Frauen betrauern einen Verlust - Männer erinnern sich.

    Tacitus

  24. Nackt ward ich zur Welt geboren, nackt scharrt man in's Grab mich ein: Also hab' ich durch mein Sein nichts gewonnen, nichts verloren.

    Aloys Blumauer

  25. Drücke den Pfeil zu schnell nicht ab, der nimmer wiederkehrt. Glück zu zerstören ist leicht, wiederzugeben schwer.

    Johann Gottfried Herder

  26. Nichts ist verloren, wo der Same des Guten bleibt

    Johann Georg Adam Forster

  27. Nichts wird uns mehr den Frieden rauben, als: Aberglauben

    Heinrich Martin

  28. Die Natur besiegen zu können, ist ein intellektueller Trugschluss. Besiegen setzt bekämpfen und vernichten voraus.

    Else Pannek

  29. Wir wurden nicht aus dem Paradies vertrieben. Es war umgekehrt, wir haben das Paradies vertrieben.

    Else Pannek

  30. Habgier zerstört den Gierigen, Habgier und Macht haben größere Dimensionen.

    Else Pannek

  31. Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.

    Sophokles

  32. Man verliert sein Herz an so vieles, da kann man es auch einmal an etwas gewinnen

    Peter Altenberg

  33. Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.

    Pearl S. Buck

  34. Die Zeit ist schnell, noch schneller ist das Schicksal. Wer feig des einen Tages Glück versäumt, er holt’s nicht ein, und wenn ihn Blitze trügen

    Theodor Körner

  35. Die Liebe zu verlieren ist der einzige Verlust, den wir in diesem Leben fürchten müssen

  36. Man stattet den Dank eigentlich deshalb ab, um die Dankbarkeit loszuwerden.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  37. Mit jeder untergehenden Monarchie verdunkelt sich der Himmel, denn er verliert einen Stern. Republik, das ist freigesetzte Scheußlichkeit

    Anatole France

  38. Ohne Fantasie hätte die Menschheit den Mut zum Weiterexistieren längst verloren.

    Christian Morgenstern

  39. Wer reich wird, wird ärmer, denn er verliert viele Wünsche.

    Wilhelm Raabe

  40. Wer Glück will muss erwerben, was ihm kein Schicksalsschlag entreißen kann.

    Augustinus

  41. Die, welche durch Geiz zu Reichtum gelangen, werden ihn nicht lange genießen

  42. Ein Taler, der in deinem Beutel, wird dich vor anderen mehr erheben als zwanzig, die du ausgegeben.

    Barthold Heinrich Brockes

  43. Die Arbeit ist immer mehr wert als der Preis, den man für sie zahlt. Das Geld verschwindet, die Arbeit aber bleibt.

    Maxim Gorki

  44. Verluste sind Quittungen nicht gezeigter Dankbarkeit

    Theodor Körner

  45. Energie geht nicht verloren.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  46. Wenn uns etwas aus dem gewohnten Geleise wirft, bilden wir uns ein, alles sei verloren, dabei fängt etwa Neues, Gutes an.

    Leo Tolstoi

  47. Doppelt gewinnt, wer vergißt, was verloren.

    Franz Grillparzer

  48. Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  49. Männer, die sich vom Umgang mit Frauen fernhalten, hören auf, liebenswürdig zu sein.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  50. Wie wird verlorene Freiheit wiedergewonnen? Durch einen aus der Tiefe des Volkes kommenden Stoß und Sturm der sittlichen Kräfte.

    Conrad Ferdinand Meyer

  51. Ein großer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert.

    James Legge

  52. Wer viel Angst hat, seine Originalität zu bewahren, ist allerdings im Begriff, sie zu verlieren

    Robert Schumann

  53. Starre nicht auf den Ablauf der Zeit. Fülle sie mit Arbeit, und du wirst dich nicht über den Verlust an Lebenszeit beklagen

    Francesco Petrarca

  54. Nichts ist verschlossen genug, nichts zu hoch, nichts zu dunkel für Diebe und Räuber.

    Francesco Petrarca

  55. Die Reue eines verlorenen Lebens wird zur Furie mancher Menschen, die zu spät einsehen, was sie tun sollten, und was sie wirklich getan haben.

    Graf Karl Christian Ernst von Bentzel-Sternau

  56. Krankheit ist nichts anderes als ein Versuch des Körpers krankmachende Stoffe loszuwerden

    Thomas Sydenham

  57. Warum, so fragte ich mich schon oft, verlieben sich so viele Mädchen in jene Manieren eines Mannes, die er in der Ehe ablegen wird.

    Otto Weiss

  58. Der Mensch hört früher auf zu fühlen als zu hoffen.

    Edward Young

  59. Wir bemerken die Zeit nur aus ihrem Verluste.

    Edward Young

  60. Das Universum ist vollkommen. Es kann nicht verbessert werden. Wer es verändern will, verdirbt es. Wer es besitzen will, verliert es.

    Laotse