
Glanz und Ehren mit Hochmut gepaart, ziehen sich selbst ins Verderben.
Bedeutung
Im taoistischen Denken führt Überheblichkeit zwangsläufig ins Unglück – nicht als externe Strafe, sondern als logische Folge des Ungleichgewichts. Wer Erfolg und Ansehen mit Hochmut verbindet, verliert das Gespür für die eigenen Grenzen und provoziert Widerstand. Laotse beschreibt keine Moral, sondern eine Naturgesetzmäßigkeit: Was zu weit über das natürliche Maß hinauswächst, zieht sich selbst zurück. Das Verderben kommt nicht von außen, sondern aus dem überhöhten Selbstbild. Die Botschaft ist eine Einladung zur Bescheidenheit als Schutzstrategie.
Verwendung
Führung, Hochmut und das Scheitern durch Selbstüberschätzung sind Themen, bei denen das Zitat gut passt. In Vorträgen über Nachhaltigkeit im Erfolg oder in Coaching-Texten über Ego-Management lässt es sich gut verwenden. Als Reflexion für Menschen, die gerade Erfolg feiern, hat es eine warnende, aber nicht bedrohliche Qualität.
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Über Laotse
Über den Autor
Philosoph · 6. Jhdt.
Laotse (6. Jh. v. Chr.) war ein legendärer chinesischer Philosoph, dem das Daodejing zugeschrieben wird – das Hauptwerk des von ihm begründeten Daoismus.
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Ob Laotse tatsächlich existierte, ist bis heute ungeklärt: Der Chronist Sima Qian gestand im 1. Jahrhundert v. Chr. selbst, widersprüchliche Quellen vorzufinden. Das ihm zugeschriebene Daodejing entstand wohl spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde erst unter Han-Kaiser Jing (157–141 v. Chr.) unter diesem Titel zusammengefasst.

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