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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 2

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Gescheit gedacht und dumm gehandelt, so bin ich meine Tage durchs Leben gewandelt.

    Franz Grillparzer

  2. Wer keinen Verstand hat, kann ihn auch nicht benutzen. Das hindert aber niemanden, es trotzdem zu tun.

    Martin Kessel

  3. Die Unwissenheit ist der Wahrheit näher als das Vorurteil

    Wladimir Iljitsch Lenin

  4. Man kann auch die Gesellschaft einem Feuer vergleichen, an welchem der Kluge sich in gehöriger Entfernung wärmt; nicht aber hineingreift wie der Tor, der dann, nachdem er sich verbrannt hat, in di …

    Arthur Schopenhauer

  5. Es ist besser, weder lesen noch schreiben zu können, als nichts anderes zu können.

    William Hazlitt

  6. Dummheit ist lebenslänglich und hoffnungslos

    José Ortega y Gasset

  7. Wenn Torheit täte weh, o welch erbärmlich Schrei´n würd’ in der ganzen Welt in allen Häusern sein!

    Friedrich von Logau

  8. Ich will gar nicht bestreiten, dass die Frauen töricht sind. Der Allmächtige hat sie halt auf uns Männer zugeschnitten.

    George Eliot

  9. Wenn Ärger im Menschen ist, so macht er selten das Klügste, sondern gewöhnlich das Dümmste.

    Jeremias Gotthelf

  10. Der Narr scheitert, weil er schwierige Dinge für leicht hält. Der kluge Mann scheitert, weil er leichte Dinge für schwierig hält.

    John Churton Collins

  11. Es gibt Leute, deren Geist immer Ferien hat.

    Peter Sirius

  12. Nichts erfrischt unser Blut so sehr, wie wenn es uns gelungen ist, eine Dummheit zu vermeiden.

    Jean de la Bruyère

  13. Der Narr hat Glück in Masse, der Kluge selten Schwein

    Wilhelm Busch

  14. Die Natur scheint es weise eingerichtet zu haben, dass die Torheiten der Menschen schnell vorübergehen; doch die Bücher verewigen diese.

    Michel de Montaigne

  15. Das Vorurteil ist das Kind der Unwissenheit.

    William Hazlitt

  16. Es weiß ein Esel immer einen anderen zu schätzen

    Eckhart von Hochheim

  17. Unwissen ist die einzige Tragödie des Daseins. Es gibt keine andere. Wenn jeder wüsste, was er zu wissen hätte, wäre die Welt erlöst!

    Peter Altenberg

  18. Wäre ich nie ein Narr gewesen, wo nähm ich jetzt die Weiheit her?

    Rudolf Otto Hermann Presber

  19. Ein gutes Leben hat nur selten einen Menschen ruiniert. Was den Menschen ruiniert, glaubt mir, sind die dummen Geschäfte.

    Carl Fürstenberg

  20. Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist

  21. Die Vorwürfe Unkundiger muss man sich mit Gleichmut anhören.

    Seneca

  22. Immer lernt der Kluge vom Dummen mehr als der Dumme vom Klugen.

    Peter Rosegger

  23. Der Kluge lernt, der Dummkopf erteilt gern Belehrungen.

    Anton Tschechow

  24. Begehe keine Dummheit zweimal. Die Auswahl ist doch groß genug!

  25. Nur die Weisesten und die Dümmsten können sich nicht ändern.

    Konfuzius

  26. Dummheit ist auch eine natürliche Begabung.

    Wilhelm Busch

  27. Eine gescheite Frau hat Millionen geborener Feinde: alle dummen Männer

    Marie von Ebner-Eschenbach

  28. Wenn man Dummheiten macht, sollten sie wenigstens gelingen!

    Napoleon

  29. Das hat der liebe Gott nicht gut gemacht: Allen Dingen hat er Grenzen gesetzt, nur der Dummheit nicht.

    Konrad Adenauer

  30. Nur der Unwissende wird böse. Der Weise versteht.

  31. Wir leben in einem Zeitalter der Überarbeitung und der Unterbildung, in einem Zeitalter, in dem die Menschen so fleißig sind, dass sie verdummen.

    Oscar Wilde

  32. Die Zahl der Dummen und Einfältigen ist überall sehr groß.

    Erasmus von Rotterdam

  33. Frauen finden tausend Entschuldigungen für die Torheit derjenigen, die sie lieben.

    Henry Fielding

  34. Narren lernen, wenn sie lernen, auf eigene Kosten. Der Kluge lernt auf Kosten der Narren.

  35. Ehrliche Unwissenheit ist weniger schlimm als falsches Wissen

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  36. Wer die Wahrheit nicht weiß, ist ein Dummkopf.

    Bertolt Brecht

  37. Bloß ein Narr wechselt stets die Freunde.

    Hesiod

  38. Die Allerklügsten und die Allerdümmsten ändern sich nie.

    Konfuzius

  39. Das Wort Esel, wenn's zurück gelesen wird, so heißt es lese; wahr ist, wenn jemand kein unverständiger Esel bleiben will, so muss er Bücher lesen.

    Abraham a Sancta Clara

  40. Geist zu haben hat den großen Nachteil, dass man fortgesetzt genötigt ist, ihn an halbe Narren zu verschwenden.

    Stendhal

  41. Ich beneide die Dummen um ihre Tollkühnheit: Sie sprechen den ganzen Tag.

    Michel de Montaigne

  42. Besser ein dummer Wanderer als ein Weiser, der zu Hause sitzt.

  43. Es ist ebenso nutzlos als töricht, sich nicht in das Unabänderliche ruhig und still zu fügen

    Wilhelm von Humboldt

  44. Unsichtbar wird die Dummheit, wenn sie genügend grosse Ausmasse angenommen hat.

    Bertolt Brecht

  45. Anderen an seinem Unglück die Schuld geben, ist ein Zeichen von Dummheit, sich selbst die Schuld geben, ist der erste Schritt zur Einsicht; weder anderen noch sich selbst die Schuld geben, ist ein Z …

    Epiktet

  46. Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe, ist guter Rat im Ohr der Torheit und der Liebe.

    Friedrich Rückert

  47. Lieber natürliche Dummheit als künstliche Intelligenz.

  48. Wer nie verließ der Vorsicht enge Kreise, und selbst aus seiner Jugend Tagen nichts zu bereu`n hat, zu beklagen, der war nie töricht. Aber auch nie weise.

    Friedrich Rückert

  49. Es fällt leichter, zehn Weise zu beleidigen als einen Toren.

  50. Die Geschichte ist nicht viel mehr als eine Aufzählung der Verbrechen, Narrheiten und Unglücksfällen der Menschheit.

    Edward Gibbon

  51. Die Leute, die den Reim für das wichtigste in der Poesie halten, betrachten die Verse wie Ochsen-Käufer von hinten.

    Georg Christoph Lichtenberg

  52. Ganz dumm ist nicht so schlimm als nur halb aufgeklärt.

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  53. Der Weise sucht, was in ihm selber ist, der Tor, was außerhalb.

    Konfuzius

  54. Die Grenzen des Wissens zu erweitern bedarf völlig anderer intellektueller Voraussetzungen als die Grenzen des Unwissens zu erweitern

    Christa Schyboll

  55. Ein kluger Entschluss reift unverhofft, blitzschnell und ohne Erwägung, doch Dummheiten machen wir allzuoft nach reiflichster Überlegung.

    Oscar Blumenthal

  56. Hinaus! Letzte Worte sind für Narren, die noch nicht genug gesagt haben.

    Karl Marx

  57. Narren wachsen ohne Bewässerung.

  58. Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen.

    Karl Kraus

  59. Ein Weiser entscheidet für sich selber, ein Narr richtet sich nach den Leuten.

  60. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    Otto von Leixner