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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 6

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Die gefährlichste Sorte von Dummheit ist ein scharfer Verstand

    Hugo von Hofmannsthal

  2. Alles, was zu dumm ist, um gesprochen zu werden, wird gesungen.

    Voltaire

  3. Langeweile ist ein Gefühl des Überdauerns, ohne zu leben. Der Müßiggang ist Strafe für sich selbst. Dummes Geschwätz verurteilt sich selbst.

    Sully Prudhomme

  4. Nichts ist häufiger, als dass am Ende eines Streits beide Gegner um die Wette Unsinn reden.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  5. Das ist der Toren Torheit: Sie leben ohne Herzeleid.

    Mechthild von Magdeburg

  6. Ein Streitgespräch mit einem Mann, der seinen Verstand aufgegeben hat, entspricht der Verabreichung von Medizin an die Toten

    Thomas Paine

  7. Niemand auf der Welt bekommt so viel dummes zu hören wie die Bilder in einem Museum

    Edmond de Goncourt

  8. Es ist schwer, den der uns bewundert, für einen Dummkopf zu halten.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  9. Den leeren Schlauch bläst der Wind auf, den leeren Kopf der Dünkel.

    Matthias Claudius

  10. Unglück ist der Dummheit Nachbar.

  11. Zu große Güte ist ein Stück von Dummheit.

    Publius Syrus

  12. Tadel nicht den Fluss, wenn du ins Wasser fällst.

    Jean Jaurès

  13. Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet: Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger.

    Jean Paul

  14. Nichts ist dem Sterblichen zu hoch: Selbst den Himmel erstreben wir in unserer Torheit.

    Horaz

  15. Ein Narr trifft allemal noch einen größeren an, der ihn nicht genug bewundern kann.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  16. Narren verhalten sich zu Ehemännern wie Sardellen zu Heringen: der Ehemann ist der größte von beiden.

    William Shakespeare

  17. Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.

    Peter Sirius

  18. Eine volle Flasche macht kein Geräusch, eine halb volle gluckert.

  19. Oft verbirgt sich große Weisheit hinter scheinbarer Tölpelei.

  20. Die Vernunft ist für den Weisen, das Gesetz für den Unweisen.

  21. Wer nichts weiß, muss alles glauben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  22. Niemand köpft leichter als jene, die keine Köpfe haben.

    Friedrich Dürrenmatt

  23. Die Dummheit geht oft Hand in Hand mit Bosheit.

    Christian Johann Heinrich Heine

  24. Selbst gebildete Frauen vertragen nicht immer andauernd gleichmäßiges Glück und fühlen einen unbegreiflichen Antrieb zu Teufeleien und Narrheiten, durch die Abwechslung ins Leben kommt.

    Honoré de Balzac

  25. Geistlose kann man nicht begeistern, aber fanatisieren kann man sie

    Marie von Ebner-Eschenbach

  26. Der Kluge fragt sich selbst, der Dumme andere.

  27. Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.

    Friedrich Rückert

  28. Die erste Liebe besteht aus etwas Dummheit und sehr viel Neugierde

    George Bernard Shaw

  29. Je dümmer, je unsittlicher es ist, was die Menschen tun, um so feierlicher wirkt es.

    Leo Tolstoi

  30. Höflichkeit ist Klugheit, folglich ist Unhöflichkeit Dummheit

    Arthur Schopenhauer

  31. Ein Dummkopf bleibt ein Dummkopf nur für sich in Feld und Haus; Doch wenn du ihn zum Einfluß bringst, so wird ein Schurke draus.

    Franz Grillparzer

  32. Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Persönlichkeitsentfaltung.

    Mark Twain

  33. Die Liebe ist der einzige Weg, auf dem selbst die Dummen zu einer gewissen Größe gelangen.

    Honoré de Balzac

  34. Liebe ist .wie's Wetter: mal stürmisch, mal still. Ein Narr, der durchs Bitten was ausrichten will.

  35. Die Vorzüge eines Dummkopfes sind besser als die Fehler eines Weisen.

  36. Um die Menschen klug zu machen, muss man klug sein; sie dumm zu machen, muss man dumm scheinen.

    Ludwig Börne

  37. Um ernst zu sein, genügt Dummheit, während zur Heiterkeit ein großer Verstand unerläßlich ist

    William Shakespeare

  38. Die Welt ist so voller Schwachköpfe und Narren, dass man nicht nötig hat, sie im Tollhause zu suchen.

    Johann Peter Eckermann

  39. Wenn Dummheit Warzen gäbe, hätten Sie ein Gesicht wie ein Streuselkuchen!

  40. Wenn andere klüger sind als wir, das macht uns selten nur Pläsier, doch die Gewissheit, dass sie dümmer, erfreut fast immer

    Wilhelm Busch

  41. Was nennen die Menschen am liebsten dumm? Das Gescheite, das sie nicht verstehen.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  42. Ein törichter Freund ist eine größere Plage als ein weiser Feind.

  43. Nichts ist so fürchterlich als die Macht der Dummheit in den Klugen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  44. Das Leben gleicht einem Buche; Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, dass er es nur einmal lesen kann.

    Jean Paul

  45. Eine Frau darf beten. Ein Mann, der betet, muss sehr dumm oder sehr weise sein

    Kurt Tucholsky

  46. Wir entschuldigen nichts so leicht als Torheiten, die uns zuliebe begangen wurden.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  47. Es kann nichts Unerträglicheres geben als einen dummen Reichen.

    Benjamin Franklin

  48. Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.

    George Bernard Shaw

  49. Die lächerlichsten aller Träume sind die Träumereien der Weltverbesserer.

    Jean-Baptiste Molière

  50. Himmel, was muss das für ein Narr gewesen sein, der das Küssen erfunden hat!

    Jonathan Swift

  51. Wer den Eltern nicht folgt, hat einen dummen Mut.

  52. Sein Geld ist so dumm wie er.

  53. Gestohlene Katzen mausen gern.

  54. Wo der Ochs König ist, sind die Kälber Prinzen.

  55. Fernsehen. Fern von der Realität und jeglichem Sachverstand das nahende Ende sehen.

    Julian Scharnau

  56. Soll man ein Huhn mit einem Messer schlachten, das für einen Ochsen bereit liegt?

  57. Wo etwas Dummes gesagt wird, da wird es hell in den Menschenherzen

    Voltaire

  58. Hohle Gefäße geben mehr Klang als gefüllte. Ein Schwätzer ist meist ein leerer Kopf.

    August von Platen

  59. Jeder sagt mal Unsinn. Es ist nur ein Unglück, wenn man es feierlich tut.

    Michel de Montaigne

  60. Der Geizige verbrennt seine Fingernägel, um Leuchtöl zu sparen.