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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 3

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Die beste Methode, einen Narren von seinem Irrtum zu überzeugen, besteht darin, ihn seine Dummheiten ausführen zu lassen.

    Joseph Billings

  2. Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht, sie seh'n den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Christoph Martin Wieland

  3. Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig.

    Vincent van Gogh

  4. Denn was von mir ein Esel spricht, das acht' ich nicht!

    Johann Wilhelm Ludwig Gleim

  5. Ein geistreicher Mensch wäre oft recht in Verlegenheit ohne die Gesellschaft der Dummköpfe.

    François de la Rochefoucauld

  6. Ich war immer der Meinung, dass uneingeschränkte Redefreiheit auch die größte Sicherheit bedeutet. Narren muss man zum Reden auffordern, damit man sie erkennt.

    Woodrow Wilson

  7. Wer den Baum nur als Brennholz wertet, hat keine Ahnung, was der Baum insgesamt ist.

    Rabindranath Tagore

  8. Der Geist des engstirnigen Menschen ist wie die Pupille des Auges. Je mehr Licht man darauf fallen lässt, um so mehr zieht er sich zusammen.

    Oliver Wendell Holmes

  9. Es ist nichts widerwärtiger als ein Dummkopf, der Glück hat.

    Marcus Tullius Cicero

  10. Dieses Land kann es sich nicht leisten, materiell reich und geistig arm zu sein.

    John F. Kennedy

  11. Der Mensch ist in der Gegenwart in Technik manchmal so vernarrt, dass ihn kaum der Verdacht befällt, ob sie ihn nicht zum Narren hält.

    Karl-Heinz Söhler

  12. Beim Essen kommt der Appetit, beim Lernen die Dummheit.

  13. Ein Weiser entscheidet für sich selber, ein Narr richtet sich nach den Leuten.

  14. Bei gleicher Geistlosigkeit kommt es auf den Unterschied der Körperfülle an. Ein Dummkopf sollte nicht zu viel Raum einnehmen.

    Karl Kraus

  15. Narren wachsen ohne Bewässerung.

  16. Ein Dummkopf findet immer einen, der noch dümmer ist, der ihn bewundert.

    Otto von Leixner

  17. Wo dieselben Menschen tagtäglich nur einerlei sehen, hören und treiben, nur mit ihrer nächsten Nachbarschaft verkehren, muss Beschränktheit die notwendige Folge sein.

    Friedrich Ludwig Jahn

  18. Die menschliche Dummheit besteht nicht darin, dass man keine Ideen hat, sondern dass man dumme Ideen hat

    Henry de Montherlant

  19. Ein dummer Freund macht mehr Ärger als ein kluger Feind.

    Iwan Turgenjew

  20. Klug sein hat noch nie einen Menschen an Dummheiten gehindert.

    Stefan Zweig

  21. Das muss ein Esel sein, der mit fünfzig Jahren noch dieselben Anschauungen hat wie vor zwanzig Jahren.

    Otto von Bismarck

  22. Das Halbverstandene und Halberfahrene ist nicht die Vorstufe der Bildung, sondern ihr Todfeind.

    Theodor W. Adorno

  23. Alle Narrheit erschöpfen - so gelangt man zum Boden der Weisheit

    Ludwig Börne

  24. Kluge Leute sind selten mutig. Sie sind vorsichtig und maßvoll, also eigentlich feige. Wirklichen Mut haben nur die Narren.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  25. Dummheit ist ansteckend, Verstand wächst sich kaum zur Epidemie aus.

    Kazimierz Bartoszewicz

  26. Jeder Narr kann kritisieren, verurteilen, reklamieren - und die meisten Narren tun es auch.

    Andrew Carnegie

  27. Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer ein Unglück.

    Johann Nepomuk Nestroy

  28. Nichts ist erniedrigender als Narren zu sehen, die in Geschäften erfolgreich sind, bei denen wir versagt haben

    Gustave Flaubert

  29. Liebe, ein liebenswürdiger Wahnsinn - Ehrgeiz, eine ernsthafte Dummheit.

    Nicolas Chamfort

  30. Ein Narr sieht nicht denselben Baum, den ein Weiser sieht

    William Blake

  31. Triebe der Narr seine Dummheiten auf die Spitze, würde er weise werden

    William Blake

  32. Jeder ist ein Trottel, nur auf jeweils auf einem anderen Gebiet.

    William Penn Adair Rogers

  33. Unter den Dummen findet man wenige Unglückliche.

    George Bernard Shaw

  34. Das muss ein Esel sein, der mit sechzig noch die gleiche Meinung hat wie mit dreißig!

    Otto von Bismarck

  35. Lieber will ich unter Qualen bluten, als glücklich sein aus Dummheit.

    Christian Dietrich Grabbe

  36. Und obschon die Welt voll Narren ist, so ist keiner darunter, der es von sich dächte, ja nur argwöhnte.

    Baltasar Gracián y Morales

  37. Unglaublich dummes Zeug spricht dieser und jener, aus Furcht, ungebildet zu erscheinen!

    Otto Weiss

  38. Was aber die Leute gemeiniglich das Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.

    Arthur Schopenhauer

  39. Ein schwacher Verstand ist wie ein Mikroskop, das Kleinigkeiten vergrößert und große Dinge nicht erfaßt.

    Philip Chesterfield

  40. An der Rede erkenne ich Toren, den Esel an den Ohren

    Bernhard Freidank

  41. Ein Dummkopf, der arbeitet, ist besser als ein Weiser, der schläft.

  42. Die beste Methode, Narren zu überzeugen, ist, sie ihre Dummheiten ausführen zu lassen

    George Bernard Shaw

  43. Wie lächerlich und weltfremd ist der, der sich über irgend etwas wundert, was im Leben vorkommt.

    Mark Aurel

  44. Schämen sollen sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit …

    Albert Einstein

  45. Taucht ein Genie auf, verbrüdern sich die Dummköpfe

    Jonathan Swift

  46. Es ist törricht, sich im Kummer die Haare zu raufen, denn noch niemals ist Kahlköpfigkeit ein Mittel gegen Probleme gewesen

    Mark Twain

  47. Du hättest recht, wenn die Dummheit eine Geistesschwäche wäre. Leider ist sie aber eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen …

    Johann Nepomuk Nestroy

  48. Verzweiflung ist die Schlussfolgerung der Narren.

    Benjamin Disraeli

  49. Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten! Der Kranke leidet nie unter ihr. Die, die leiden, sind die anderen.

  50. Wenn weise Männer nicht irrten, müssten Narren verzweifeln

    Johann Wolfgang von Goethe

  51. Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit. Sie begründet die Vielherrschaft der Dummen

    Marie von Ebner-Eschenbach

  52. Über den Einwand eines Gescheiten lässt sich streiten; über der Entgegnung eines Dummen muß man verstummen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  53. Es reden die am meisten, die am wenigsten zu sagen haben.

    Matthew Prior

  54. Schönheit des Körpers hat etwas Tierisches, wenn sie geistlos ist.

    Demokrit

  55. Wenn Dummheit Gas gäbe, müssten Sie bergauf bremsen!

  56. Nur die Narren und die Toten ändern niemals ihre Meinung.

    James Russell Lowell

  57. Es gibt nur ein einziges Gut für den Menschen: die Wissenschaft. Und nur ein einziges Übel: die Unwissenheit.

    Aristoteles

  58. Magst du die Lüge noch so gut in das Gewand der Wahrheit kleiden, - der Dümmste ist nicht dumm genug, um beides nicht zu unterscheiden

    Friedrich von Bodenstedt

  59. Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die teurer ist als Bildung: keine Bildung!

    John F. Kennedy

  60. Ein Narr, wem die Zukunft gesichert erscheint! Oft lacht noch am Freitag, wer Sonntag schon weint.

    Jean Racine