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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 8

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Es ist unglaublich, wieviel Klugheit man braucht, um eine Dummheit auszugleichen, und wie eine Dummheit lange Klugheit zu Schande macht.

    Fanny Lewald

  2. Zu sagen, was man nicht denkt, ist immer Unrecht; alles zu sagen, was man denkt, ist meist töricht.

    Fanny Lewald

  3. Die Dummheit tötet Dich nicht, aber sie bringt Dich ins Schwitzen!

  4. Schwache und begrenzte Menschen sind ganz notwendig oft undankbar.

    Rahel Varnhagen von Ense

  5. Die Rache ist das Zeichen eines kleinen und schwachen Geistes und die Freude einer niederen Seele

    Juvenal

  6. Es ist gewiss nur Raserei und nur Wahnwitz, zu leben nach der Bettler Art, bloß um zu sterben einst als reicher Mann.

    Juvenal

  7. Das Geld macht keine Narren. Es enthüllt sie nur.

    Kin Hubbard

  8. Der dir bei allem, was du sagst, zustimmt, ist entweder dumm oder bereitet sich darauf vor, dich zu verschlingen.

    Kin Hubbard

  9. Es ist ein gesegneter Augenblick, in welchem der Mensch seine eigene Dummheit begreift.

    August Pauly

  10. Es ist mir manchmal ein Mensch, den ich vergeblich eine Wahrheit zu eröffnen suchte, vorgekommen, wie ein Mann, dem ich auf den Gaul helfen wollte, der aber immer wieder drüben herunter fiel.

    August Pauly

  11. Was alles die Menschen als Zeichen von Vornehmheit ansehen, das macht sie gerade zum Pöbel.

    August Pauly

  12. Es gibt eine Sorte von Ignoranten, welche einem das Übergewicht der Unwissenheit fühlen lassen.

    August Pauly

  13. Die Köpfe mancher Menschen sind gebaut wie ihre Füße: vorne platt und in der Mitte hohl.

    August Pauly

  14. Die Menge ist ein dummes Tier, auf dessen Rücken sich jeder schlaue Glücksritter schwingen kann und trägt sie ihn einmal, so bringt ihn keiner mehr herunter als die Zeit. Diese aber sicher.

    August Pauly

  15. Wenn die Vernunft irgendeinmal am Seile zieht, so hängen sich sofort hunderttausend Narren ans andere Ende, sich dagegen zu stemmen.

    August Pauly

  16. Es gibt Menschen, deren Gegenwart wir wie eine geistige Zwangsjacke ertragen.

    Theresa Keiter

  17. Narren brüsten sich laut und bringen ihr Wissen zu Markte, doch der höhere Geist schweigt und verwendet die Kraft.

    Heinrich Martin

  18. Empfindlichkeit ist in den meisten Fällen Dummheit.

    Heinrich Martin

  19. Mit Spott verscheuchen wir die Toren, aber auch unsere Freunde.

    Heinrich Martin

  20. Wer unter allen Umständen Duldung zeigt, ist entweder ein Dummkopf oder ein Heuchler. Als ersteren können wir ihn nur bemitleiden, als letzterer aber verdient er, dass ihm jeder rechtschaffene Mensch …

    Heinrich Martin

  21. Der Mensch bleibt schwach bei aller Weisheit, die nur zu oft der Stimmung unterliegt; denn stets kommt eine neue Torheit, wenn kaum die alte ist besiegt.

    Heinrich Martin

  22. Die nach allen Freuden rennen darfst Du leere Köpfe nennen.

    Heinrich Martin

  23. Bei keiner Erbschaft können sich wohl mehr Mitbewerber melden, als wenn solche einem großen Dummkopfe zufällt: er hat die meisten Verwandten.

    Heinrich Martin

  24. Ein Dummkopf findet immer noch einen Dümmeren, der ihn bewundert

    Nicolas Boileau-Despreaux

  25. Gefährlich wird die Halbbildung erst dann, wenn sie ihre eigene Natur als Bruchteil verkennt und sich hochmütig einbildet, bereits Bildung geworden zu sein.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  26. Es gibt auch Menschen, die sich bei einem dreifachen Schädelbruch noch keine edlen Teile verletzten.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  27. Es entzieht sich keineswegs unserer Kenntnis, dass derjenige, der sein Wissen nur aus Büchern schöpft, ungebildet und einfältig ist.

    Tommaso Campanella

  28. Eine törichte Frau bricht die Kraft; aber eine verständnisvolle verdoppelt sie.

    Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke

  29. Torheit ist es, sich der Natur entgegenzustemmen, nur dann herrscht der Mensch, wenn er den Gesetzen der Allgewaltigen gehorsamt, wenn er Einsicht hat in den Zusammenhang alles dessen, was ist.

    Udo Dammer

  30. Auf die hohe Kunst des Schweigens verstehen sich am schlechtesten nichtssagende Naturen

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  31. Bücher sind für viele Leute nur Möbel aus Papier

    George Prentice Denison