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Sprüche über Dummheit

451 Sprüche — Seite 7

Nichts wirkt zugleich so unerquicklich und so dauerhaft gegenwärtig wie die Dummheit. Sie zeigt sich nicht nur im Mangel an Wissen, sondern vor allem in Selbstgewissheit, Lernunwillen und der Weigerung, die eigene Begrenzung überhaupt wahrzunehmen. Darum ist dieses Thema seit jeher ein Feld für Spott, Kritik und ernste Menschenkenntnis.

Besonders entlarvend wird sie dort, wo Lautstärke den Platz von Einsicht einnimmt. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten die komischen und gefährlichen Seiten menschlicher Unvernunft und machen deutlich, warum fehlende Klugheit selten harmlos bleibt.

  1. Tadeln können zwar die Toren, aber klüger handeln nicht.

    August Friedrich Langbein

  2. Was sich ein Narr in den Kopf gesetzt, das hält wie eine Schrift, die man in Marmor ätzt.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  3. Ein Tor, der kein Wort sagt, unterscheidet sich nicht von einem Gelehrten, der still ist.

    Jean-Baptiste Molière

  4. Nur Dummköpfe und Fanatiker haben überhaupt keinen Humor.

    Charles de Talleyrand

  5. Jedermann ist täglich fünf Minuten ein Narr. Es kommt darauf an, die Grenze nicht zu überschreiten.

    Elbert Green Hubbard

  6. Die Einfachheit des Geistes ist Dummheit, die des Herzens Unschuld.

    Giacomo Casanova

  7. Jede Reform, wie notwendig sie auch sein mag, wird von schwachen Geistern so übertrieben werden, daß sie selbst der Reform bedarf.

    Samuel Taylor Coleridge

  8. Die Dummheit des Mannes erkennt man an seinen Worten, die der Frau an ihrem Schweigen. Eine stumme Frau ist dumm, ein schweigsamer Mann kann für bedeutend gehalten werden.

    Sully Prudhomme

  9. Für die Unwissenden ist das Alter die Zeit des Winters. Für die Weisen ist es die Zeit der Ernte.

    James Beattie

  10. Ich bin immer töricht gewesen, an das Gute im Menschen zu glauben.

    Paul Gauguin

  11. Von zwei Narren hält der größere den kleineren für den größeren

    Emil Gött

  12. Die Unwissenheit ist eine Nacht ohne Mond und ohne Sterne!

  13. Niemand vermag zu sagen, wie viele politische Dummheiten durch Mangel an Geld verhindert worden sind

    Charles de Talleyrand

  14. Es gibt keine guten und bösen Menschen, sondern nur Weise und Toren.

  15. Die einzige Grenze für unser Wissen bildet das Nichtwissen.

    Rudolf Virchow

  16. Halte die Spiele der Kinder heilig und störe sie nicht. Denn in ihnen ist weder Torheit noch Müßiggang.

    Frank Wedekind

  17. Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.

    John Knittel

  18. Aktionäre sind dumm und frech: Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie Dividende haben wollen.

    Carl Fürstenberg

  19. Ein Dummkopf hat mehr Einfälle, als ein Weiser vorhersehen kann

    Joseph Conrad

  20. Wer ist so blödsinnig, dass er die Wahrheit nicht erkennen, wer so neidisch, dass er die erkannte Wahrheit nicht mitteilen möchte?

    Johann Georg Adam Forster

  21. Eine ungerechte Tat, mit guter Absicht und aus Unwissenheit des Bösen begangen, bleibt immer ein Verbrechen, wenngleich die Schuld des Täters wegfällt und wir nur die Beschränktheit seiner Einsicht be …

    Johann Georg Adam Forster

  22. Ein siebenmal verschlossener Schrank imponiert der Menge immer. Wenn er auch gänzlich leer ist. Das wissen die Schlauen unter den Dummen und hüllen sich in Schweigen.

    Franz Edler von Pernwald Schönthan

  23. Besserwisser erwecken den Eindruck alle anderen für dumm zu halten.

    Else Pannek

  24. Dass Güte nicht auch Schwäche sein könnte, behauptet niemand, dass sie es immer sei, nur ein Tor

    Christian Morgenstern

  25. Oft veranlasst das törichte Lachen eines Dummkopfs sogar gute Menschen, so manches nicht zu tun

    Iwan Turgenjew

  26. Warum uns doch die Gutmütigkeit unserer Nebenmenschen meist als Dummheit und unsere eigene als Güte - die Güte der anderen als Schwäche und die unsere als ein Zeichen von Seelenadel erscheint?

    Arthur Schnitzler

  27. Ein Tor erkennt, was er in Händen hält, als trefflich erst, wenn es verloren ist.

    Sophokles

  28. Erfahrung vermehrt unsere Weisheit, verringert aber nicht unsere Torheiten.

    Joseph Billings

  29. Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht, beim Champagner begeht man Torheiten

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  30. Wenn der Mensch in einem gewissen Alter alle seine Liebesbriefe lesen würde, bliebe es ihm unbegreiflich, wie in ein Wesen von fünf Fuß Höhe eine ganze Bibliothek von Dummheiten geraten konnte.

    Gottlieb Moritz Saphir

  31. Die Dummheit schützt vor Schande, gleich wie die Dreistigkeit vor Armut.

    Leonardo da Vinci

  32. Die einfältige Menge läßt sich ohne großes Überlegen vom Blendenden gefangennehmen.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  33. Nichts beweist mehr Mangel an Lebensweisheit und Vernunft, als das Verlangen, das ganze Leben solle immer weise und vernunftgemäß sein.

    Giacomo Leopardi

  34. Vernunft ist Begabung, Dummheit Veranlagung.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  35. Der Ärger mit den meisten Leuten ist nicht so sehr ihre Unwissenheit, sondern dass sie so viele Dinge wissen, die nicht so sind.

    Joseph Billings

  36. Die Meinung ist die Königin der Welt, weil die Dummheit die Königin der Schwachköpfe ist

    Nicolas Chamfort

  37. Wenn es von der Weisheit nichts mehr zu lernen gibt, muss man's wieder bei der Dummheit versuchen

    Martin Kessel

  38. Im bloßen Wünschen bleiben Narren untätig. Wo aber ein Wille ist, findet die Weisheit ihren Weg.

    George Crabbe

  39. Die Eroberungen der Männer schlagen öfter durch ihre eigene Tölpelhaftigkeit fehl als durch die Tugendhaftigkeit der Frauen.

    Ninon de Lenclos

  40. Ein sehr unwissendes Volk wird sich gerade wegen seiner Unwissenheit zu einer Religion voller Wunder neigen.

    Henry Thomas Buckle

  41. Narren sind alle, die es scheinen, und die Hälfte derer, die es nicht scheinen.

    Baltasar Gracián y Morales

  42. Die meisten Menschen, welche schlicht und ungelehrt sind, machen keinen Anspruch auf den Besitz abstrakter Begriffe.

    George Berkeley

  43. Nichts können ist noch lange keine neue Richtung.

    Arnold Böcklin

  44. Alle Köpfe haben Haare, aber nicht alle Gehirn.

  45. Männliche Dummheit bereitet mir größtes Vergnügen, Gott sei Dank ist das eine schier unerschöpfliche Quelle der Unterhaltung.

    Mary Wortley Montagu

  46. Lautes Schweigen deutet nicht zwangsläufig allein auf den Kenner hin, sondern manchmal auch auf den uninformierten Tölpel.

    Christa Schyboll

  47. Angst macht dumm, Angst verengt die Gehirnzellen. Angst blockiert und man bleibt immer ein Kind.

    Nikolaus B. Enkelmann

  48. Da streiten sich die Leut' herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern dumm, am End' weiß keiner nix.

    Ferdinand Raimund

  49. Zerstreutheit ist ein Zeichen von Klugheit und Güte. Dumme und boshafte Menschen sind immer geistesgegenwärtig.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  50. Der Unkluge denkt über das nach, was er gesagt hat; der Kluge aber über das, was er sagen will.

    Jean Antoine Petit-Senn

  51. Wenn du versuchst, den Menschen die Folgen ihrer Verrücktheit zu verschweigen, kommt dabei letzten Endes eine Welt voller Narren heraus

    Herbert Spencer

  52. Der Zorn ist die Stärke der Dummen und Schwachen. Der große, gewaltige Mann ist milde.

    Hermann Stehr

  53. Die Toren der Vergangenheit sind die Weisen der Zukunft.

    Alexandre Vinet

  54. Es gibt dumme Gedanken, die man nicht eher los wird, als bis man sie ausgeführt hat

    Otto Weiss

  55. Kluge Gedanken gibt's, die im Herzen, und dumme, die dem Kopf entspringen.

    Otto Weiss

  56. Seit Adam waren stets die Dummen in der Mehrheit.

    Casimir Delavigne

  57. Unglück ist der Dummheit Nachbar

  58. Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.

    Nicolaus Machiavelli

  59. Kein weiser Mann ward je genannt, bei dem man nicht ein Torheit fand.

    Georg Rollenhagen

  60. In der Politik gibt es nichts Dümmeres als alten Groll.

    Camillo Benso Graf von Cavour