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Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht

Spruchbild: Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht, sie seh'n den Wald vor lauter Bäumen nich …

Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht, sie seh'n den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Bedeutung

Christoph Martin Wieland, der Aufklärer und Dichter, formuliert in diesem Vers eine Überzeugung über den Irrtum der Übergelehrten: Wer von zu viel Wissen geblendet wird, verliert den Blick für das Ganze und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das ist eine Warnung vor dem Spezialistentum: Wer sich in Details verliert, verliert das Überblickswissen. Wieland, der selbst eine breite Bildung pflegte und für eine umfassende geistige Sicht eintrat, beschreibt damit eine aufklärerische Warnung: Zu viel Einzelwissen kann das Urteilsvermögen lähmen.

Verwendung

Passend als Wieland-Zitat in Texten über Wissen, Überblick und die Gefahr des Spezialistentums sowie für Beiträge über Aufklärung, Bildung und die Überzeugung, dass zu viel Detailkenntnis das Gesamtbild trüben kann. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über die Notwendigkeit des Überblicks neben dem Fachwissen.

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Über Christoph Martin Wieland

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1733 - 1813

Christoph Martin Wieland (1733–1813) war deutscher Dichter, Übersetzer und Herausgeber der Aufklärung sowie das älteste Mitglied des klassischen Viergestirns von Weimar.

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Neben Herder, Goethe und Schiller gehörte Wieland zum klassischen Viergestirn von Weimar, war jedoch der Älteste der Gruppe. Er wurde 1733 in Oberholzheim bei Biberach an der Riß geboren und starb 1813 in Weimar. Als Übersetzer und Herausgeber prägte er die deutschsprachige Literatur der Aufklärung nachhaltig mit.

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