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Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe

Spruchbild: Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe,  ist guter Rat im Ohr der Torheit und der Lie …

Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe, ist guter Rat im Ohr der Torheit und der Liebe.

Bedeutung

Friedrich Rückert nutzt zwei treffende Bilder – Wind im Käfig, Wasser im Sieb – um zu zeigen, wie wirkungslos guter Rat in unempfänglichen Ohren bleibt. Torheit und Verliebtheit teilen nach Rückert dasselbe Merkmal: Beide entziehen sich dem vernünftigen Argument und hören nur, was sie hören wollen. Das Gedicht-Zitat ist zugleich resigniert und leicht humorvoll – eine zeitlose Klage über die fundamentalen Grenzen des Ratgebens.

Verwendung

Passend für Essays über zwischenmenschliche Kommunikation, die Grenzen des Ratgebens oder das unberechenbare Eigenleben von Gefühlen. Eignet sich als literarisches Zitat in Reden über Liebe und Vernunft, in Ratgeber-Kolumnen, Hochzeitsreden oder poetischen Gedichtsammlungen über Liebe und Lebensweisheit. Ton: resigniert-heiter, literarisch, nachdenklich.

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Über Friedrich Rückert

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1788 - 1866

Friedrich Rückert (1788–1866) war deutscher Dichter und Sprachgelehrter, der sich mit mehr als 40 Sprachen befasste und als Mitbegründer der deutschen Orientalistik gilt.

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Geboren in Schweinfurt, veröffentlichte Rückert unter dem Pseudonym Freimund Raimar und übersetzte Werke aus zahlreichen orientalischen Sprachen ins Deutsche. Zu seinem Freundeskreis zählten der Dichter August von Platen und der Philosoph Friedrich von Schelling. Sein literarisches Erbe wird durch den Friedrich-Rückert-Preis und den Coburger Rückert-Preis gewürdigt.

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