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Die Grenzen des Wissens zu erweitern

Spruchbild: Die Grenzen des Wissens zu erweitern  bedarf völlig anderer intellektueller Voraussetzunge …

Die Grenzen des Wissens zu erweitern bedarf völlig anderer intellektueller Voraussetzungen als die Grenzen des Unwissens zu erweitern

Bedeutung

Christa Schyboll unterscheidet zwischen dem Erweitern von Wissen und dem Erweitern von Unwissen. Mehr Wissen verlangt andere intellektuelle Voraussetzungen als bloß mehr Behauptungen, Fragen oder Verwirrung zu produzieren. Die Pointe liegt darin, dass nicht jede geistige Aktivität Erkenntnis vergrößert. Man kann auch die Grenzen des Unwissens ausdehnen, indem man komplizierter redet, schlechter fragt oder falsche Sicherheit verbreitet. Der Spruch verteidigt sorgfältiges Denken gegen bloßen Informationslärm.

Verwendung

Das Zitat passt zu Bildungstexten, Wissenschaftskommunikation, Debatten über Desinformation oder Kommentaren zu oberflächlicher Klugheit. Es eignet sich, wenn zwischen echter Erkenntnisarbeit und bloßer Vermehrung von Fragen, Nebel oder Halbwissen unterschieden werden soll, etwa in Vorträgen, Essays, Seminaren oder Kommentaren.

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Über Christa Schyboll

Über den Autor

*1952

Christa Schyboll (*1952) ist eine deutschsprachige Autorin, deren Aphorismen häufig politische, psychologische und gesellschaftliche Beobachtungen zuspitzen. Ihre Texte arbeiten mit nüchternem Witz und einer wachen Skepsis gegenüber Macht, Sprache und menschlicher Bequemlichkeit. Dabei geht es nicht nur um private Lebensweisheit, sondern auch um Machtmechanismen, öffentliche Rede und die Selbsttäuschungen moderner Gesellschaften.

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Christa Schyboll (*1952) schreibt in einer aphoristischen Form, die Alltagspsychologie und Zeitkritik eng verbindet. Ihre Sprüche beobachten, wie schnell Gedanken, Sprache und politische Begriffe außer Kontrolle geraten können, und halten dagegen mit knapper, kontrollierter Formulierung. Dabei geht es nicht nur um private Lebensweisheit, sondern auch um Machtmechanismen, öffentliche Rede und die Selbsttäuschungen moderner Gesellschaften. Schybolls Wirkung liegt in der Zuspitzung: Ein Gedanke wird so verdichtet, dass er zugleich komisch, unangenehm und prüfbar bleibt. Ihre Texte passen besonders dort, wo Nachdenklichkeit nicht weichgespült werden soll.

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