gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Wirklichkeit

422 Sprüche — Seite 3

Zwischen dem, was erhofft wird, und dem, was sich tatsächlich zeigt, liegt die Wirklichkeit. Sie kann ernüchtern, berichtigen, trösten oder herausfordern und zwingt den Menschen dazu, Illusion und Wahrheit auseinanderzuhalten. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht trocken, sondern voller Spannungen und tiefer Lebensfragen.

Ihr eigentliches Gewicht entfaltet sich dort, wo sie nicht nur als äußere Gegebenheit, sondern auch als innere Deutung erscheint. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, dass Wirklichkeit nie ganz unabhängig vom Blick des Menschen gedacht werden kann.

  1. Zwischen Wissen und Tun liegen tiefe Klüfte, welche nur das Genie rücksichtslos überfliegt.

    Heinrich Laube

  2. Tatsachen hören nicht auf zu existieren, nur weil sie ignoriert werden

    Thomas Henry Huxley

  3. Die Tragödie der Wissenschaft - das Erschlagen einer schönen Hypothese durch eine hässliche Tatsache.

    Thomas Henry Huxley

  4. Der Utopist sieht das Paradies, der Realist das Paradies plus Schlange

    Christian Friedrich Hebbel

  5. Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  6. Ein Mann glaubt nur das, was er sieht, riecht oder anfasst. Eine Frau glaubt nur das, was sie empfindet.

    Auguste Renoir

  7. Wir sollten weder im Zorn zurückschauen, noch furchtsam nach vorn, sondern mit offenen Augen umherblicken.

    James Thurber

  8. Wir halten oft manchen Menschen wegen seiner Mängel und Fehler für unglücklich, ich aber sage, dass derjenige der unglücklichste Mensch ist, welchem kein Mensch gefällt

    Abraham a Sancta Clara

  9. Es hilft nichts, das Unvollkommene heutiger Wirklichkeit zu höhnen oder das Absolute als Tagesprogramm zu predigen. Lasst uns stattdessen durch Kritik und Mitarbeit die Verhältnisse Schritt für Schrit …

    Gustav Walter Heinemann

  10. Reißt den Menschen aus seinen Verhältnissen, und was er dann ist, nur das ist er.

    Johann Gottfried Seume

  11. Das Leben in der Natur gibt die Wahrheit der Dinge zu erkennen.

    Albrecht Dürer

  12. Es erweist sich, daß das, was Weltkenntnis genannt wird, die Menschen eher schlauer als gut macht.

    Samuel Johnson

  13. Die Erfindung der Gesetze der Zahlen ist aufgrund des ursprünglich schon herrschenden Irrtums gemacht, dass es mehrere gleiche Dinge gebe, aber tatsächlich gibt es nichts Gleiches.

    Friedrich Nietzsche

  14. Um überhaupt etwas zu sehen, muss man den Sand aus den Augen kriegen, den die Gegenwart ständig hineinstreut.

    Hugo von Hofmannsthal

  15. Um mit Nutzen zu lesen, muss man seine Aufmerksamkeit bis zu dem Grade anspannen, dass man die Gedanken wie etwas mit leiblichen Augen Angeschautes vor sich sieht.

    Joseph Joubert

  16. Der Verkehr mit den großen Geistern der Vergangenheit durch ihre Bücher ist einer der edelsten Genüsse. Wir leben mit ihnen wie mit Freunden, wir bewundern und lieben sie, als wenn sie leibhaftig un …

    Gustav Freytag

  17. Sehr viele und vielleicht die meisten Menschen müssen, um etwas zu finden, erst wissen, dass etwas da ist.

    Georg Christoph Lichtenberg

  18. Überhaupt hat der Fortschritt an sich, dass er viel größer ausschaut, als er wirklich ist.

    Johann Nepomuk Nestroy

  19. Wir spielen unsere Gedanken gegeneinander aus, in Wirklichkeit unsere Temperamente.

    Christian Morgenstern

  20. Alles ist schon einmal gesagt worden, aber da niemand zuhört, muß man es immer wieder sagen

    André Gide

  21. Es gäbe keine Geselligkeit, alle Familienbande würden gelockert, wenn die Gedanken der Menschen auf ihrer Stirn zu lesen wären.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  22. Konkret ist alles, was man sehen und anfassen kann. Mädchen sind meist nicht konkret: Kann man sie sehen, so kann man sie nicht anfassen, und kann man sie anfassen, so kann man sie nicht sehen.

    Otto Erich Hartleben

  23. Wenn der Papagei auch gut spricht, bleibt er doch ein Vogel.

  24. Auf unserer Erdenwelt hängt oft alles von den Äußerlichkeiten ab, mit denen man sich in Szene setzt.

    Alfred de Musset

  25. Mancher Gedanke fällt um wie ein Leichnam, wenn er mit dem Leben konfrontiert wird.

    Christian Morgenstern

  26. Nicht die sichtbare und vergängliche Materie ist das Wirkliche, Reale, Wahre - sondern der unsichtbare, unsterbliche Geist.

    Max Planck

  27. Keine Berechnung kann das Schicksal besiegen.

    Ovid

  28. Wer wirklich gütig ist, kann nie unglücklich sein; wer wirklich weise ist, kann nie verwirrt werden; wer wirklich tapfer ist, fürchtet sich nie.

    Konfuzius

  29. Das Experiment irrt nie, es irren nur eure Vorurteile, die sich eine andere Wirklichkeit versprechen, als sie in unserer Erfahrung begründet sind.

    Leonardo da Vinci

  30. Eine neue wissenschaftliche Erkennnis lässt sich gewöhnlich nicht so darstellen, dass ihre Gegner überzeugt sind. Diese sterben vielmehr aus, und eine nachwachsende Generation ist von Anfang an mit de …

    Max Planck

  31. Die Botschaft jeder Religion lautet, dass der Mensch nicht wirklich Mensch ist, wenn er nicht seinen Schöpfer preist.

    Mahatma Gandhi

  32. Wie wenig Lärm machen die wirklichen Wunder.

    Antoine de Saint-Exupéry

  33. Nichts ist unglaubwürdiger als die Wirklichkeit.

    Fjodor M. Dostojewski

  34. Zweifel ist kein angenehmer geistiger Zustand, doch Gewissheit ist ein lächerlicher

    Voltaire

  35. Ich begnüge mich nicht mit schönen Träumen. Ich will schöne Wirklichkeiten.

    George Bernard Shaw

  36. Sagt eine Dame 'Nein', so bedeutet das 'Vielleicht'; sagt sie 'Vielleicht', dann denkt sie dabei 'Ja', sagt sie 'Ja' - ist sie keine Dame

    Charles de Talleyrand

  37. Verstehen ist lieben; was wir nicht lieben, das verstehen wir nicht; was wir nicht verstehen, ist nicht für uns da

    Bettina von Arnim

  38. Der Zeitraum Kindheit ist nicht die Vorbereitung auf das Leben, sondern das Leben selbst.

    Peter Rosegger

  39. Furcht vor der Gefahr ist schrecklicher als die Gefahr selbst.

  40. Nicht was der Mensch ist, nur was er tut, ist sein unverlierbares Eigentum.

    Christian Friedrich Hebbel

  41. Nicht Tatsachen, sondern Meinungen über Tatsachen bestimmen das Zusammenleben.

    Epiktet

  42. Ich wünsche Dir, dass du an jedem Tag deines Lebens tatsächlich lebendig bist.

    Jonathan Swift

  43. Eine frohe Hoffnung ist mehr wert als zehn trockene Wirklichkeiten.

    Franz Grillparzer

  44. Keiner von uns weiß, was er Menschen gibt. Es ist für uns verborgen und soll es bleiben. Manchmal dürfen wir ein wenig davon sehen, um nicht mutlos zu werden. Das Wirken der Kraft ist geheimn …

    Albert Schweitzer

  45. Beim Kegeln kommt der ganze Mensch zum Vorschein.

    Franz Kafka

  46. Kein Wunder gibt es, keine Allmacht, um Geschehenes ungeschehen zu machen.

    Eduard Mörike

  47. Vergangene Liebe ist bloße Hoffnung. Künftige Liebe ist ein Hirngespinst. Nur im Hier und Jetzt können wir wirklich lieben.

  48. Entscheidend für eine Idee ist nie, wie sie sich verwirklicht, sondern was sie an Wirklichkeit enthält.

    Stefan Zweig

  49. Man sieht oft etwas hundertmal, tausendmal, ehe man es zum allererstenmal wirklich sieht.

    Christian Morgenstern

  50. Die stürmischen Wellen an der unruhigen Oberfläche lassen die Tiefen des Ozeans unberührt. Und dem, der an größeren und ewigeren Wirklichkeiten Halt findet, erscheinen die häufigen Wechselfälle sein …

    William James

  51. Jeder Mensch schafft sich seine eigene Größe. Zwerge bleiben Zwerge, wenn sie auch auf Alpen sitzen.

    August von Kotzebue

  52. Wie alt ein Mensch ist, erkennt man daran, ob er zwei Stufen oder zwei Tabletten auf einmal nimmt.

  53. Es gibt bestimmte Fehler, welche - gut dargestellt - besser glänzen als Tugenden!

    François de la Rochefoucauld

  54. Unter Intuition versteht man die Fähigkeit gewisser Leute, eine Lage in Sekundenschnelle falsch zu beurteilen.

    Friedrich Dürrenmatt

  55. Es ist nicht möglich, mit Menschen zusammenzuleben, wenn man ihre Hintergedanken kennt.

    Albert Camus

  56. Man muß etwas wirklich ernstnehmen, wenn man irgendein Vergnügen am Leben genießen will.

    Oscar Wilde

  57. Ein Verliebter betrachtet eine Blume mit anderen Augen als ein Kamel.

  58. Nichts ist so sichtbar wie das, was man verbergen will.

  59. Wer zu geschäftig Gutes tut, hat nicht die Zeit, gut zu sein

    Rabindranath Tagore

  60. Jede Erinnerung ist gefärbt durch das jetzige So-Sein, also durch einen trügerischen Blickpunkt.

    Albert Einstein