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Es gäbe keine Geselligkeit

Spruchbild: Es gäbe keine Geselligkeit, alle Familienbande würden gelockert, wenn die Gedanken der Men …

Es gäbe keine Geselligkeit, alle Familienbande würden gelockert, wenn die Gedanken der Menschen auf ihrer Stirn zu lesen wären.

Bedeutung

Marie von Ebner-Eschenbach, die österreichische Schriftstellerin, formuliert in diesem Zitat eine witzige und zugleich tiefe Beobachtung über soziales Leben und Diskretion: Wenn die Gedanken der Menschen auf ihrer Stirn zu lesen wären, gäbe es keine Geselligkeit mehr – alle Familienbande würden sich lösen. Das ist ein ironisches Plädoyer für das Unausgesprochene: Soziales Miteinander funktioniert nur, weil nicht alles gesagt wird. Das Schweigen, das Verbergen, die Höflichkeit – sie sind nicht Heuchelei, sondern die Bedingung jeder dauerhaften Gemeinschaft.

Verwendung

Passend als Ebner-Eschenbach-Zitat in Texten über soziales Leben, Diskretion und die Rolle des Ungesagten in menschlichen Beziehungen sowie für Beiträge über Gesellschaft, Kommunikation und die notwendige Kunst des Verschweigens. Auch geeignet als augenzwinkerndes Wort in Reden über Höflichkeit und die sozialen Funktionen von Zurückhaltung.

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Über Marie von Ebner-Eschenbach

Über den Autor

Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916

Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.

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