
Wir halten oft manchen Menschen wegen seiner Mängel und Fehler für unglücklich, ich aber sage, dass derjenige der unglücklichste Mensch ist, welchem kein Mensch gefällt
Bedeutung
Abraham a Sancta Clara formuliert in diesem Zitat eine psychologisch feinsinnige Beobachtung über Zuneigung und Eigenarten: Wir halten oft an Menschen wegen ihrer Mängel und Fehler fest, nicht trotz ihnen. Die Eigenarten, die uns zunächst stören oder belustigten, werden zu vertrauten Merkmalen, die wir mit der Person verbinden und schätzen. A Sancta Clara, der tiefe Menschenkenntnis mit volksnahem Humor verband, beschreibt damit eine paradoxe Wahrheit: Liebe wächst oft gerade aus dem, was uns auffällt oder stört.
Verwendung
Passend als Abraham-a-Sancta-Clara-Zitat in Texten über menschliche Beziehungen, Zuneigung und die Paradoxien der Sympathie sowie für Beiträge über Menschenkenntnis und die Kraft des Vertrauten. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über Liebe, Toleranz und das Wachsen von Zuneigung trotz oder wegen Unvollkommenheit.
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Über Abraham a Sancta Clara
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1644 - 1709
Abraham a Sancta Clara (1644–1709) war ein deutscher Barockprediger und Schriftsteller, der unter seinem Ordensnamen rund 600 Einzelschriften verfasste.
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Geboren als Johann Ulrich Megerle in Kreenheinstetten, trat er dem Augustiner-Orden bei und wirkte bis zu seinem Tod in Wien. Als katholischer Prediger und Poet des Barock verband er religiöse Inhalte mit scharfer Gesellschaftskritik und volkstümlichem Sprachwitz, was ihm über Konfessionsgrenzen hinaus Bekanntheit verschaffte.
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