Sprüche über Schwäche
700 Sprüche — Seite 2
Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.
In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.
Wer nur zurück schaut kann nicht sehen, was auf ihn zukommt.
— Konfuzius
Der alte Grundsatz ´Auge um Auge´ macht schließlich alle blind
— Martin Luther King
Man verdirbt einen Jüngling am sichersten, wenn man ihn verleitet, den Gleichdenkenden höher zu achten als den Andersdenkenden.
— Friedrich Nietzsche
Wer sich stets zuviel geschont hat, der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung. Gelobt sei, was hart macht.
— Friedrich Nietzsche
Jeder Mensch ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt.
— Mark Twain
Wenn die anderen glauben, man ist am Ende, so muss man erst richtig anfangen
— Konrad Adenauer
Wenn du stark bist, dann beginne, wo du stark bist. Wenn nicht, beginne dort, wo du eine Niederlage am leichtesten verschmerzen kannst.
— Nicolaus Machiavelli
Ein Mensch kann sich durch seine Zunge zerstören.
Die Betrunkenen denken nicht ihre eigenen Gedanken.
Lesen soll man nur dann, wenn die Quelle der eigenen Gedanken stockt, was auch beim besten Kopfe oft genug der Fall sein wird.
— Arthur Schopenhauer
Gehorchen mag, wer nicht zu herrschen weiß.
— William Shakespeare
Das Gedächtnis mancher Menschen ist wie ein Sieb, weil ihre Gedanken nicht groß genug sind, um darin haften zu bleiben.
— John Knittel
Die Regierung bringt es fertig, dass man sich winzig und erbärmlich vorkommt und einige Zeit braucht, bis man das Selbstgefühl wiedergewonnen hat.
— John Steinbeck
Wenn ein Künstler seine herrlichen Gaben versäuft und verludert, nennt man's geniales Leben, der Schreiner, der seinen Hobel vertrinkt, ist dagegen ein Lump.
— Emil Gött
Wer Phantasie hat aber kein Wissen, der hat Flügel aber keine Beine.
— Joseph Joubert
Wer kein Ungemach ertragen kann, ist nicht zu großen Dingen berufen.
Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzten, bis er genügend Geld ausgegeben hat.
— Ambrose Bierce
Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos
— Sigmund Freud
Gewohnheit ist oft ein Mangel an Überlegung und Erkenntnis.
— Else Pannek
Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.
— Jonathan Swift
Die Klage über die Stärke des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.
— Walter Rathenau
Mit Neid bedecken viele ihre Blöße
— Richard von Schaukal
Sei deiner Welt soviel du kannst ein Engel. So wird sie dir trotz dem Gefühl der Mängel soviel sie kann dafür ein Himmel sein.
— Christoph A. Tiedge
Manche Laster lassen im Alter nach, andere werden ärger.
— Erasmus von Rotterdam
Was soll mir das Lob von Menschen, welche nicht tadeln können?
— Annette von Droste-Hülshoff
Extreme Idealisten sind immer Feiglinge. Sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.
— Jakob Bosshart
Alle menschlichen Verfehlungen sind das Ergebnis eines Mangels an Liebe.
— Alfred Adler
Der schlimmste Fehler der Menschen ist ihr Mangel an Einfühlungsvermögen. Darum vermag sich auch so selten einer den richtigen Begriff von seines Nächsten Leiden zu machen
— Joseph Addison
Wer vor sich selber flieht, wird immer eingeholt.
— Ernst Wiechert
Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.
— Charles-Louis de Montesquieu
Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in der Gewalt.
— Jean Paul
Das Vorurteil ist das Kind der Unwissenheit.
— William Hazlitt
Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile. Zum Beispiel verschüttet man ziemlich viel Alkohol, den man sonst getrunken hätte.
— André Gide
Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.
— Wilhelm von Humboldt
Ohne Grundsätze ist der Mensch wie ein Schiff ohne Steuer und Kompass, das von jedem Winde hin und her getrieben wird.
— Samuel Smiles
Das größte Übel bei den Menschen ist ihre Unersättlichkeit.
— Menander
Die geistige Unterwerfung beginnt mit der Übernahme der Fragestellung
— Friedrich Georg Jünger
Es ist kein Fisch ohne Gräten und kein Mensch ohne Mängel.
— Julius Wilhelm Zincgref
Die Raucher vernebeln nicht nur die Luft, sondern meist auch ihren Geist, und so kann man leichter mit ihnen fertig werden.
— Konrad Adenauer
Geduld ist die Stütze der Schwäche, Ungeduld der Ruin der Stärke.
— Charles Caleb Colton
Sich selbst etwas versprechen und es nicht halten ist der nächste Weg zur Nullität und Charakterlosigkeit
— Christian Friedrich Hebbel
Mancher ertrinkt lieber, als dass er um Hilfe ruft.
— Wilhelm Busch
Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an: Man fühlt, ich weiß nicht was, und eh' man sich erwehren kann, ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig.
— Christoph Martin Wieland
In dem Augenblick, in dem die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich bankrott.
— Christian Friedrich Hebbel
Zärtlichkeit und Güte sind keine Zeichen von Schwäche und Verzweiflung, sondern Ausdruck von Stärke und Entschlossenheit.
— Khalil Gibran
Wer sich seiner Vorfahren rühmt, ist wie eine Kartoffel: sein besterTeil liegt unter der Erde.
Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ein alter und erfahrener Lotse verliert sein Schiff durch zu große Selbstsicherheit. Ein junger Lotse verliert es aus Unkenntnis und Mangel an Erfahrung.
— Daniel Defoe
Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige Inkonsequenz.
— Oscar Wilde
Der edle Mensch hilft seinen Mitmenschen, das Gute in ihnen zur Reife zu bringen, nicht aber das Schlechte. Der niedrig Gesinnte tut das Gegenteil.
— Konfuzius
Nicht das Genie ist 100 Jahre seiner Zeit voraus, sondern der Durchschnittsmensch ist um 100 Jahre hinter ihr zurück.
— Robert Musil
Ohne Herz sieht man und erkennt doch nichts, hört man und versteht doch nichts, ißt man und schmeckt doch nichts.
Unsere Zeit krankt daran, dass es zu wenige Menschen gibt und zuviele Leute.
— José Ortega y Gasset
Schändlich ist es, wenn deine Seele ermüdet, bevor der Leib müde ist
— Mark Aurel
Wer sich Großes zutraut, ohne das Zeug dazu zu haben, ist eingebildet.
— Aristoteles
Es gibt eigentlich gar keinen Genuss anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer bedarf.
— Arthur Schopenhauer
Das Volk ist derjenige Teil des Staates, der nicht weiß, was er will.
— Georg Friedrich Wilhelm Hegel
Unsere Mängel sind unsere besten Lehrer. Aber gegen die besten Lehrer ist man immer undankbar
— Friedrich Nietzsche
Einen Unscheinbaren glaubt man keine Kraft.
— Stefan Zweig
Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen reißt es hinfort.
— Seneca