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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 8

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Der Mensch, der sich vielen Glückes und seiner Schwäche bewusst ist, wird abergläubig, flüchtet zum Gebet.

    Georg Christoph Lichtenberg

  2. Die Gesetze der Natur sind wunderbar, aber ihr Räderwerk zermalmt viele Insekten wie die Regierungen viele Menschen.

    Antoine de Rivarol

  3. Das Schwache ist ein Charakterzug unseres Jahrhunderts.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Eine Frau ohne Schmuck ist eine Mühle ohne Mühlstein.

  5. Ach, wie bald schwindet Schönheit und Gestalt.

    Wilhelm Hauff

  6. Weibliche Richter und Anwälte können wir nicht brauchen und zum ärztlichen Beruf fehlen ihnen die körperlichen Kräfte wie gewisse Charaktereigenschaften.

    Felix Dahn

  7. Der Empfindsame ist der Waffenlose unter lauter Bewaffneten.

    Berthold Auerbach

  8. Auf gebeugtem Rücken und eingezogenen Schultern nimmt jede Last Platz.

    Else Pannek

  9. Es gibt Menschen, die das Leben erleiden und es gibt Menschen, die das Leben nach eigenem Willen gestalten.

    Charles Ferdinand Ramuz

  10. Das Gefühl, nicht ganz in Ordnung zu sein, ist ekelhaft. Man ist bloß ein halber Mensch.

    Ludwig Thoma

  11. Gegen einen matten, von tausend Rücksichten gelähmten, kaum noch vorhandenen Entschluß ist oft der Schein des Widerstandes genug.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  12. Manche Leute wollen nie, sondern "möchten" bloß

    Walter Calé

  13. Ein leeres Vorurteil ist das Alter, die schnöde Frucht von dem tollen Wahn, dass der Geist abhänge vom Körper.

    Friedrich Schleiermacher

  14. Am Ende des längsten Lebens sind wir immer noch Anfänger.

    John Henry Newman

  15. Wer nichts weiß, muss alles glauben

    Marie von Ebner-Eschenbach

  16. Niemand köpft leichter als jene, die keine Köpfe haben.

    Friedrich Dürrenmatt

  17. Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.

    George Bernard Shaw

  18. Schimpfe nicht auf den Spiegel, wenn du mit einem Makel geboren bist.

  19. Einen Satz trag´ in den Ohren: Wer sich aufregt, hat verloren.

    Karl-Heinz Söhler

  20. Es ist schmerzlich, einem Menschen seine Grenzen anzusehen

    Christian Morgenstern

  21. Ein Gemüt jedoch, das nicht gelernt hat vorauszuschauen und sich die Zukunft stets rosig malt, wird von den ersten Widerwärtigkeiten zu Boden geworfen.

    Francesco Petrarca

  22. Möge die Katze dir nicht in den Milchtopf treten, der Hund den Butternapf nicht umstoßen, die Maus den Schinken nicht riechen. Mögest du Nachsicht haben mit der Tollpatschigkeit der Tiere, so wie …

  23. Schwachheit, dein Name ist Weib!, so meint ein Dichter, ein großer. Aber das Weibchen, es weiß: Schwachheit, dein Name ist Mann!

    Eduard von Bauernfeld

  24. Unter allen Leidenschaften der Seele bringt die Trauer am meisten Schaden für den Leib.

    Thomas von Aquin

  25. Stärke des Charakters ist oft nichts anderes als eine Schwäche des Gefühls.

    Arthur Schnitzler

  26. Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.

    François de la Rochefoucauld

  27. Es gibt kein Wunder für den, der sich nicht wundern kann.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  28. Die Wahrheit ist eine Braut ohne Aussteuer.

    Francis Bacon

  29. Gewalt ist der Bankrott der Unvernunft.

    José Ortega y Gasset

  30. Nichts ist kläglicher als Humor in zu engen Schuhen.

    Annette von Droste-Hülshoff

  31. Das Geheimnis des Glücklichseins ist Versuchungen nachzugeben

    Oscar Wilde

  32. Autorität ohne Weisheit ist wie eine schwere Axt ohne Schneide: eher geeignet für einen dumpfen Schlag als für einen glatten Schnitt.

    Anne Bradstreet

  33. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  34. Wenn deinem Freund kein großes Unglück widerfährt, musst du dich mit seinen kleinen Misserfolgen zufrieden geben

  35. Geld für Freunde, Kugeln für Feinde, Schläge für Unentschlossene

  36. Die Wut im Angesicht des Feindes macht die Augen trübe.

  37. Auch eine Kerze so groß wie eine Tasse kann den morgigen Tag nicht erleuchten

  38. Tue nicht hastig, was du zu tun hast, sonst verlierst du den klaren Blick und hinderst dich selbst.

    Franz von Sales

  39. Stimmung ist Schweigen in Gefühlen, die man nicht hat

    Oscar Wilde

  40. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist nur möglich, wenn die Frau sich unterordnet.

    Martial

  41. Die einzige Möglichkeit eine Versuchung loszuwerden, ist ihr nachzugeben.

    Oscar Wilde

  42. Ein Mensch ohne Geld ist wie ein Wolf ohne Zähne.

  43. Das meiste Unglück kommt auf die Rechnung unserer eigenen Schwäche.

  44. Abhängigkeit ist das Los der Frauen; Macht ist, wo die Bärte sind.

    Jean-Baptiste Molière

  45. Das Böse entsteht immer dort, wo die Liebe nicht mehr ausreicht.

    Christian Johann Heinrich Heine

  46. Vergebung ist das erste Zeichen von Altersschwäche.

  47. Du trinkst das erste Glas, das zweite Glas trinkt das erste Glas, das dritte Glas trinkt dich.

  48. Jeder Feind hat eine Schwachstelle! Wenn man diese erkennt, kann man diesen auch vernichten!

  49. Der Hagestolze hat das Unglück, dass ihm niemand seine Fehler frei sagt, der Ehemann hat dies Glück.

    Jean Paul

  50. Die Bestimmung unseres Lebens ist nicht der Erfolg, sondern heroisches Versagen.

    Robert Louis Stevenson

  51. In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuüben.

    Sören Kierkegaard

  52. Seit die Vergangenheit aufgehört hat, ihr Licht auf die Zukunft zu werfen, irrt der menschliche Geist in der Finsternis.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  53. Wer zu schwach ist, dir zu nutzen, ist noch stark genug, dir zu schaden

  54. Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen.

    John Milton

  55. Nackt, nass und hungrig werden wir geboren. Danach wird es nur noch schlimmer

  56. Der Mensch zerfällt in zwei Teile. Einen männlichen, der nicht denken will, und einen weiblichen, der nicht denken kann.

    Kurt Tucholsky

  57. Wenn man früher unfähig war, wurde man Fotograf; heute wird man Abgeordneter.

    Guy de Maupassant

  58. Wenn man sich beim Leben allzusehr auf die Finger sieht, lebt man nicht mehr. Der Blick schafft sich dann das, was er sucht, und man wird zu dem, was zu sein man sich einredet.

    André Gide

  59. Ein Feigling vergibt nie.

    Laurence Sterne

  60. Unsere größte Schwäche liegt im Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist immer, es doch noch einmal zu versuchen.

    Thomas Alva Edison