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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 5

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Es gibt nur ein Laster, dessen sich niemand rühmt: Undankbarkeit.

    Gerard de Nerval

  2. Wenn du selbst keine Haare auf dem Kopf hast, dann beschimpfe andere nicht als Glatzkopf.

  3. Die Frauen sind nicht zum Laufen geschaffen... Wenn sie fliehen, dann nur, um eingeholt zu werden

    Jean-Jacques Rousseau

  4. Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.

  5. Man ist am meisten in Gefahr, überfahren zu werden, wenn man eben einem Wagen ausgewichen ist.

    Friedrich Nietzsche

  6. Ein Kind erträgt Veränderungen, die ein Mann nicht ertragen würde.

    Jean-Jacques Rousseau

  7. Niemals sind wir so verletzlich, als wenn wir lieben.

    Sigmund Freud

  8. Das beste verkäuferische Dribbling nützt nichts, wenn der erfolgreiche Abschluss fehlt

    Rainer Karius

  9. Vorsicht vor den Gutmütigen! Der Umgang mit ihnen erschlafft.

    Friedrich Nietzsche

  10. Wenn Du auf eine vollkommene Gemeinde wartest, musst Du warten, bis Du in den Himmel kommst; und wenn Du doch eine vollkommene Gemeinschaft auf der Erde finden könntest, würde sie Dich sicherlich nich …

    Charles Haddon Spurgeon

  11. Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er

    Karl Kraus

  12. Dem Blöden fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die Glieder.

    Heraklit von Ephesos

  13. Bedenke, dass Du nur Schaupieler bist in einem Stücke, das der Spielleiter bestimmt.

    Epiktet

  14. Viele Spötter meinen, reich an Geist zu sein, und sind doch nur arm an Takt

    Georg Christoph Lichtenberg

  15. Du kannst einen Elefanten festhalten, wenn er fliehen, aber nicht das kleinste Haar auf deinem Kopf, wenn es fallen will.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  16. Es ist keine Höflichkeit, dem Lahmen den Stock tragen zu wollen.

    Arthur Schnitzler

  17. Die Frau ist eine Festung, der Mann ihr Gefangener.

  18. Das Schwache kann das Starke bezwingen. Das Zarte besiegt das Grobe. Jedermann unter der Sonne weiß das. Doch handelt jemand danach?

    Laotse

  19. Ein Mann ist stark, wenn er sich seine Schwäche eingesteht.

    Honoré de Balzac

  20. Jedes Zeichen von Verfall in einem menschlichen Körper, jede Form von Schwäche ... hat seine Ursache in der dominierenden Stimmung seines Gemüts.

    Prentice Mulford

  21. Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedingungen hinnehmen, die es ihm bietet.

    George Eliot

  22. Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.

    Victor-Marie Hugo

  23. Eine Seele ohne Phantasie ist wie eine Sternwarte ohne Teleskop.

    Henry Ward Beecher

  24. Fürchte nicht, daß der Körper, sondern, daß die Seele altert.

  25. Unfähigkeit zur Muße ist das Unvermögen in sich zu ruhen.

    Else Pannek

  26. Jedermann ist zu bedauern, der gerade genug Verstand hat, seine Mängel wahrzunehmen.

    William Hazlitt

  27. Das ist meine allerschlimmste Erfahrung: Der Schmerz macht die meisten Menschen nicht groß, sondern klein.

    Dante Alighieri

  28. Verglichen mit dem, was wir sein könnten, sind wir nur halb wach

    William James

  29. Der Hass ist ein fruchtbares, der Neid ein steriles Laster.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  30. Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unwissenheit voraus.

    Charles-Louis de Montesquieu

  31. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  32. Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazieren gehen kann.

    Christian Morgenstern

  33. Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.

    Charles Baudelaire

  34. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  35. Die Wahrheit ist, dass es eine gewisse Ernährungsform gibt, die die Menschen mehr auszehrt als die größte Enthaltsamkeit.

    Henry Fielding

  36. Misserfolg ist ein Gemütszustand.

    John Steinbeck

  37. In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.

    Ludwig Börne

  38. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  39. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  40. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  41. Mancher droht, der selber zittert.

  42. Ein Fisch, so groß, dass er ein Schiff verschlingen kann, ist auf dem Trockenen nicht einmal den Ameisen gewachsen.

    Lü Bu We

  43. Der Reichtum dient dem weisen Mann, den Dummkopf aber regiert er.

  44. Durch ein Unterlassen kann man genauso schuldig werden wie durch Handeln.

    Konrad Adenauer

  45. Manche Bücher haben nur einen berühmten Namen, im übrigen sind sie ohne Lebenskraft. Sie stellen Sätze auf, geben Erörterungen, Sophismen - Mut machen sie nicht, haben sie doch selber keinen.

    Seneca

  46. Ironie ist keine Waffe, sondern eher ein Trost der Ohnmächtigen.

    Ludwig Marcuse

  47. Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen

  48. An den Grundsätzen hält man nur fest, solange sie nicht auf die Probe gestellt werden; geschieht das, so wirft man sie fort wie der Bauer die Pantoffeln und läuft, wie einem die Beine von Natur gewach …

    Otto von Bismarck

  49. Wer ein schlechtes Gedächtnis hat, wird nicht darum herum kommen, seine Fehler zu wiederholen.

  50. Den Haien entrann ich Die Tiger erlegte ich Aufgefressen wurde ich von den Wanzen.

    Bertolt Brecht

  51. Es ist nicht das Unkraut, das den guten Samen erstickt, sondern die Nachlässigkeit des Bauern

    Konfuzius

  52. Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.

    François de la Rochefoucauld

  53. Misstrauen ist eine schlechte Rüstung, die mehr hindern als schirmen kann.

    Lord Byron

  54. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  55. Das Recht des Stärkeren ist das stärkste Unrecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  56. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl

  57. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  58. Es gibt Menschen, die sich auch innerlich kleiden, wie es die Mode heischt.

    Berthold Auerbach

  59. Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen entdecken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  60. Unsere kleinen Irrtümer und die kleinen Schwächen sind es, die uns gegenseitig liebenswert machen.

    Johann Wolfgang von Goethe