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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 6

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wer bescheiden ist, muß dulden, Und wer frech ist, der muß leiden; Also wirst du gleich verschulden, Ob du frech seist, ob bescheiden.

    Johann Wolfgang von Goethe

  2. Ein Pferd hat vier Beine und stolpert doch.

  3. Das Vergnügen, recht zu behalten, wäre unvollständig ohne das Vergnügen, andere ins Unrecht zu setzen.

    Voltaire

  4. Wir erschrecken über unsere eigenen Sünden, wenn wir sie an anderen entdecken.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Denk an deine eigenen Fehler im ersten Teil der Nacht, wenn du wach daliegst; denk an die Fehler eines anderen im zweiten Teil der Nacht, wenn du schläfst.

  6. Die Maus ist ein Tier, dessen Pfad mit in Ohnmacht fallenden Frauen übersät ist.

    Ambrose Bierce

  7. Man muss verstehen, die Früchte seiner Niederlagen zu ernten

    Otto Stössl

  8. Der Beweis von Heldentum liegt nicht im Gewinnen einer Schlacht, sondern im Ertragen einer Niederlage

    David Lloyd George

  9. Wer nach Rache strebt, hält seine eigenen Wunden offen.

    Francis Bacon

  10. Ein verliebter Mann hält jeden Pickel für ein Grübchen.

  11. Peinlich ist es zu kämpfen mit einem Menschen, der zur Niederlage bereit ist.

    Seneca

  12. Der Ausdruck "ein Wunder" entlockt mir immer ein inneres Lächeln über den Mangel an Logik; denn in jeder Minute sehen wir Wunder und nichts als solche.

    Otto von Bismarck

  13. Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.

    Henry Ford

  14. Ein verlottertes Feld stürzt dich zeitweilig in Not, eine falsche Ehefrau ruiniert dich fürs Leben.

  15. Bist du alt, so gehorche deinen Kindern!

  16. Nichts ist erbärmlicher als die Resignation, die zu früh kommt.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  17. Liebt euch und verzeiht euch kleine Schwachheiten und trachtet, dass euch die gegenseitige Liebe alles ersetzet!

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.

    François de la Rochefoucauld

  19. Nicht die Vollkommenen brauchen Liebe, sondern die Unvollkommenen

    Oscar Wilde

  20. Die Liebe macht blind für den geliebten Gegenstand.

    Plutarch

  21. Gegenüber sehr attraktiven Frauen ist meist der Mann der Schutzbedürftige.

    Oscar Wilde

  22. Ein deutliches Zeichen eines im Grunde unedlen Menschen ist die Undankbarkeit. Sie stellt ihn unter die edleren Tiere, die alle dankbar sind.

    Carl Hilty

  23. Der Mann ist so beschaffen, dass er dem vernünftigsten Argument eines Mannes widersteht, aber dem unvernünftigsten Blick einer Frau erliegt.

    Honoré de Balzac

  24. Selbst nichts leisten können, ist nur ohnmächtig Und eigengeschlechtig: Aber es denen missgönnen, die was können, das ist niederträchtig.

    Felix Dahn

  25. Wer seine eigene Freiheit sichern will, muss selbst seinen Feind vor Unterdrückung schützen.

    Thomas Paine

  26. Das Schicksal ist: die Vollmacht des Tyrannen für seine Verbrechen, die Entschuldigung des Toren für sein Versagen.

    Ambrose Bierce

  27. Freundlichkeit ist eine Sprache, die Taube hören und Blinde lesen können.

    Mark Twain

  28. Das Recht ist die Waffe des Schwachen.

    Gustav Walter Heinemann

  29. Das Wort 'unmöglich' gibt es nur im Wörterbuch von Narren.

    Napoleon

  30. Gute Vorsätze sind grüne Früchte, die abfallen, ehe sie reif sind.

    Johann Nepomuk Nestroy

  31. Wir wünschen Alter alle Tage, und kommt es, hört man nichts als Klage.

    Bernhard Freidank

  32. Leute, die sich die Finger verbrennen, verstehen nichts vom Spiel mit dem Feuer

    Oscar Wilde

  33. Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht.

    Christian Morgenstern

  34. Frauen lassen sich durch Schmeicheleien nie entwaffnen, Männer immer.

    Oscar Wilde

  35. Erst wenn man glaubt, verloren zu haben, fängt die wirkliche Niederlage an.

  36. Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe.

  37. Die einseitige Ausbildung der geistigen Fähigkeiten bei Vernachlässigung der körperlichen, führt mit Notwendigkeit zur körperlichen Verkrüppelung…

    Wilhelm Liebknecht

  38. Feigheit ist der wirksamste Schutz gegen die Versuchung

  39. Wer in einen Brunnen stürzt, auf den wird sicher noch ein großer Stein herniederfallen.

  40. Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt

    Jean Paul

  41. Wer den Lebensbecher bis auf den Grund ausleeren will, muss sich vernünftigerweise auf die gewöhnliche Hefe gefasst machen

    Karl Julius Weber

  42. Es gibt keinen Frieden für die Furchtsamen und Uneinigen.

    Charles John Huffam Dickens

  43. Ein Held ist oft nur ein Mensch, der nicht die Fähigkeit besitzt, eine Gefahr zu erkennen.

  44. Worte dienen vielen dazu, zu verbergen, dass sie keine Gedanken haben.

    Christian Johann Heinrich Heine

  45. Für eines Mannes Handeln ist das eigene Ich ein dürftiger Ausgangspunkt

    Francis Bacon

  46. Der Erfolg macht einen zum König, der Mißerfolg zum Räuber.

  47. Manche Männer sind, wenn sie ohne Frauen bleiben, ruhmlos wie ein Tag, der keine Sonne hatte.

    Hildegard von Bingen

  48. Wer die Geduld verliert, verliert die Kraft

    Augustinus

  49. Einige finden sich mit ihrer Rolle als Nichtskönner nicht ab. Auch auf diesem Gebiet geben sie sich nicht mit Durchschnitt zufrieden

    Karl-Heinz Karius

  50. Wir wissen, dass durch Naturnotwendigkeit jeder über den herrscht, über welchen er Gewalt hat.

    Thukydides

  51. Ein Haus ohne Herrin ist ein Leib ohne Seele, der bald zerfällt.

    Jean-Jacques Rousseau

  52. Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  53. Die Schwächen der Männer machen die Stärken der Frauen aus.

    Voltaire

  54. Tradition gleicht den Laternen, die den Weg erhellen. Nur Betrunkene klammern sich an ihnen fest.

  55. Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen

    Voltaire

  56. Eine schwache Regierung ist ein Unglück für jedes Land und eine Gefahr für den Nachbar.

    Helmuth James Graf von Moltke

  57. Die Menschen, die stets auf Recht und Ordnung pochen, haben am meisten Angst vor dem Leben.

    Rainer Haak

  58. Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.

    Sören Kierkegaard

  59. Die Ungeduld, mit der man seinen Zielen zueilt, ist die Klippe, an der oft gerade die besten Menschen scheitern

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  60. Alles was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand

    Charles Robert Darwin