Sprüche über Menschen
1311 Sprüche — Seite 8
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
Tapferkeit ist ein Anfall, der bei den meisten Menschen schnell vorübergeht.
— Mark Twain
In mir schlummert ein Genie - nur wird das Biest nicht wach!
Wenn du immer das letzte Wort haben willst, solltest du mehr Selbstgespräche führen.
Die guten Herrscher bringen den Menschen eine Ordnung, die sie fröhlicher macht.
Männer sind wie Wasserkessel. - Wenn du sie heiß machst, kochen und pfeifen sie. Und dann lassen sie nur noch Dampf ab
Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns Menschen geschieht. Wenn sie aber nicht in mir geschieht, was hilft sie mir dann? Gerade, dass sie auch in mir geschehe, darin liegt alles.
— Eckhart von Hochheim
Lieber einen zweiten Frühling als dritte Zähne.
Die beste Beschreibung des Menschen ist meiner Ansicht nach: der undankbare Zweifüßler.
— Fjodor M. Dostojewski
Der wahre Beruf des Menschen ist, zu sich selbst zu kommen.
— Friedrich Nietzsche
Wir werden niemals wirklich erwachsen, nur älter und älter!
Je mehr die Menschen an Sterne glauben, desto weniger glauben sie an das, was über den Sternen ist.
— Albert Schweitzer
All unser Übel kommt daher, dass wir nicht allein sein können.
— Arthur Schopenhauer
Eigentlich ist es nur des Menschen, gerecht zu sein und Gerechtigkeit zu üben; denn die Götter lassen alle gewähren: Ihre Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.
— Johann Wolfgang von Goethe
Der Horcher an der Wand hört seine eig'ne Schand'
Meine Absicht ist es, die Menschen von den falschen Vorstellungen zu befreien, die ihnen Gott als einen absoluten Herrscher darstellen, despotisch Macht ausübend, wenig geeignet und wenig wert, gelieb …
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Sorge ist ein kostbarer Schatz, den man nur den Freunden zeigt.
Die Dankbarkeit der meisten Menschen ist nur der geheime Wunsch, noch mehr zu bekommen.
— François de la Rochefoucauld
Der Mensch kann unendlich viel, wenn er die Faulheit abgeschüttelt hat und sich vertraut, dass ihm gelingen muss, was er ernstlich will.
— Ernst Moritz Arndt
Wer den Menschen nicht dankt, gibt damit auch seine Undankbarkeit gegen Gott zu erkennen
— Johannes Calvin
Wer zuletzt lacht, hat es nicht eher begriffen.
Die Menschen in ihrer Überheblichkeit sind wie die umherspringenden Frösche; aber sie können nicht so weit springen, als dass sie Gott zu verletzen vermöchten. Sie wollen ihre Flügel ausbreiten, aber …
— Johannes Calvin
Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.
Der Fortschrittsgedanke der Zivilisation hat sich als ein Übermut des Menschen entschleiert
— Karl Theodor Jaspers
Die Hälfte der Menschen lacht auf Kosten der anderen.
— Philippe Destouches
Wenn du die Menschen verurteilst, hast du keine Zeit, sie zu lieben.
— Mutter Theresa
Das Rationale am Menschen sind die Einsichten, die er hat. Das Irrationale an ihm ist, dass er nicht danach handelt
— Friedrich Dürrenmatt
Wer getragen wird, weiß nicht, wie weit die Stadt entfernt ist.
Frauen sind wie Krawatten: Hat man sie zweimal umschlungen, hat man sie am Hals
Ärzte schütten Medikamente, von denen sie wenig wissen, zur Heilung von Krankheiten, von denen sie weniger wissen, in Menschen, von denen sie nichts wissen.
— Voltaire
Zeige den Menschen ein heiteres Gesicht, denn sie müssen es ansehen.
Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden
— Kurt Tucholsky
Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
— Epikur
Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken.
— Henry Ford
Wer dieses nicht weiß, kann doch jenes wissen.
Wer sein Gewissen dem Ehrgeiz opfert, verbrennt ein Bild, um die Asche zu bekommen.
Glauben heißt: durch den Horizont blicken.
Sei gütig, denn alle Menschen, denen du begegnest, kämpfen einen schweren Kampf
— Platon
Wer Menschen gewinnen will, muss das Herz zum Pfande einsetzen.
— Adolph Kolping
Man sollte wirklich nur die zusammen leben lassen, die ohne einander sterben würden.
— Ludwig Anzengruber
Den Wert von Diamanten und Menschen kann man erst ermitteln, wenn man beide aus der Fassung bringt
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein zu reicher Fang schädigt das Netz.
Wer den Häuptling an seine Schuhe erinnert, wird sie auch holen müssen.
Klein ist das Eichhörnchen. Aber es ist kein Sklave des Elefanten.
Ein Kritiker ist ein Mensch, der den Weg weiß, aber nicht Auto fahren kann
Du lernst den Baum kennen, wenn du dich an ihn lehnen willst.
Der Besitz besitzt. Er macht die Menschen kaum unabhängiger.
— Friedrich Nietzsche
Gebete ändern nicht die Welt. Aber die Gebete ändern Menschen und Menschen ändern die Welt.
— Albert Schweitzer
Wen seine Mutter nicht lehrt, den lehrt die Welt.
Ebbe folgt nicht auf Ebbe. Dazwischen ist die Flut.
Wenn ich für meine Arbeit als Hausfrau bezahlt würde, könnte ich mir längst einen Hausmann leisten!
Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden
— Friedrich der Große
Menschen sind wie Schallplatten: nur gut aufgelegt kommen Sie über die Runden
— Martin Luther King
Wenn des Richters Maulesel stirbt, geht jedermann zum Begräbnis. Wenn der Richter selber stirbt, geht niemand.
Wenn du zu lange unter einem Baum hockst, machen dir die Vögel auf den Kopf.
Sportler leben nicht länger, sie sterben nur gesünder.
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.
Wer barfuss geht, dem kann man nichts in die Schuhe schieben.
In der Nase bohren ist bei manchen die einzige Art, in sich zu gehen.
Jeder schliesst von sich auf andere und berücksichtigt nicht, dass es auch anständige Menschen gibt.
— Heinrich Zille
Fährst Du rückwärts an den Baum, verkleinert sich der Kofferraum.