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Sprüche über Menschen

1311 Sprüche — Seite 21

In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.

Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.

  1. Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen, darin durchstrichen wird kein Blatt, noch ausgerissen

    Friedrich Rückert

  2. Die Herzen sind so ungleich wie die Gesichter.

  3. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  4. Der vornehmste Beruf ist der zum Menschen und eben darum auch der am häufigsten verfehlte.

    Peter Sirius

  5. Ein Psychiater ist ein Mann, der sich keine Sorgen zu machen braucht, solange andere Menschen sich welche machen

    Karl Kraus

  6. Der Langweiler ist ein Mensch, der, wenn du dich nach seinem Befinden erkundigt, es dir erklärt.

    Channing Pollock

  7. Wo der Wein fehlt, da stirbt der Reiz der Venus, da ist der Himmel der Menschen wüst und freudlos.

    Euripides

  8. Die Kleider müssen zum Menschen passen, wie der Mensch zur Landschaft passen muss.

    Li Liweng

  9. Dem Vogel ein Nest, der Spinne ein Netz, dem Menschen - Freundschaft

    William Blake

  10. Große Menschen sind allzu oft unbekannt oder, was noch schlimmer ist, unverstanden.

    Thomas Carlyle

  11. Keine zauberwirkende Rune ist wunderbarer als ein Buch. Bücher sind das auserlesene Besitztum der Menschen.

    Thomas Carlyle

  12. Ein nebliger Morgen ist noch kein wolkiger Tag.

  13. Es gibt keine Menschenkenntnis, die für alle Fälle und alle gegebenen Charaktere ausreicht, am wenigsten aber eine schnelle Erkenntnis, die lehr- und lernbar ist.

    Bogumil Goltz

  14. Das Tier, das der Leopard nicht fressen konnte, verspeist auch die Katze nicht.

  15. Eine Blume kann man abschneiden, aber den Frühling kann man nicht aufhalten.

  16. Lass es nicht merken, wenn du die Zehen dessen zählst, der nur neun Zehen hat!

  17. Wende dich nicht von einem Elefanten ab, um Steine nach einem Vogel zu werfen.

  18. Die Zeit ist auch Ewigkeit. Die Ewigkeit, deren Flügelschläge die Menschen hören, deren Schläge sie zählen können.

    Jeremias Gotthelf

  19. Des Menschen Wünsche sind sein Himmelreich

    Thomas Morus (More)

  20. Kämpft der Sperling einmal, dann fürchtet er auch den Menschen nicht.

  21. Das Geschwätz zweier Menschen kann Häuser zum Einsturz bringen.

  22. Wer sich vor einem Menschen verneigt, kehrt dabei einem anderen den Rücken zu

  23. Es ist eines Menschen Zunge, nicht die Tat, die alles lenkt

    Sophokles

  24. Folge nicht dem Hund, sondern dem Elefanten.

  25. Dem Menschen ist ein Mensch noch immer lieber als ein Engel

    Gotthold Ephraim Lessing

  26. Lege das Ruder erst dann aus der Hand, wenn das Boot an Land ist

  27. Wenn du durch eine Lagune watest, solltest du das Krokodil nicht beschimpfen

  28. Gehst du mit schlechten Leuten um, wirst du auch schlecht werden.

  29. Wenn deine Kleider schmutzig sind, wirst du sie waschen, aber nicht verbrennen

  30. Niemand kennt die Geschichte vom morgigen Sonnenuntergang

  31. Der Freund lehre den Freund die Sitten der fremden Stadt, in der er ihn aufsucht

  32. Es gibt fette Wiesen, die die Rinder nicht satt machen.

  33. Leoparden und Ziegen verkehren nicht in Rudeln miteinander.

  34. Wenn du lügst, dann füchtest du irgend jemand

  35. Bettler pflegen ausdauernd zu sein.

  36. Du kannst dich nicht auf den Rücken küssen und auch nicht alle Dinge sagen.

  37. Heute liegt in aller Ewigkeit vor morgen.

  38. Siehst du die Haare eines Verwandten brennen, dann befeuchte schnell die deinen

  39. Strategie ist besser als Stärke!

  40. Die große Trommel muss immer gespannt bleiben; denn man weiß nie, wann der Feind kommt.

  41. Man kann den Menschen unendlich viel Gutes tun ohne Worte, ohne Predigt, ohne Aufsehen.

    Charles de Foucauld

  42. Und Verträge sind ohne das Schwert leere Worte und vermögen in keiner Weise dem Menschen Sicherheit zu geben.

    Thomas Hobbes

  43. Das Schwerste für den Menschen ist Selbsterkenntnis.

  44. Es ist den Menschen allen eins gemeinsam: fehlzugehen.

    Sophokles

  45. Unglückliche Menschen sind undankbare Menschen; das Glück wohnt niemals bei Undankbaren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  46. Nichts hemmt und hindert einen Menschen mehr an der Entfaltung seiner Persönlichkeit, als die Angst.

    Nikolaus B. Enkelmann

  47. Probleme sind kein Zeichen von Schwäche oder Minderwertigkeit, sondern ein Zeichen, dass wir Mensch sind.

    Nikolaus B. Enkelmann

  48. Die Geschichte ist aus den schlechten Handlungen ausserordentlicher Menschen zusammengesetzt

    Thomas Babington Macaulay

  49. Wir Menschen halten doch immer nur die Fäden in den Händen, das Schicksal aber webt, wie es will.

    Hermann Stehr

  50. Die Wünsche des Mannes gehen zu Fuß. Die Wünsche der Frau fliegen.

  51. Wer eine gute Sache, die er den Menschen anbietet, selbst niedrig einschätzt, der sendet eine Kraft von sich, die auch andere seine gute Sache missachten lehrt.

    Prentice Mulford

  52. Jedes Menschen Glück schmiedet ihm sein Charakter.

    Cornelius Nepos

  53. Soll ich das stolze, grausame, blinde Glück nicht hassen, das mit uns Menschen nach Willkür spielt?

    Francesco Petrarca

  54. Bei manchen Menschen ist es reine Intoleranz, von Toleranz zu sprechen

    Honoré Gabriel Victor de Riqueti

  55. Einen Edelstein betrachte in seiner Fassung, einen Menschen in seiner Wohnung.

  56. Wenn du versuchst, den Menschen die Folgen ihrer Verrücktheit zu verschweigen, kommt dabei letzten Endes eine Welt voller Narren heraus

    Herbert Spencer

  57. Es gibt Menschen, die immer in Biedermeiertracht herumlaufen sollten.

    Jakob Bosshart

  58. Allen Menschen ist es gegeben, sich selbst zu erkennen und klug zu sein.

    Heraklit von Ephesos

  59. Ist es nicht merkwürdig, dass man dem Menschen fast immer am Gesicht anmerkt, wie sein Magen aussieht?

    Jakob Bosshart

  60. Die klugen Menschen denken mit dem Geist, die Weisen mit der Seele.

    Hermann Stehr