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Sprüche über Menschen

1311 Sprüche — Seite 20

In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.

Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.

  1. Liebe Leute, wenn ihr wüsstet, welche Wunder Liebe tut, mancher Mensch wär' manchem Menschen schon sich selbst zuliebe gut.

  2. Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gerne für die Religion fechten und so ungerne nach ihren Vorschriften leben?

    Georg Christoph Lichtenberg

  3. Ein Dieb hält keine Rede.

  4. Mit der Linken übe dich, solange die Rechte noch da ist.

  5. Zum Baum, der keine Früchte trägt, führt kein Weg.

  6. Der Mann analysiert den Menschen, die Frau wittert ihn.

    Carl Ludwig Schleich

  7. Wir wollen bei uns die Menschen sammeln, die nicht etwas werden wollen, sondern die etwas sein wollen, nämlich sie selbst, Menschen eigenen Wuchses und eigener Verantwortung

    Theodor Heuss

  8. Vertrau auf die Menschen und brich nicht den Stab, wenn sie auch Böses verschuldet. Du weißt nicht, was das Leben ihnen zu tragen gab und was sie im Stillen erduldet. Doch kannst du ihr Handeln au …

  9. Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben

    Christian Morgenstern

  10. Das ist die große Stille, die über Stürmen siegt, dass eines Menschen Wille in Gottes Willen liegt.

    Eduard Mörike

  11. Hunde glauben sie sind Menschen und Katzen glauben sie sind Gott.

  12. Wer einem Menschen die Hoffnung nimmt, nimmt einem Lahmen die Krücken

  13. Es gibt Zärtlichkeiten, die ehrliche Menschen abweisend und vorsichtige ängstlich machen.

    Niccolò Tommaseo

  14. Das Auge kann 1000 Meter weit sehen, aber es sieht nicht die eigene Wimper.

  15. Die größten Menschen sind bescheiden.

    Auguste Renoir

  16. Wer den Menschen studieren und erkennen will, der unternimmt ein so schwieriger Werk wie einer, der Tinte anfassen möchte, ohne sich zu beschmutzen.

    Ulrich Zwingli

  17. Der Wein heilt und erfreut den Menschen mit seiner wohltuenden Wärme und großen Kraft.

    Hildegard von Bingen

  18. Die Billardkugeln sind besser dran als die Menschen, die sich auch von allen möglichen Tölpeln und Lümmeln umherstoßen lassen müssen, aber mit Gefühl.

    Wilhelm Raabe

  19. Ich habe viele Menschen gekannt, die um Rat baten, aber sehr wenige, die ihn wirklich wünschten, und gar keine, die ihn befolgten.

    John Steinbeck

  20. Es geht mit Geschichten wie mit vielen Menschen, sie werden mit zunehmendem Alter schöner, und das ist erfreulich.

    Hans Christian Andersen

  21. Solange bis die Löwen ihre eigenen Geschichtenerzähler haben, werden die Jäger immer als Sieger aus der Geschichte hervorgehen.

  22. Es gibt wenig ganz außerordentliche Menschen, aber ein jeder hat einen Zeitpunkt des Lebens, wo er sich selbst übertrifft, und von diesem muss man Gebrauch machen

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  23. Die Spanier nennen die vorgerückten Jahre im Leben eines Menschen das Metallalter, weil man da Silber im Haar, Gold im Mund und Blei in den Füssen hat.

  24. Des Menschen Leben nimmt immer ab, aber seine Begierden nehmen täglich zu.

  25. Danken kostet nichts und gefällt Gott und Menschen wohl.

  26. Des Menschen leben hängt an einem Faden.

  27. Menschen - nicht Mauern machen Städte.

  28. Der Weg des Menschen zu Gott heisst in seiner steilsten Strecke - Einsamkeit

    Carl Hilty

  29. Manche Leute fällen einen Baum, wenn sie einen Zahnstocher brauchen.

  30. Pflichtbewusstsein aus Gehorsam macht Menschen zu Werkzeugen, schließt Menschlichkeit aus.

    Else Pannek

  31. Fortschritt ist, wenn Menschen gezüchtet werden, die die Schadstoffe ihres Fortschritts überleben.

    Else Pannek

  32. Es macht frei, seine Mitmenschen zu lassen wie sie sind.

    Else Pannek

  33. Der gute Redner bewirkt, dass die Menschen mit den Ohren sehen

  34. Die meisten Menschen treiben die Religion, wie man ein Handwerk treibt; sie ist aber durchaus eine freie Kunst.

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  35. Durch Belohnung oder Strafe kann man Menschen zwingen, zu erklären oder zu beschwören, dass sie glauben, und zu handeln, als ob sie glaubten: Mehr kann man nicht erreichen.

    Jonathan Swift

  36. Gier macht den Menschen allezeit arm, und die Fülle dieser Welt macht ihn nicht reich.

  37. Es geschieht nur zu oft, dass die Frömmigkeit durch äußere Formen erstickt und das göttliche Licht von den Meinungen der Menschen verdunkelt wird.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  38. Wenn du einen Menschen beurteilst, so beurteile ihn so, wie er war, als du ihn am meisten liebtest.

    Jens Peter Jacobsen

  39. Die Menschen werden nicht von den Dingen, sondern von den Meinungen über die Dinge gepeinigt.

    Carl Leberecht Immermann

  40. Dem Morgenrot einer neuen Idee geht es wie dem Morgenrot überhaupt: Die meisten Menschen findet es schlafend.

    Peter Sirius

  41. Es gibt keinen Menschen, der nicht mehr zu lernen als zu lehren hätte.

    Hugo Ball

  42. Die Menschen leben vom Versprechen.

    Thomas Chandler Haliburton

  43. Mit Menschen in Not soll man nicht diskutieren; man soll ihnen helfen.

    Dr. Carl Sonnenschein

  44. Aus Meerwasser Brei kochen oder der Menschen Mund schließen sei dasselbe.

  45. Wie schnell der Dank der Menschen doch verweht und Undank wird!

    Sophokles

  46. Wie wild der Fluss auch ist, er fließt in seinen Ufern, wie zahlreich die Menschen auch sind, sie leben dennoch nach den Gesetzen.

  47. Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen

    Johann Heinrich Pestalozzi

  48. Eine große Landstraß' ist unsere Erd, wir Menschen sind Passagiere.

    Christian Johann Heinrich Heine

  49. Dreck kannst du abwaschen, aber einen schlechten Menschen wirst du nie los

  50. Fast alle Menschen, die etwas taugen, haben schlechte Manieren.

    Giacomo Leopardi

  51. Jede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  52. An den Zigarren, die sie rauchen, und den Komponisten, die sie lieben, werdet ihr die Beschaffenheit der Menschenseelen erkennen.

    John Galsworthy

  53. Viele Spinnweben halten auch einen Löwen fest.

  54. Ein prahlerischer Fluss hat noch keinen ersäuft

  55. Ein Riegel gibt Sicherheit vor Tieren, nichts hält vor Menschen stand

  56. Der Mensch schafft Reichtum, aber nicht der Reichtum Menschen

  57. Es ist dem Menschen nicht möglich, sich Einflüssen zu entziehen.

    André Gide

  58. Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat.

    Jean Paul

  59. Alle Liebe der Menschen muß erworben, erobert und verdient, über Hindernisse hinweg erhalten werden. Die Mutterliebe allein hat man unerworben und unverdient.

    Berthold Auerbach

  60. Dass Gott hat b´schert für´s Menschen Leib, den Wein dass er sein Sorg vertreib, das Herz erquick und fröhlich mach, das ist der Grund der ganzen Sach.

    Johann Rasch