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Sprüche über Menschen

1311 Sprüche — Seite 19

In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.

Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.

  1. Die Menschen begehen den Fehler, dass sie ihren Hoffnungen keine Grenzen zu setzen wissen. Sie bauen auf sie, ohne sich nach den eigenen Kräften zu richten, und rennen so ins Verderben.

    Nicolaus Machiavelli

  2. Alle großen Menschen sind bescheiden.

    Gotthold Ephraim Lessing

  3. Das Wort des Menschen ist sein Wesen

  4. Wer etwas zu verkaufen hat, gilt nicht als arm.

  5. Was des Menschen Herzenswunsch ist dazu läßt er sich gern befehligen.

    Joseph Victor von Scheffel

  6. Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff der Freiheit gelangt? Es war ein großer Gedanke.

    Georg Christoph Lichtenberg

  7. Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.

  8. Es ist nicht die einfache Kreatur, die der Hilfe bedarf, sondern das Genie.

    Eleonora Duse

  9. Der Müßiggang, nicht die Arbeit, ist der Fluch der Menschen

    Samuel Smiles

  10. Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  11. Die glücklichsten und die allerunglücklichsten Menschen sind im gleichen Maße zur Härte geneigt.

    Charles-Louis de Montesquieu

  12. Die Menschen begreifen gar nicht, wie ernst man sein muss, um heiter zu sein.

    Johann Wolfgang von Goethe

  13. Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endigt mit Asche

  14. Nichts ist dem Menschen schwerer zu tragen als eine Last von guten Tagen.

    Wilhelm Müller

  15. Wer Engel sucht in dieses Lebens Gründen, der findet nie, was ihm genügt. Wer Menschen sucht, der wird den Engel finden, der sich an seine Seele schmiegt.

    Christoph A. Tiedge

  16. Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.

    Friedrich Rückert

  17. Ein großes Reich und kleine Geister passen nicht zueinander

    Edmund Burke

  18. Es ist nicht gut, dass alles geschieht, was die Menschen wünschen

    Heraklit von Ephesos

  19. Himmel und Erde, Menschen und Geister - alles liebt den Geringen, nicht den Stolzen

  20. Den Tadel der Menschen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten.

    Walter Rathenau

  21. Manche wären sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den Menschen beruht.

    Marquis de Vauvenargues

  22. Nur große Menschen haben große Fehler.

    Jean-Jacques Rousseau

  23. Wer einen Gast nicht nötigt, wird ihn noch beleidigen.

  24. Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.

    Friedrich von Schiller

  25. Frage dich, wo des Menschen Ruhm beginnt und endet. Und sieh, daß mein Ruhm nur auf meinen Feunden gründet

    William Butler Yeats

  26. Der eine erregt den Staub, und einem andern fliegt er ins Auge.

  27. Gestern, Heute, Morgen - das sind die drei Tage des Menschen

  28. Des Menschen Gemüt ist sein Geschick.

    Ferdinand Lassalle

  29. Die Menschen sollen Menschen bilden, in dem sie sie als Menschen behandeln.

    Emile Zola

  30. Bevor die Maus beginnt, am Fuße des Menschen zu knabbern, bläst sie daran.

  31. Mittleren Menschen mag man den Mut loben, edlen die Besonnenheit.

    Walter Rathenau

  32. Ein alter Panter kehrt nicht zur gleichen Stelle zurück.

  33. Durch bloße Lehren sind nie die Menschen zu bekehren: Das gute Beispiel prägt allein der Lehre Sinn dem Herzen ein.

    Friedrich von Bodenstedt

  34. Gold wächst nicht auf Bäumen.

  35. Man lernt die Menschheit lieben. In den großen Gesellschaften lernt man die Menschen nur hassen.

    Jean-Jacques Rousseau

  36. Man sieht es den Menschen oft noch im hohen Alter an, dass sie einmal jung waren.

    George Bernard Shaw

  37. In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.

    Jeremias Gotthelf

  38. Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass sie die Seele des Menschen in seinem Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quart …

    Denis Diderot

  39. Die Schlange trägt keine Schuhe.

  40. Menschen sind schwimmende Töpfe, die sich aneinander stoßen.

    Johann Peter Eckermann

  41. Geistreiche Menschen wären oft einsam ohne die Flachköpfe, die stolz auf sie sind

    Marquis de Vauvenargues

  42. Das Geschenk eines bösen Menschen bringt kein Glück.

    Menander

  43. Wer tut, was er sagt, ist kein Feigling.

  44. Man muss die Menschen reden lassen, denn die Fische können es nicht

  45. Süße Arznei ist keine Arznei

  46. Niemand ist eine Insel, jeder ist Teil des menschlichen Kontinents.

    John Donne

  47. Die Menschen sind so und wollen so sein… Du wirst sie nicht ändern! Sie jammern und klagen und sind an allem nur selber schuld mit ihrer freudlosen Ungeduld.

    Cäsar Flaischlen

  48. Wer mit den Menschen auskommen will, darf nicht zu genau hinsehen.

    Otto Flake

  49. Willst du einen Menschen kennen, schau nicht auf seinen Mund, sondern auf seine Hände!

    Wladimir Iljitsch Lenin

  50. Auf Kredit kaufen heißt, die Ernte des nächsten Jahres berauben.

  51. Auf dem Haupte der Ehrlichkeit hausen die Götter.

  52. Auch wenn man eine Ziege töten will, soll man das Messer verstecken

  53. Eine seltsamere Ware als Bücher gibt es wohl schwerlich in der Welt. Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen; von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen; gebunden, rezensiert und gelesen v …

    Georg Christoph Lichtenberg

  54. Das Wasser, das du nicht trinken kannst, lass fließen

    Alexander Puschkin

  55. Lobe den Rat der Frauen, aber richte dich nicht nach ihm.

  56. Lügen sind die Waffen der Bösen.

  57. Eine gewisse Reibung zwischen den Generationen ist unvermeidlich; denn die Jugend und die Alten wiegen sich im Besitze der Antworten, und das Mittelalter hat die Fragen am Hals.

  58. Mit Geld kommen ist besser als bald kommen.

  59. Wer schnell geht, bekommt die Antilope nicht zu Gesicht.

  60. Wenn die Menschen warten müssen, zählen sie die Fehler derer, die sie warten lassen.