Sprüche über Menschen
1311 Sprüche — Seite 19
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
Die Menschen begehen den Fehler, dass sie ihren Hoffnungen keine Grenzen zu setzen wissen. Sie bauen auf sie, ohne sich nach den eigenen Kräften zu richten, und rennen so ins Verderben.
— Nicolaus Machiavelli
Alle großen Menschen sind bescheiden.
— Gotthold Ephraim Lessing
Das Wort des Menschen ist sein Wesen
Wer etwas zu verkaufen hat, gilt nicht als arm.
Was des Menschen Herzenswunsch ist dazu läßt er sich gern befehligen.
— Joseph Victor von Scheffel
Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff der Freiheit gelangt? Es war ein großer Gedanke.
— Georg Christoph Lichtenberg
Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.
Es ist nicht die einfache Kreatur, die der Hilfe bedarf, sondern das Genie.
— Eleonora Duse
Der Müßiggang, nicht die Arbeit, ist der Fluch der Menschen
— Samuel Smiles
Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Die glücklichsten und die allerunglücklichsten Menschen sind im gleichen Maße zur Härte geneigt.
— Charles-Louis de Montesquieu
Die Menschen begreifen gar nicht, wie ernst man sein muss, um heiter zu sein.
— Johann Wolfgang von Goethe
Das Leben gleicht dem Feuer: Es beginnt mit Rauch und endigt mit Asche
Nichts ist dem Menschen schwerer zu tragen als eine Last von guten Tagen.
— Wilhelm Müller
Wer Engel sucht in dieses Lebens Gründen, der findet nie, was ihm genügt. Wer Menschen sucht, der wird den Engel finden, der sich an seine Seele schmiegt.
— Christoph A. Tiedge
Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.
— Friedrich Rückert
Ein großes Reich und kleine Geister passen nicht zueinander
— Edmund Burke
Es ist nicht gut, dass alles geschieht, was die Menschen wünschen
— Heraklit von Ephesos
Himmel und Erde, Menschen und Geister - alles liebt den Geringen, nicht den Stolzen
Den Tadel der Menschen nahm ich solange gerne an, bis ich einmal darauf achtete, wen sie lobten.
— Walter Rathenau
Manche wären sehr erstaunt zu erfahren, worauf ihre Achtung vor den Menschen beruht.
— Marquis de Vauvenargues
Nur große Menschen haben große Fehler.
— Jean-Jacques Rousseau
Wer einen Gast nicht nötigt, wird ihn noch beleidigen.
Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.
— Friedrich von Schiller
Frage dich, wo des Menschen Ruhm beginnt und endet. Und sieh, daß mein Ruhm nur auf meinen Feunden gründet
— William Butler Yeats
Der eine erregt den Staub, und einem andern fliegt er ins Auge.
Gestern, Heute, Morgen - das sind die drei Tage des Menschen
Des Menschen Gemüt ist sein Geschick.
— Ferdinand Lassalle
Die Menschen sollen Menschen bilden, in dem sie sie als Menschen behandeln.
— Emile Zola
Bevor die Maus beginnt, am Fuße des Menschen zu knabbern, bläst sie daran.
Mittleren Menschen mag man den Mut loben, edlen die Besonnenheit.
— Walter Rathenau
Ein alter Panter kehrt nicht zur gleichen Stelle zurück.
Durch bloße Lehren sind nie die Menschen zu bekehren: Das gute Beispiel prägt allein der Lehre Sinn dem Herzen ein.
— Friedrich von Bodenstedt
Gold wächst nicht auf Bäumen.
Man lernt die Menschheit lieben. In den großen Gesellschaften lernt man die Menschen nur hassen.
— Jean-Jacques Rousseau
Man sieht es den Menschen oft noch im hohen Alter an, dass sie einmal jung waren.
— George Bernard Shaw
In der kalten Ruhe liegt die größte Überlegenheit, liegt das beherrschende Element; sie ist aber nur wenigen Menschen eigen.
— Jeremias Gotthelf
Wenn wir die Natur beobachten, stellen wir fest, dass sie die Seele des Menschen in seinem Körper wie in einem weiträumigen Palast untergebracht hat - allerdings nicht immer in den schönsten Quart …
— Denis Diderot
Die Schlange trägt keine Schuhe.
Menschen sind schwimmende Töpfe, die sich aneinander stoßen.
— Johann Peter Eckermann
Geistreiche Menschen wären oft einsam ohne die Flachköpfe, die stolz auf sie sind
— Marquis de Vauvenargues
Das Geschenk eines bösen Menschen bringt kein Glück.
— Menander
Wer tut, was er sagt, ist kein Feigling.
Man muss die Menschen reden lassen, denn die Fische können es nicht
Süße Arznei ist keine Arznei
Niemand ist eine Insel, jeder ist Teil des menschlichen Kontinents.
— John Donne
Die Menschen sind so und wollen so sein… Du wirst sie nicht ändern! Sie jammern und klagen und sind an allem nur selber schuld mit ihrer freudlosen Ungeduld.
— Cäsar Flaischlen
Wer mit den Menschen auskommen will, darf nicht zu genau hinsehen.
— Otto Flake
Willst du einen Menschen kennen, schau nicht auf seinen Mund, sondern auf seine Hände!
— Wladimir Iljitsch Lenin
Auf Kredit kaufen heißt, die Ernte des nächsten Jahres berauben.
Auf dem Haupte der Ehrlichkeit hausen die Götter.
Auch wenn man eine Ziege töten will, soll man das Messer verstecken
Eine seltsamere Ware als Bücher gibt es wohl schwerlich in der Welt. Von Leuten gedruckt, die sie nicht verstehen; von Leuten verkauft, die sie nicht verstehen; gebunden, rezensiert und gelesen v …
— Georg Christoph Lichtenberg
Das Wasser, das du nicht trinken kannst, lass fließen
— Alexander Puschkin
Lobe den Rat der Frauen, aber richte dich nicht nach ihm.
Lügen sind die Waffen der Bösen.
Eine gewisse Reibung zwischen den Generationen ist unvermeidlich; denn die Jugend und die Alten wiegen sich im Besitze der Antworten, und das Mittelalter hat die Fragen am Hals.
Mit Geld kommen ist besser als bald kommen.
Wer schnell geht, bekommt die Antilope nicht zu Gesicht.
Wenn die Menschen warten müssen, zählen sie die Fehler derer, die sie warten lassen.