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Sprüche über Mensch

938 Sprüche — Seite 4

Zwischen Vernunft und Irrtum, Mitgefühl und Überheblichkeit bewegt sich das Bild vom Menschen seit jeher. Kein anderes Wesen kann so viel erschaffen, zerstören, hoffen, erinnern und sich zugleich über sich selbst täuschen. Darin liegt die Faszination dieses Themas, das nie nur Bewunderung, sondern immer auch Selbstprüfung verlangt.

Seine Widersprüchlichkeit ist kein Makel am Rand, sondern der eigentliche Kern des Menschseins. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten Würde und Schwäche, Verantwortung und Verblendung und zeigen, wie eng Größe und Fehlbarkeit im menschlichen Wesen miteinander verflochten sind.

  1. Der Mensch kann den Menschen zum Guten führen, ganz einfach.

    Maxim Gorki

  2. Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.

  3. Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.

    Jules Renard

  4. Ruhm ist ein Gift, das der Mensch nur in kleinen Dosen verträgt

    Honoré de Balzac

  5. Nur wer den Menschen liebt, wird ihn verstehen. Wer ihn verachtet, wird ihn nicht einmal sehen

    Christian Morgenstern

  6. Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seiner Erfahrung, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen.

    George Bernard Shaw

  7. Menschen sind wie Grundstücke: Manchmal ist eine Goldader darin, und der Besitzer weiß es nicht.

    Jonathan Swift

  8. Kunst ist Mensch plus Natur.

    Vincent van Gogh

  9. Der Mensch ist der Spiegel der Welt. Von ihm hängt es ab, ob das Spiegelbild klar oder beschlagen ist.

    Wilhelm Raabe

  10. Es sind nicht die Tatsachen selbst, die menschliches Verhalten steuern, sondern es ist die Meinung, die sich der Mensch über Tatsachen bildet.

    Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt

  11. Mensch lerne, lerne, frage, frage und schäm dich nicht zu lernen und zu fragen.

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  12. Es ist menschlich, verärgert zu sein, aber es ist nicht recht, in diesem Ärger zu beharren.

    Vincent van Gogh

  13. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    Gottfried Keller

  14. Seine Seele zeigt der Mensch nur in seinem Tun

    Reinhold Messner

  15. Wer die Grausamkeit der Natur und der Menschen einmal erkannt hat, der bemüht sich, selbst in kleinen Dingen, wie dem Niedertreten des Grases, schonungsvoll zu sein.

    Christian Morgenstern

  16. Der Hund ist der sechste Sinn des Menschen.

    Christian Friedrich Hebbel

  17. Wo der Bauer arm ist, ist das ganze Land arm.

  18. Die Sache der Tiere steht höher für mich als die Sorge, mich lächerlich zu machen, sie ist unlösbar verknüpft mir der Sache der Menschen.

    Emile Zola

  19. Mäßigkeit und Arbeit sind die wahren Ärzte des Menschen

    Jean-Jacques Rousseau

  20. Der Mensch bedarf der Teilnahme und Anregung, wenn etwas gelingen soll.

    Johann Peter Eckermann

  21. Der Mensch ist nicht das Produkt seiner Umgebung. Vielmehr ist seine Umgebung ein Produkt des Menschen.

    Benjamin Disraeli

  22. Schlaf ist ein Hineinkriechen des Menschen in sich selbst.

    Christian Friedrich Hebbel

  23. Die Gedanken eines Menschen sind sein Königreich.

  24. Kenntnisse müssen dem Glück dienen - der Vereinigung der Menschen, nur dann sind sie wichtig.

    Leo Tolstoi

  25. Ein weiser Mensch wird auch in der Konversation keinen Charakter erheucheln, der ihm unnatürlich ist; wenn er ernst ist, wird er nicht vorgeben fröhlich zu sein, und wenn er fröhlich ist, wird er nich …

    Adam Smith

  26. Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.

    Karl Theodor Jaspers

  27. Der Mensch wird - wie der Bach - krumm, wenn er stets nur den geringsten Widerstand sucht.

  28. Wer in seinem Innern geordnet und wohlbestellt ist, der kümmert sich nicht um das sonderbare und verkehrte Treiben der Menschen. Nur soweit wird der Mensch gehindert und zerstreut, als er von den …

    Thomas à Kempis

  29. Das Tier wird durch seine Organe belehrt, der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.

    Johann Wolfgang von Goethe

  30. Wer einen Menschen bessern will, muss ihn erst einmal respektieren.

    Romano Guardini

  31. Jeder Mensch hat die Keime aller menschlichen Eigenschaften in sich. Manchmal kommen die einen zum Vorschein, manchmal die anderen

    Leo Tolstoi

  32. Voraussetzung für eine gute Ehe ist, die richtige Person zu finden und selbst die richtige Person zu sein.

  33. Ein Mensch mit Genie ist unausstehlich, wenn er nicht mindestens noch zweierlei dazu besitzt: Dankbarkeit und Reinlichkeit.

    Friedrich Nietzsche

  34. s geht ungerecht zu auf dieser Welt: Ein Schurke darf sich jede Anständigkeit herausnehmen, ein anständiger Mensch aber nicht die kleinste Schurkerei.

    Mark Twain

  35. Gerechtigkeitsliebe ist bei den meisten Menschen nur die Angst, Ungerechtigkeit zu erleiden

    François de la Rochefoucauld

  36. Wer die Menschen liebt, hat immer eine große Familie.

  37. Unsere äußeren Schicksale interessieren die Menschen, die inneren nur den Freund.

    Heinrich von Kleist

  38. Eine über die Gleichheit der Chance hinausgehende Gleichmachung der Menschen ist die höchste Ungerechtigkeit.

    Karl Theodor Jaspers

  39. Ein Feigling ist ein Mensch, bei dem der Selbsterhaltungstrieb normal funktioniert.

    Ambrose Bierce

  40. Ein Langweiler ist ein Mensch, der redet, wenn du wünscht, daß er zuhört.

    Ambrose Bierce

  41. Der Mensch ist nur ganz Mensch, wo er spielt.

    Friedrich von Schiller

  42. Der Mensch möchte gern vor den Folgen seiner Laster bewahrt werden, aber nicht vor den Lastern selbst.

    Ralph Waldo Emerson

  43. Die Sterne lauter ganze Noten. Der Himmel die Partitur. Der Mensch das Instrument.

    Christian Morgenstern

  44. Glück und Unglück nehmen den Menschen die Maske ab

  45. Richte nie den Wert des Menschen schnell nach einer kurzen Stunde. Oben sind bewegte Wellen, doch die Perle liegt am Grunde.

    Otto von Leixner

  46. Genaugenommen leben sehr wenige Menschen in der Gegenwart, die meisten bereiten sich vor, demnächst zu leben.

    Jonathan Swift

  47. Liebt ein Mensch den Frieden, wird er nicht zum Feigling.

  48. Der edle Mensch hilft seinen Mitmenschen, das Gute in ihnen zur Reife zu bringen, nicht aber das Schlechte. Der niedrig Gesinnte tut das Gegenteil.

    Konfuzius

  49. Der Hass schadet niemand, aber die Verachtung ist es, was den Menschen stürzt.

    Johann Peter Eckermann

  50. Unsere Zeit krankt daran, dass es zu wenige Menschen gibt und zuviele Leute.

    José Ortega y Gasset

  51. Ich bin in meiner Jugend mit alten Leuten umgegangen und gehe in meinem Alter mit jungen um. Das ist die Weise, wie der Mensch möglichst behaglich durch die Welt kommen mag.

    Wilhelm Raabe

  52. Ein Mensch spiegelt sich im andern: Liebe.

    Christian Friedrich Hebbel

  53. Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz, denn sie zeigt ihm seine Grenzen

    Albert Schweitzer

  54. Es steht schlimm um einen Menschen, an dem man nicht einen einzigen sympathischen Fehler entdecken kann

    Benjamin Disraeli

  55. Ein kluger Vogel schont seine Flügel. Ein kluger Mensch spart seine Worte.

  56. Der edle Mensch mag gelegentlich das Prinzip der Menschenliebe verletzen; der Gemeine jedoch hat noch nie an das Prinzip der Menschenliebe geglaubt.

    Konfuzius

  57. Rechtschaffenheit ist eine sehr seltene Tugend, und der Mensch, der sie im höchsten Grade zu besitzen glaubt, hat sie oft am wenigsten

    Honoré de Balzac

  58. Ein Mensch kann nicht alles wissen, aber etwas muss jeder haben, was er ordentlich versteht.

    Gustav Freytag

  59. Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform.

    William Somerset Maugham

  60. Froh und glücklich machen, trösten und erfreuen ist im Grunde doch das Glücklichste und Beste, was der Mensch auf dieser Welt ausrichten kann.

    Adolph Kolping